Bewerten Sie jetzt!
 
 
 
 
 
 
 
Bewerten
 
 
 
 
 
 
4 Bewertungen
80 %
1
5
4
 

Wie kann ich eine Webseite analysieren, um deren Wert zu ermitteln?

In diesem Schritt möchte ich Ihnen zeigen, wie sie vorgehen können, um eine Domain mitsamt dazu gehörigen Internetprojekt zu analysieren. Prinzipiell teile ich diese Analyse in folgende Schritte:

  1. Analyse der Domain
  2. Analyse des Webprojektes
    1. technische Analyse
    2. wirtschaftliche Analyse
  3. Ermittlung des finalen Projektwertes für Kauf oder Verkauf

Wählen Sie ein bestimmtes Thema:

Machen Sie eine Bestandsaufnahme!

Bevor Sie überhaupt irgendetwas analysieren und anschließend bewerten können, müssen Sie wissen, was Sie beim Kauf einer Webseite bekommen. Im folgenden möchte ich Ihnen eine kleine Liste an die Hand geben, mit der Sie eine kleine Bestandsaufnahme hinsichtlich des Kaufs einer Webseite durchführen können. Denn wenn Sie nicht wissen, was im Kaufpreis enthalten ist, können Sie auch keinen Kaufpreis ermitteln oder überprüfen, ob der angebotene Preis der Webseite günstig oder teuer ist.

Nutzen Sie zur Bestandsaufnahme meine Bestandsliste!

  1. Sind beim Kauf alle redaktionellen Texte, Artikel und Beiträge enthalten und werden auch die Urheberrechte daran übertragen?
  2. Sind beim Kauf sämtliche Bilder und Grafiken im Kaufpreis enthalten und werden auch die Urheberrechte daran an Sie übertragen?
  3. Existiert noch ein Warenlager, welches mit verkauft werden kann? (Bei einem Onlineshop)
    existieren vertragliche Vereinbarungen hinsichtlich günstiger Versandbedingungen bei Logistikunternehmen, welcher mit gekauft oder übernommen werden können?
  4. Wie hoch sind die Forderungen gegenüber anderen Unternehmern aus dem zu kaufenden Webprojekt?
  5. Wie hoch sind die Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen aus dem zu kaufenden Webprojekt?
  6. Müssen oder sollen Forderungen und Verbindlichkeiten mit übernommen werden?
    Existieren anhängige Gerichtsverfahren oder Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen oder anderen juristisch relevanten Dingen?
  7. Existieren Kooperationsvereinbarungen, Werbeverträge oder andere umsatzbringende Vereinbarungen und können diese gegebenenfalls durch den Kauf des Webprojektes mit übertragen werden?
  8. Sind im Kaufpreis Stammdaten der Kunden enthalten?
  9. Sind im Kaufpreis die Stammkunden enthalten und können die weiter genutzt werden?
  10. Sind die Stammkunden über den Verkauf der Webseite gegebenenfalls bereits informiert worden?
  11. Können eingerichtete Zugänge zu Partnerprogrammen oder anderen Einnahmennetzwerken ebenfalls übernommen werden oder müssen die Weblinks nachträglich angepasst werden?
  12. Existieren zusätzliche und kostenpflichtige Besucher Quellen wie zum Beispiel AdWordskampagnen und werden diese mit verkauft oder später abgeschalten?
  13. Bestehen Verträge zu Providern (Serverhosting, Webspace und Domainhosting)? Müssen diese übernommen werden?
  14. Bestehen Verpflichtungen zu anderen Dienstleistern (Newsletterversand, Webanalyse, ...), welche inklusive sind oder gegen zusätzliches Entgelt übernommen werden müssen?

Inhalte, Dienstleistungen und Bestand vertraglich festhalten

Je größer die Webseite ist, die Sie kaufen möchten, umso größer, umfangreicher und komplizierter können zu vereinbarende Bestandteile der Webseite sein. Daher kann ich Ihnen diesbezüglich nur empfehlen, einen Kaufvertrag aufzusetzen, wo abschließend alle vereinbarten Inhalte und Bestandteile des Websitekaufs enthalten sind. Letztlich auch alle übergehenden Rechte und Pflichten aus dieser Webseite, zum Beispiel vorhandene Urheberrechte. Nun beginnt die eigentliche Analyse:

Hier downloaden: Website-Kaufvertrag

Jetzt Vorlage für einen Website-Kaufvertrag downloaden - schnell, einfach und unkompliziert. Denn auch beim Kauf einer Website darf der Vertrag nicht fehlen, um abgesichert zu sein.

