Bankenkonforme Finanzplanung einfach und schnell erstellen

Umsatz- und Absatzplan erstellen, Personal und Kosten planen, Investitionen kalkulieren, Finanzierung optimieren und Bilanz aufstellen - Finanzplanung ist für viele Gründer ein rotes Tuch. Dabei ist es gar nicht so schwer, auch für Nicht-Betriebswirte, das leidige Thema in den Griff zu bekommen.

Bild: T.Montag / Gründerlexikon

Immer noch wird die Aufstellung einer durchdachten Finanzplanung als lästige Pflicht empfunden, um bei Fördermittelgebern, Banken oder Investoren Kapital zu bekommen. Doch ein erfolgreicher Unternehmer hat auch seine Finanzen im Griff. Schließlich dient eine solide Finanzplanung auch der Ermittlung des tatsächlichen Kapitalbedarfes, der laufenden Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit (= Liquidität) und auch der Ermittlung der Rentabilität (= Wirtschaftlichkeit) seines eigenen Vorhabens.

Drei Möglichkeiten zum Ziel zu gelangen

Der Gang zum Unternehmens- oder Steuerberater ist die einfachste Möglichkeit, da man mit wenig eigener Arbeit einen vollständigen, fundierten Plan erhält. Allerdings ist dies auch die mit Abstand teuerste Variante, und Geld ist im Gründungsprozess häufig Mangelware. Außerdem ist man bei Änderungen oft abhängig von den Erstellern und die Zahlen müssen auch vor Investoren von den Gründern selbst erläutert werden können.

Die zweite Möglichkeit ist der Kauf einer speziellen Finanzplanungssoftware. Das Ergebnis hat in der Regel ein professionelles Aussehen und ist bei richtiger Vorgehensweise auch investoren- und bankenkonform, aber der Einarbeitungsaufwand in die Software ist erheblich und zeitaufwendig. Auch diese Lösung ist nicht ganz billig und das geschlossene Softwaresystem erlaubt meist nur wenig Flexibilität, vieles bleibt eine „Black Box“.

Bleibt schließlich der 3. Weg: Selbsterstellung mit Hilfe einer Excel-Vorlage. Diese sind häufig kostenlos oder zumindest relativ günstig, bieten maximale Flexibilität und die gesamte Planung ist im Idealfall stets transparent und nachvollziehbar.

Darauf sollte man bei einer Excel-Vorlage für eine professionelle Finanzplanung achten 

1. Für welche Zielgruppe ist die Vorlage geeignet?

Es gibt gesetzliche Vorschriften, die bestimmen, wie Sie als Unternehmer ihre Gewinnermittlung durchführen müssen. Damit bestimmt sich auch die Art der Planungsvorlage. So müssen Freiberufler und Kleingewerbetreibende lediglich eine vereinfachte Einnahmen-Überschuss-Rechnung mit sogenannter IST-Versteuerung machen, während z.B. Kapitalgesellschaften (UG, GmbH) eine umfangreichere Planung mit Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Liquiditätsrechnung erstellen müssen. Hier ist das Prinzip der SOLL-Versteuerung anzuwenden.

2. Kann man die Excel-Vorlage vorher einsehen?

Nur aussagefähige Screenshots, eine Beispielplanung z.B. in Form eines PDF-Dokumentes oder im Idealfall eine Testversion ermöglichen vorab eine Einschätzung von Umfang, Aufbau und Inhalt sowie der Einfachheit der Nutzung. Überzeugen Sie sich, dass auch tatsächlich alle Planungstools und Übersichten enthalten sind, die man zur Vorlage bei Banken oder Investoren benötigt (z.B. Kapitalbedarf, Mittelverwendung, Kennzahlen, Liquiditätsplanung etc.). 

3. Gibt es Referenzen oder Bewertungen von anderen Nutzern?

Kommentare von anderen Gründern und Unternehmern, welche die Excel-Vorlage bereits eingesetzt haben, helfen Stärken und Schwächen einer Vorlage besser einzuschätzen. Keine oder eher negative Rezensionen haben oft ihren Grund.

4. Welche Arten von Unterstützung werden zusätzlich geboten?

Vielfach wird man nach dem Download einer Excel-Vorlage alleine gelassen. Wichtig gerade für Nicht-Betriebswirte ist aber eine professionelle Unterstützung. Mindeststandard sollte ein ausführliches Handbuch sein, das Sie bereits vorab einsehen können. Gute Vorlagen enthalten darüber hinaus Zellenkommentare, Eingabehinweise und geben Tipps und Tricks, um ihnen die Umsetzung zu erleichtern. Besonders hilfreich können darüber hinaus Schritt-für-Schritt Video-Tutorials sein und auch ein persönlicher Ansprechpartner, wenn es mal gar nicht weiter geht.

5. Entspricht die Excel-Vorlage professionellen Standards und wird sie regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt?

Viele Vorlagen werden schon seit Jahren unverändert im Netz angeboten, obwohl sich gesetzliche Vorgaben längst geändert haben (z.B. steuerliche Regelungen od. Beitragssätze und -bemessungsgrenzen in der Sozialversicherung etc.). Gute Excel-Vorlagen sind nicht nur stets aktuell, sondern minimieren Fehler durch Kontrollzellen und -berechnungen, Plausibilitäts- und Integritätsprüfungen sowie durch Eingabehilfen. Außerdem sind die Struktur der Tabellenblätter und die verwendeten Formatierungen logisch und stringent und sorgen für hohe Transparenz und einfache Nachvollziehbarkeit.

Fazit und Empfehlung

Aufgrund ihrer Flexibilität und Anpassbarkeit eignen sich Excel-Vorlagen hervorragend zur Erstellung einer professionellen Finanz- und Liquiditätsplanung. Je mehr von den oben genannten Punkten erfüllt werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie mit einer Excel-Vorlage auch als Nicht-Betriebswirt mit überschaubarem Aufwand zu einer banken- und investorenkonformen Planungsrechnung gelangen.

Ein solches Leistungspaket, insbesondere wenn auch noch Unterstützung und Weiterentwicklung garantiert sind, werden Sie jedoch kaum kostenlos im Netz finden. Im Vergleich mit den anderen Möglichkeiten, werden sich die Kosten aber im überschaubaren Rahmen bewegen.

Tipp: Eine Nutzen Sie die Opens internal link in current windowExcel-Vorlage zur Erstellung einer professionellen Finanzplanung!

Über den Autor

Passbild von Dirk GostomskiDirk Gostomski

hat mehr als 15 Jahre Erfahrung im Bereich internationaler strukturierter Finanzierungen und Projektfinanzierungen. Dabei steht insbesondere die Erstellung, Evaluierung und Analyse komplexer Finanzierungs- und Cashflow-Modelle im Fokus. Er ist seit vielen Jahren Fachgutachter bei verschiedenen Gründungsinitiativen und Businessplanwettbewerben.

 

 



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