Am von Torsten in Buchführung und Steuererklärung geschrieben
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Vorsicht Finanzamt

Fahrtenbuch niemals mit Excel schreiben

Ein Fahrtenbuch sollte auf keinen Fall mit Excel geführt werden, da es nicht als kleiner Mangel gilt und damit nutzlos wäre.

überladenes Auto
Egal wohin es geht, Unternehmer sollten ein Fahrtenbuch führen.
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Frankfurt, 19. Oktober 2018 - Mit dem Artikel "Kleine Mängel im Fahrtenbuch sind unschädlich" hat das Gründerlexikon  darauf hingewiesen, dass bei kleineren Mängeln das Fahrtenbuch nicht als Ganzes verworfen wird.

Das Hessische Finanzgericht hat mit seinem Urteil vom 23.01.2009, Az. 13 K 2874/07 klargestellt, das ein mit Excel geführtes Fahrtenbuch nicht als kleiner Mangel anzusehen ist. Das gilt auch dann, wenn der Steuerpflichtige, wie im verhandelten Fall, die Exceltabelle penibel geführt hat.

Fazit

Ein Fahrtenbuch sollte immer handschriftlich oder mit einem zugelassenen Programm, zeitnah zur absolvierten Fahrt, geschrieben werden.

Fahrtenbuch-Software – kleine Kosten, hohe Wirkung

Die richtige Software für Fahrtenbücher zu finden, ist gar nicht so einfach. Dabei werden Unternehmer vielleicht in erster Linie an die Kosten denken, die eine solche Software mit sich bringt. Unternehmer sollten aber auch bedenken, wie hoch der Schaden wäre, wenn man tatsächlich sein gesamtes Fahrtenbuch verwerfen und alle Fahrten aus eigener Tasche zahlen müssten. Insofern lohnt sich die Investition.

Wichtig beim arbeiten mit der richtigen Software ist auch, dass das Fahrtenbuch immer sehr genau und penibel geführt wird. Empfehlenswert ist es, sofort nach jeder Fahrt die notwendigen Einträge im Fahrtenbuch vorzunehmen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase geht das so in Fleisch und Blut über, dass man stets ein rechtssicheres Fahrtenbuch beim Fiskus vorlegen kann. Andernfalls bleibt lediglich die Ein-Prozent-Regelung, die aber vielfach zu Ungunsten des Unternehmers ausfallen dürfte. Deshalb sollten Unternehmer die Arbeit auf sich nehmen, ein Fahrtenbuch zu führen.

Das handschriftlich erstellte Fahrtenbuch ist die zweite Möglichkeit, allerdings ist diese um einiges aufwändiger, als die Arbeit mit einer Software. Hier müssen Unternehmer selbst entscheiden, welchen Aufwand sie mit ihrem Fahrtenbuch betreiben wollen.

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