Aufbau des Rentabilitätsplanes

Jeder Unternehmer muss bei seinen Finanzierungsentscheidungen auf Stabilität,Liquidität undRentabilität achten. Als Rentabilität wird das Verhältnis des erzielten Gewinnes zum eingesetzten Kapital bezeichnet; sie ergibt sich aus dem Betrag des Reinertrages durch das Kapital ohne Umsatz mal 100 Prozent. Diese Formel kann für den Existenzgründer sowohl für das Grundkapital als auch für das Eigen- und Gesamtkapital sowie den Umsatz angewandt werden.

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1.1 Grundlagen der Rentabilität

Bei der Kapitalbeschaffung sollte der Unternehmer vorab einen Kostenvergleich für sämtliche Finanzierungsmöglichkeiten erstellen. Aus diesemRentabilitätsplan muss hervorgehen, dass die Rendite des Kapitaleinsatzes höher als der Zins für Fremdkapital ist. Durch das richtige Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital ist eine hoheRentabilität des Eigenkapitals gewährleistet. Ist der Zinssatz für Fremdkapital niedriger als die Rentabilität des Gesamtkapitals, sollte der Unternehmer viel Fremdkapital verwenden; andernfalls wäre es ratsam, weniger Fremdkapital einzusetzen.

1.2 Überlegungen bei Unternehmensgründern

Bei Existenzgründern ist der Rentabilitätsplan ein Bestandteil der Finanzplanung im Businessplan. Er gilt als erste Erfolgsrechnung, da der erwartete Umsatz den Kosten gegenübergestellt wird und daraus der voraussichtliche Gewinn abgeleitet werden kann. So erhält der Gründer einen Überblick, ob dieGeschäftsidee lohnenswert ist. Auch sollten die privaten Lebenshaltungskosten und die Bildung von Investitionsrücklagen berücksichtigt werden.

1.3 Aufschlüsselung und Aufbau

Der Rentabilitätsplan sollte auf den ersten Blick Aufschluss über die erwarteten Einnahmen und Ausgaben geben. An erster Stelle steht der Betrag aus erwartetem Nettoumsatz im Verhältnis zum Wareneinsatz. Diese Berechnung ergibt den Rohbetrag. Davon werden alle anfallenden Kosten abgezogen. Diese Posten können in drei Gruppen unterteilt werden: Hauptkosten (Miete und Personal etc.), sonstige Kosten (Telefon, Versicherungen etc.) und kalkulatorische Kosten. Aus diesen Positionen werden die Gesamtkosten ermittelt. Zieht man nun diese vom Rohbetrag ab, erhält man den so genannten steuerlichen Gewinn. Dieser abzüglich der betrieblichen Steuern ergibt das Betriebsergebnis, die so genannte Rentabilität.

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