1. Analyse der Domain

Da dieses Thema sehr umfangreich ist, hab ich einen separaten Artikel zur Domainbewertung erstellt.

2. Analyse des Webprojektes

Die Analyse des Webprojektes (ohne Domain) ist ebenso relativ umfangreich, soll auf dieser Seite jedoch das zentrale Thema darstellen. Ich habe es in die Bereiche der technischen und der wirtschaftlichen Analyse gegliedert. Die wirtschaftliche Analyse entspricht dabei in etwa der Analyse des Unternehmenskaufs bei Unternehmensnachfolge.

2.1. Technische Analyse des Webprojektes

Ich möchte auf dieser Seite mit der Analyse des Webprojektes beginnen. Dazu definiere ich zunächst die einzelnen Kriterien des Webprojektes, welche an entsprechender Stelle analysiert und bewertet werden sollen. Beantworten Sie daher folgende Fragen oder Recherchieren Sie entsprechende Daten zu Ihrem Projekt!

Welche Hilfsmittel benötigt man zur Analyse einer Webseite?

Hilfsmittel gibt es viele, sie reichen von kostenlosen Kniffen in Excel bis hin zu Softwaretools um ganze Webseiten zu verbessern, welche monatlich mehrere 100 Euro oder Dollar kosten. Ich versuche Ihnen im Folgenden einen Mittelweg darzulegen und immer kostenorientiert zu analysieren, obwohl es an einigen Stellen unumgänglich ist, kostenpflichtige Tools einzusetzen, wenn man vernünftige und aussagekräftige Analyseergebnisse erzielen und dabei den Aspekt des Zeitaufwandes berücksichtigt haben möchte.

Letztlich können Sie das ganze Jahr analysieren und haben nix dafür zahlen müssen oder Sie sind bereits nach einem Tag mit Ihrer Analyse fertig, wobei dieser Tag 1.500 € gekostet hat, am Ende ist immer das Ergebnis entscheiden.

Das Ergebnis wiederum ist gerade beim Analysieren die Summe aus dem eigentlichen Ergebnis für die Kaufentscheidung und der dafür verwendeten Zeit und dem eingesetzten Geld, um dieses Ergebnis zu erzielen. Daher bedarf es immer einem vernünftigen Mittelweg, der bei jedem Analyst anders aussehen kann. Bei mir sieht es so aus:

Mein Analysefavoriten lauten:

  1. Xenu Linksleu (kostenlos)
  2. Excel oder openoffice (zum jeweiligen Lizenzpreis)
  3. ryte.com (ca. 100 € netto pro Monat)
  4. sistrix Toolbox (ab 100 € netto je Monat)
  5. Hier finden Sie weitere Tools in meiner Liste!

a. Offpageanalyse des Webprojektes

Im Folgenden analysiere ich die Kriterien, die außerhalb meiner zu kaufenden Seite liegen. Dazu nutze ich bei großen Projekten (100 und mehr Seiten) das kostenpflichtige meist kostenlose Alternative seokicks. Sie können aber gern auch andere Tools ausprobieren, um Webseiten hinsichtlich Offpagekriterien zu analysieren. Einige wichtige Bewertungsfragen seien hier kurz genannt und hinterfragt:

Wie bewertet man vorhandene Backlinks, die Linkstruktur und den historischen Linkaufbau?

