So schaffen Sie ein unverwechselbares Unternehmensleitbild – Ihre Identität

Die Schaffung eines Unternehmensleitbilds ist eine umfangreiche Aufgabe, die Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

Bild: Openlcons / pixabay.com

Gehen Sie gezielt in den notwendigen Schritten vor, dann werden Sie Ihr Ziel auch erreichen.

1. Schritt: Ist-Analyse

Zunächst sollten Sie analysieren, wie es aktuell um Ihre Unternehmenskultur bestellt ist. Hören Sie sich um, fangen Sie stimmen, befragen Sie ruhig auch einmal Kunden und Lieferanten, wie mit Ihnen umgegangen wird. So zeichnen Sie nach und nach ein umfangreiches Bild über Werte, Einstellungen, Verhalten und Gefühle der Mitarbeiter und Führungskräfte.

2. Schritt: Konzeption des neuen Leitbilds

Nun geht es daran zu definieren, wie Ihr neues Leitbild aussieht. Überlegen Sie sich gemeinsam mit Ihren Beratern, welches Image Ihr Unternehmen verkörpern soll. Legen Sie dann fest, welches Führungsverhalten dazu passt, wie sich Ihre Mitarbeiter verhalten sollen und welche Werte und Einstellungen Sie in den Mitarbeitern verankern wollen.

Mögliche Bestandteile Ihres Unternehmensleitbilds könnten beispielsweise Folgende sein:

  • Präambel: In dieser Einleitung erläutern Sie unter anderem, warum Sie ein Unternehmensleitbild einführen und was Sie sich davon für Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter versprechen.
  • Selbstverständnis: Erläutern Sie, wie sich Ihr Unternehmen versteht. Für welche Werte steht es? Welche Einstellungen soll es verkörpern?
  • Kunden: Wer sollen Ihre Kunden sein? Klar, alle die zahlen. Aber hier können Sie es auch angeben, wenn Sie Kunden mit bestimmten Voraussetzungen wollen, die beispielsweise auf ein gutes Qualitätsmanagement Wert legen oder ein Umweltmanagement eingeführt haben.
  • Leistungen: Erklären Sie an dieser Stelle, was die Aufgaben Ihres Unternehmens sind. Beschränken Sie sich dabei nicht nur rein darauf, welche Produkte Sie herstellen oder welche Dienstleistungen Sie anbieten. Vielmehr gehören hierzu beispielsweise auch Ihre Qualitätsgrundsätze.
  • Zusammenarbeit: In diesem Punkt geht es darum, wie Ihre Mitarbeiter und Führungskräfte zusammenarbeiten. Ein wichtiger Teil dieses Aspekts sind die Führungsgrundsätze, die möglichst alle Führungskräfte im Umgang mit ihren Mitarbeitern umsetzen sollten.
  • Umgang mit den Kunden: Legen Sie fest, wie Ihre Mitarbeiter mit den Kunden umgehen sollen. Ein zuvorkommender Service, schnelle Problemlösungen und eine gute Verfügbarkeit könnten mögliche Aspekte sein, die sich hier niederschlagen könnten.
  • Umwelt: Legen Sie hier Ihre Umweltgrundsätze fest, sofern Sie welche haben. Immer mehr Unternehmen lassen heute bereits eine TÜV-Zertifizierung für ihr Umweltmanagement durchführen. In diesem Rahmen werden Umweltgrundsätze aufgestellt, die an dieser Stelle erwähnt werden können. Haben Sie noch kein Umweltmanagement eingeführt, sollten Sie sich zumindest zu Ihrem Verhältnis zur Umwelt äußern, denn dies ist für viele Kunden bei der Auswahl ihrer Lieferanten wichtig, wenn nicht sogar entscheidend.

IKK Profil 02/2010, S. 6/7



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