Firmengründung und Familie - geht das gut?

Gerade Gründer mit Familie findet man heute nur selten. Für viele ist der Schritt in die Selbstständigkeit ein zu großes Risiko, wie es scheint. Zumindest, wenn Frau und Kinder mit am Glück der Firma hängen. Doch ist es wirklich notwendig auf die Firmengründung zu verzichten, weil die Familie bereits da ist?

Bild: bencleric / pixabay.com

Es gibt hier sicherlich keine pauschale Antwort, da es immer auf die individuellen Verhältnisse ankommt. Deshalb sollte jeder Gründer genau hinterfragen, wie die Familie zur Idee der Firmengründung steht. Nur wenn alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen, ein gewisses Talent zum optimalen Zeitmanagement gegeben ist und zusätzlich die Möglichkeit besteht, den familiären Alltag gut durchzuplanen, kann es gelingen.

Firmengründung bedeutet Zeitaufwand

Vor der Firmengründung mit Familie im Hintergrund sollten sich Jungunternehmer und Existenzgründer realistisch mit den auf sie zukommenden Aufgaben vertraut machen. Die wichtigsten Fragen sind dabei, wie viel Zeit die Firmengründung kostet. Dabei kommt es immer darauf an, was für eine Firma gegründet werden soll. Das Einzelunternehmen ist mit einem Gang zum Gewerbeamt und der Beantragung eines Gewerbescheins gegründet. Eine GmbH erfordert dagegen viel mehr bürokratischen Aufwand.

Doch die Firmengründung alleine ist längst nicht alles, was anfällt. Denn es müssen Kunden beschafft, eine Finanzierung muss auf die Beine gestellt werden und zusätzlich sollte der Betrieb erst einmal entsprechend aufgebaut werden. In den ersten Monaten einer Firmengründung sollte mit mehr als 60 Wochenarbeitsstunden gerechnet werden. Diese sind mindestens notwendig, um das Unternehmen zum Laufen zu bringen. Das sollte auch der Familie klar sein, sie muss auf den Gründer dann zum großen Teil verzichten.

Firmengründung und Kapital

Ebenfalls muss allen Beteiligten klar sein, dass eine Firmengründung mit Kosten verbunden ist. Zum Einen fallen Kosten für die üblichen Anmeldungen an, zum Anderen müssen viele Gebühren gezahlt werden, sowie Steuern, die für private Verbraucher gar nicht anfallen. Doch auch in den ersten Monaten der Firmengründung wird man eine Durststrecke überbrücken müssen. Aufträge sind nur selten in ausreichender Form da, Gelder fließen oft nur unregelmäßig.

Diesen finanziellen Engpass sollte man anderweitig ausgleichen können. Zum einen kommen Darlehen in Frage, zum anderen Ersparnisse. Auch der Partner wird finanzielle Einschränkungen hinnehmen müssen, wenn eine Firmengründung ansteht. Oft muss man die ersten Monate von nur einem Gehalt leben. Diese Tatsache sollte vor der Firmengründung geklärt werden und beide Partner sollten sich darüber bewusst werden.



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