  • Wieviele Links stammen von unterschiedlichen Domains, IP-Adressen bzw. Class-C Netzen?
  • Vergleichen Sie diese Werte mit Konkurrenzseiten oder Seiten ähnlicher Größe zu gleichen Thema!
  • Gibt es beim Linkaufbau Auffälligkeiten, womöglich Links von unseriösen Seiten?
  • Wie hoch ist der Anteil der nofollow/follow-Backlinks?
  • Aus welchen unterschiedlichen Ländern kommen die Links?
  • Wie viele Links kommen monatlich/jährlich hinzu oder wie viele werden entfernt?
  • Gibt es dahingehend Garantien, einen Rückbau oä. Dinge zu beachten?
  • Gibt es Verträge oder andere Verpflichtungen bezüglich der vorhandenen Backlinks?

Welche Rolle spielt das Domainalter und wie wurde das Projekt in der Vergangenheit genutzt?

  • Diese Frage können Sie mit Hilfe von archive.org beantworten.
  • Historische Begutachtung des Projektes kann mit Opens external link in new windowSistrix durchgeführt werden
  • Wurden in der Vergangenheit bereits andere Themen auf dieser Webseite gespeichert?
  • Sehen Sie sich einzelne Versionen in der Vergangenheit an und versuchen Sie andere Themen herauszufinden!
  • Entscheiden Sie nun, ob historische Themen zum aktuellen Thema passen oder ob dies eher zu einem inhaltlichen Konflikt führt.

Was ist bei der Analyse der themenrelevanten Google Platzierungen zu beachten?

Diese Informationen erhalten Sie entweder vom jetzigen Inhaber der Webseite oder sie müssen die kostenpflichtige sistrix Toolbox (SEO Modul) befragen. Versuchen Sie folgende Fragen zu beantworten:

  • Wieviele Suchbegriffe sind gelistet?
  • Wieviele von diesen Suchbegriffen befinden sich auf den Platzierungen 1 bis 5 bei Google?
  • Wie verändern sich die Platzierungen von einem auf den folgenden Monat?
  • Wie sind diese Schwankungen zu erklären?
  • Wie ist der Trend der Platzierungen bei Google zu sehen (von einem Jahr zum anderen oder noch längerer Zeitraum?
  • Welche Suchbegriffe liefern die meisten Besucher? (via Google Analytics / Googles Search Console vom Inhaber erfragen)
  • Kommen die Besucher über einzelne Suchbegriffe oder über eine Masse von langen Suchbegriffen (longtail)?
  • Wie hat sich die Anzahl und die Fluktuation der Suchbegriffe zum Wettbewerb entwickelt?

Wie viele Besucher hat die Seite monatlich?

  • Aus welchen Quellen stammen die Besucher? (via Google Analytics vom Inhaber)
  • Welche Unterseiten oder Landingpages werden besonders häufig angesehen, welche Seite sehr selten und warum?
  • Gibt es verwaiste Seiten?
  • Existieren relevante, aber zeitlich begrenzte Besucherströme oder virale Effekte, die genutzt und ausgebaut werden können?
  • Gibt es saisonale Schwankungen bei den Besucherzahlen?

Wie sind die social media Aktivitäten zu dem Projekt einzuschätzen?

  • Hat die Seite selbst Social Media Accounts bei Facebook, Twitter, Xing?
  • Wie regelmäßig und intensiv sind die Aktivitäten auf diesen Portalen?
  • Wie hoch sind die Erfolge durch diese Aktivitäten (in Besuchern oder Conversions)?
gründerlexikon tipp

Einen fairen Preis für Ihre Webseite finden!

Mit meinem Excel-Rechner können Sie folgendes tun:

  1. technische Bewertung (Backlinks, onpage-Status, Alter der Webseite, Besucher)
  2. wirtschaftliche Bewertung (4 gängige Methoden der Unternehmensbewertung)
  3. Domainbewertung (nach SCHARF-Bewertungsmodell von Dr. Björn Benken)
  4. EXCEL-Rechner anpassen
  5. Formeln einsehen
  6. Ergebnis: Kaufpreisempfehlung für das Webprojekt

Opens external link in new windowJetzt downloaden!

b. Onpageanalyse des Webprojektes

Im Folgenden analysiere ich die Seite selbst auf Fehler, Strukturen und mögliche Probleme. Dazu nutze ich das kostenpflichtige Tool ryte.com und die kostenfrei lokal zu installierende Software XENU Linksleuth (siehe ebenso in meiner Toolsammlung).

