So berechnen Sie die Umsatzsteuer oder Mehrwertsteuer nach brutto oder netto

Brutto und Netto sind Begriffe, die in verschiedenen Konstellationen vorkommen und in der täglichen Praxis unterschiedliche Bedeutungen haben. So sind mit dem Slogan: „Mehr Netto vom Brutto“ die Höhe der Steuerlast und der Sozialversicherungsbeiträge auf das Bruttogehalt gemeint.

Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

In diesem Beitrag soll es jedoch um die Umrechnung von Bruttoverkaufspreisen in Nettoverkaufspreise und umgekehrt gehen. Das sollte eigentlich jeder Unternehmer und selbst ein Existenzgründer können. Die Praxis zeigt jedoch, dass dem oft nicht so ist. Wichtig für die Umrechnung ist die Bildung eines Dreisatzes oder die Nutzung des Dezimalwertes. Wie genau die Umrechnung erfolgen muss, haben wir an zwei Beispielen erklärt.

Torsten vom Gründerlexikon rät:

"Lesen Sie nach, wie sich die Opens internal link in current windowKalkulation mit und ohne Umsatzsteuer unterschiedet und wenn ich schon mal dabei sind: Testen Sie unbedingt Opens internal link in current windowmeinen Dreisatzrechner!"

Beispiel 1: mit 19% Umsatzsteuer

Ein Verkaufspreis (inkl. 19% USt) ist mit 123,78 EUR ausgewiesen, der umsatzsteuerpflichtige Unternehmer kalkuliert seine Preis bekanntlich netto. Er muss also hier den Bruttopreis in einen Nettopreis umrechnen können. Das Ergebnis muss daher lauten:

104,02 EUR

Rechenweg

123,78 EUR dividiert durch 1,19 - denn 123,78 EUR entsprechen 119% und der Unternehmer möchte 100% - den Nettowert - berechnen. So kann der Dreisatz (mit meinem Excelrechner den Dreisatz online berechnen) gebildet oder mithilfe des Dezimalwertes 1,19 gerechnet werden. Definitiv falsch ist übrigens der Wert 100,26 EUR - wer das raus hat, sollte mal mit dem obigen Dreisatzrechner nachprüfen.

Beispiel 2: mit 7% Umsatzsteuer

Ein Verkaufspreis (inkl. 7% USt) ist mit 117,70 EUR ausgewiesen, der umsatzsteuerpflichtige Unternehmer kalkuliert seinen Preis netto. Die ermäßigte Umsatzsteuer (derzeit 7%) wird regelmäßig bei Lebensmitteln, Zeitungen oder anderen Presseerzeugnissen verwendet.

Der Unternehmer muss also den Bruttopreis in einen Nettopreis umrechnen können. Das Ergebnis muss daher lauten:

110,00 Euro

Rechenweg

117,70 EUR dividiert durch 1,07 - denn 117,70 EUR entsprechen 107% und der Unternehmer möchte 100% - den Nettowert - berechnen. Mit Hilfe des Dezimalwertes 1,07 kann am schnellsten gerechnet werden. Definitiv falsch ist übrigens der Wert 109,46 EUR.

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Berechnungshilfe zum Dreisatz

  1. mit Übungsaufgabe zur Umsatzsteuer

  2. Schritt für Schritt Anleitung

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Download im Dateiformat: xls und xlsx
Dateigröße: 25KB

 

cartoon eselsbrückeEselsbrücke zum Merken von brutto und netto:

"Brutto ist ein "bruttal hoher Preis" weil da die Mehrwertsteuer drinne ist. Netto ist der Discounter ohne Märchensteuer. gefunden bei gutefrage.net"

 

Fazit

Gerade beim Thema der Kleinunternehmerregelung ist die richtige Rechnenweise für den Unternehmer extrem wichtig, denn im Umsatzsteuerrecht können sich nahezu jährlich die steuerlichen Situationen des Unternehmers ändern, so dass er bspw. im Jahr 2010 als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuer befreit arbeiten darf. Schon ein Jahr später könnte ihn das Umsatzsteuergesetz (§ 19 UStG) zur Berechnung von Umsatzsteuer verpflichten, so dass ab diesem Zeitpunkt die Berechnung von Bruttorechnungsbeträgen und Nettorechnungsbeträgen für den Selbständigen eine tägliche und lebensnotwendige Aufgabe wird. warum? Privatleute wollen die Verkaufspreis Brutto (also inkl. Umsatzsteuer) vorfinden, Unternehmer selbst, Lieferanten und andere Selbständige kalkulieren nur die Nettopreise.



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