Grundbegriffe: Was ist ein ERP-System?

In dem Maße, in dem Unternehmen als kybernetische Modelle aufgefaßt und in Datenstrukturen abgebildet werden, steigt auch die Relevanz der jeweiligen Begrifflichkeiten in Übungen und Prüfungen. Viele Teilnehmer tun sich da aber noch mit den Grundlagen schwer. Dabei kann schon eine einfache Visualisierung für viel Klarheit sorgen.

Bild: geralt / pixabay.com

So ist "ERP" die Abkürzung für "Enterprise Resource Planning", und bezeichnet die derzeit oberste Hierarchieebene betrieblicher Softwareintegration. ERP-Systeme bestehen im Prinzip aus zwei Hauptkomponenten, einer kaufmännischen und einer technischen Seite. Die kaufmännische Integrationsebene enthält pflichtgemäße Komponenten wie Buchführung und Bilanzierung, aber auch weiterführende Funktionen z.B. im Bereich des internen Rechnungswesens. Die technische Seite umfaßt alles, was dem eigentlichen Produktionsprozeß nahesteht. Eine Grafik veranschaulicht das:


    ERP
Enterprise Resource Planning
Betriebliche Softwareintegration
       
                 
                 
                 
Kaufmännisch
Buchführung, Kostenrechnung usw.
  Technisch
Direkt produktionsprozeßbezogen
   
                 
                 
                 
    CIM
Computer Integrated Manufacturing
  PPS
Production Planning & Scheduling
             
    Wichtige Teilbereiche/Funktionen:

CAD = Computer Aided Design
CAE = Computer Aided Engineering
CAM = Computer Aided Manufacturing
CAP = Computer Aided Planning
CAQ = Computer Aided Quality Assurance
     
Ziel, Entwicklungsrichtung: unternehmensweite Integration in einer einheitlichen Datenbankumgebung
 

Die Übersicht des ERP nochmal zum downloaden

Das vom ERP-Begriff zum Ausdruck gebrachte Ziel der Entwicklung ist, sämtliche technischen wie kaufmännischen Zusammenhänge des Unternehmens und seiner Betriebe in einer einheitlichen Softwareumgebung mit integrierter Datenbasis abzubilden. Das würde den Weg zu weiterführenden Entwicklungen in Richtung der Anwendung künstlicher Intelligenz ermöglichen. Leider ist das derzeit noch weitgehend Zukunftsmusik, und die meisten hier in einem einheitlichen Schema dargestellten Komponenten sind derzeit, und vermutlich noch für einige Zukunft, nur in isolierten Einzelkomponenten erhältlich. Die kommunizieren nur über Schnittstellen und unterliegen kaum einem übergeordneten Gesamtkonzept. Die betriebliche Softwarelandschaft ist damit noch immer stark zersplittert. Das führt zu Zeit-, Kosten- und Reibungsverlusten. Es bleibt also noch viel zu tun... 



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