Gibt es indexierte Seiten mit langen Klickpfaden?

  • Sind diese Seiten relevant für das Gesamtprojekt?
  • Warum kommt es zu den langen Klickverhalten bei diesen Seiten?
  • Wie viele Seiten sind von diesem Problem insgesamt betroffen?
  • Wie viele Besucher generieren diese Seiten?

Gibt es Seiten mit weniger als 3 eingehenden Links?

  • Wie viele Seiten sind von diesem Problem betroffen?
  • Fragen Sie den Inhaber der Webseite, wie er das Problem lösen kann!

Gibt es interne 302 Weiterleitungen?

  • In welchen Größenordnungen werden interne 302 oder auch 301 Weiterleitungen verwendet?
  • Bitten Sie den jetzigen Inhaber der Webseite um eine Lösung, diese internen Weiterleitungen gegen richtige Verlinkungen zu ersetzen.
  • Diese zusätzliche Arbeit mindert selbstverständlich den Wert des Projektes für den Fall, dass Sie die Reparatur dieses Problem selbst übernehmen.

Gibt es Seiten mit mehr als einem H1 Tag?

  • Bei wie vielen Seiten taucht dieses Problem auf?
  • Das sollte nicht sein, daher muss dieses Problem gelöst werden.

Existieren auf der Seite Bilder ohne Alt Text?

  • Wie viele Seiten und wie viele Bilder sind von diesem Problem betroffen?
  • Notieren Sie sich diese Daten, um später bei der Preisverhandlung argumentieren zu können.

Gibt es defekte extern-verlinkte Inhalte?

  • Auf welche Seiten und in welchen Größenordnungen werden diese defekten Links gesetzt?
  • Passen die angelehnten Seiten zum Thema der Seite?
  • Wie viele Links müssen gegebenenfalls repariert oder gelöscht werden?

Existieren indexierbare Seiten mit H1-Duplikat?

  • Wie viele Seiten sind insgesamt von diesem Problem betroffen?
  • Wie viele Stunden werden benötigt, um die doppelten Überschriften zu korrigieren?
  • Wer übernimmt die Kosten/den Aufwand, dieses Problem zu lösen?

Gibt es Seiten die nicht einzigartig sind (Duplicate Content)?

  • Wie viele Seiten sind von dem Problem des doppelten Inhalts betroffen?
  • Sind die Seiten insgesamt Themen relevant für das Projekt?
  • Wie viele Stunden sind nötig, um redaktionelle Abhilfe zu schaffen und wer übernimmt diese Kosten?
  • Handelt es sich womöglich um Raubkopien von anderen Webseiten?
  • Existieren darüber hinaus andere juristisch nicht einwandfreie oder ab meinfähige Verstöße?
  • Wurde das Webprojekt bereits wegen derartiger Dinge abgemahnt und wenn ja von wem und weswegen?

Gibt es Seiten mit Title-Duplikaten?

  • Da dieses Problem auf einer Website häufiger auftritt, ohne dass es geändert werden kann, muss es differenziert betrachtet werden.
  • Wie viele Webseiten sind insgesamt betroffen und welche Art von Unterseiten sind betroffen?
  • Wie hoch ist der Aufwand, dieses Problem zu lösen und er trägt die Kosten dafür?
gründerlexikon tipp

Einen fairen Preis für Ihre Webseite finden!

Mit meinem Excel-Rechner können Sie folgendes tun:

  1. technische Bewertung (Backlinks, onpage-Status, Alter der Webseite, Besucher)
  2. wirtschaftliche Bewertung (4 gängige Methoden der Unternehmensbewertung)
  3. Domainbewertung (nach SCHARF-Bewertungsmodell von Dr. Björn Benken)
  4. EXCEL-Rechner anpassen
  5. Formeln einsehen
  6. Ergebnis: Kaufpreisempfehlung für das Webprojekt

Opens external link in new windowJetzt downloaden!

Existieren Seiten mit weniger als 300 Wörtern?

  • Dieses Problem könnte sehr zeitaufwendig werden, wenn es viele Seiten betrifft, welche nachträglich geändert und erweitert werden müssen.
  • Wie viele einzelne Seiten sind davon betroffen?
  • Wie hoch ist der redaktionelle, zeitliche und monetäre Aufwand und wer übernimmt diesen?

Gibt es Links zu potentiell unseriösen Seiten?

  • Da dieses Problem oft subjektiv zu betrachten ist, muss im Einzelfall entschieden werden, ob die Verlinkung notwendig, gerechtfertigt und folglich ggf. unseriös ist.
  • Entscheiden Sie und befragen Sie gegebenenfalls den Inhaber der Webseite nach den Beweggründen der Verlinkung.

Existieren defekte Seiten oder Weiterleitungen?

  • Ein sehr wichtiger Fehler, der unbedingt behoben werden muss: Wie viele Verlinkungen sind davon betroffen?
  • Können diese Verlinkungen oder Weiterleitungen automatisiert behoben werden oder ist es tatsächlich Handarbeit?
  • Wie hoch ist der Aufwand und wer übernimmt die Korrektur dieses Fehlers?

Sind Seiten mit besonders langer Ladezeit oder mit enormer Speichergröße vorhanden?

  • Wie viele Unterseiten sind von diesem Problem betroffen?
  • Wo liegen die Ursachen für die langen Ladezeiten und Speichergrößen der Seiten?
  • Wie kann das Problem behoben werden und wer kommt für den Aufwand auf?

Warum wird in die Berechnung nicht dieses oder jenes Kriterium eingeschlossen?

Auf diese Frage warte ich förmlich schon, denn jeder Experte oder jeder Webseitenbetreiber, der glaubt, er habe tatsächlich Expertenwissen, wird diese Frage stellen. Leider ist es sehr traurig, dass die meisten sich gar keine Gedanken darüber machen, welche Kriterien überhaupt bei der Ermittlung eines Kaufpreises eine Rolle spielen und jeder Unternehmer oder Webseitenbetreiber glaubt der Beste bei der Bewertung zu sein, die meisten Erfahrungen zu haben und somit versucht jeder der "Experte" eine vorgegebene Berechnung durch seine individuellen Kriterien, seine persönlichen Hinzufügungen zu ändern zu "verbessern" und damit zu sagen:

"Ja deine Berechnung kann ja gar nicht stimmen, es fehlt ja folgendes Kriterium, ich habe es hinzugefügt. Erst jetzt stimmt der Preis der Webseite."

Letztlich führen alle Kriterien mehr oder weniger über Google zu mehr oder weniger Besuchern und über den Flaschenhals der Besucher letztlich zum einzig wahren Bewertungskriterium einer Domain oder einer Webseite: dem Umsatz (und letzten Endes der Gewinn)

Ja, der Umsatz ist das Einzige was tatsächlich den Wert einer Webseite, eines Unternehmens widerspiegelt, daher können wir uns totschlagen und weitere 33.000.000 Kriterien entwickeln. Ja wir können sogar den kompletten Google-Algorithmus in die Bewertungsmethode integrieren, es wird immer wieder zu Besuchern und somit zu mehr oder weniger Umsatz führen. In diesem Sinne appelliere ich an Ihren Menschenverstand, meine Berechnungen, meine Ausführungen und Opens external link in new windowinsbesondere meine Exceltabelle nur als Hilfsmittel, nicht jedoch als endgültiges Docma zu verwenden. Erarbeiten Sie sich mit meinen Texten und mit meiner erstellten Excel-Tabelle das Thema, verstehen Sie gewisse Kriterien, verstehen Sie Zusammenhänge und lernen Sie mit diesem Verständnis die Verhandlungen mit dem Geschäftspartner so zu führen, dass dieser den Eindruck hat, Sie hätten Ahnung von dem Thema. So können Sie wesentlich bessere Preise erzielen, wirken sicherer und der Preis entsteht nun tatsächlich durch die Verhandlung, nicht durch die Berechnung. In diesem Sinne viel Erfolg.

Zusammenfassung

Es gibt eine Unmenge an internen und externen Fehlern und Kriterien ein Webprojekt zu überprüfen. Hier sind nur einige wenige und aus meiner Sicht die wichtigsten genannt. Aus allen jedoch ergeben sich zusätzliche Fragen und insbesondere zusätzliche zeitliche Aufwendungen, die entweder der Käufer oder der Verkäufer der Webseite tragen muss. Die Übernahme dieser Kosten ist bei den Vertragsverhandlungen und insbesondere bei den Preisverhandlungen zu berücksichtigen und zu klären.

2.2. Wirtschaftliche Analyse des Webprojektes

Die wirtschaftliche Analyse beinhaltet vorwiegend eine Analyse der Rentabilität, der Nachhaltigkeit sowie der vorhandenen und zukünftigen Kostenstruktur des Webprojekts.

Wie hoch sind die Einnahmen und Ausgaben?

  • Wie hoch sind die Einnahmen und Ausgaben je Monat / Jahr?
  • Gibt es Trends, Spitzen bei den Einnahmen?
  • Gibt es Potentiale bei der Monetarisierung?
  • Wie hoch ist der Gewinn je Monat / Jahr?

Wie hoch ist der Aufwand für die Erstellung der Inhalte?

  • Was wurde in der Vergangenheit explizit für die Redaktion monatlich ausgegeben?
  • Wie anfällig ist der Inhalt gegenüber nötigen Aktualisierungen?
  • Wie oft muss durchschnittlich ein Artikel, eine Gruppe von Artikeln oder bestimmte Bereiche monatlich aktualisiert werden?
  • Wie viele Redakteure oder Autoren sind regelmäßig dauerhaft für dieses Projekt tätig?
  • Welche Quellen wurden zur Erstellung der redaktionellen Beiträge genutzt? (Textbroker, freie Autoren oder Redakteure, Angestellte Redakteure)

Ist das Thema des Webprojektes auch in Zukunft aktuell?

  • Wie anfällig ist das Hauptthema der Webseite gegen Trendänderungen, Gesetzesänderungen oder andere Modeerscheinungen in der Zukunft?
  • Kann gegebenenfalls eine redaktionelle Anpassung erfolgen, um das Thema der Webseite gegen dieses Risiko abzusichern?

Welche zusätzlichen umsatzbringenden Kooperationen und Verträge wurden geschlossen?

  • Welche Einnahmequellen monetarisieren dieses Projekt?
  • Welcher Potenziale sind diesbezüglich vorhanden?
  • Gibt es Vorbestellungen oder Abos?
  • Welche vertraglichen Bindungen gibt es aufgrund der Einnahmequellen und Kooperationen?

Wie ermittle ich den endgültigen Preis der Webseite?

Der Kauf einer Webseite (als eine Form der Unternehmensnachfolge) kann auch als Gründungsstrategie zur Debatte steht. Die Vor- und Nachteile haben Sie schon gelesen und sofern Sie sich nun zu einem Webseitenkauf entschließen, werden Sie sogleich nach der Preisermittlung eines Webprojektes fragen.

Unterscheiden Sie zwischen Kaufen einer einzelnen Domain oder ein komplettes Webprojekt (siehe obige Ausführungen). In der Praxis gibt es auch Anbieter, die sich nur auf die Domains spezialisiert haben. Dort werden ausschließlich Domains bewertet, ge- und verkauft. Der Kauf einer Domain kommt, wenn man so will, dem "Neustart" oder dem "Webprojekt bei Null beginnen" gleich.

gründerlexikon tipp

Einen fairen Preis für Ihre Webseite finden!

Mit meinem Excel-Rechner können Sie folgendes tun:

  1. technische Bewertung (Backlinks, onpage-Status, Alter der Webseite, Besucher)
  2. wirtschaftliche Bewertung (4 gängige Methoden der Unternehmensbewertung)
  3. Domainbewertung (nach SCHARF-Bewertungsmodell von Dr. Björn Benken)
  4. EXCEL-Rechner anpassen
  5. Formeln einsehen
  6. Ergebnis: Kaufpreisempfehlung für das Webprojekt

Opens external link in new windowJetzt downloaden!

Was hat eine Auswirkung auf den Preis eines Webprojektes?

Es gibt unzählige technische und nicht technische Dinge, die den Preis eines Webprojekts verändern können. Aufgrund meiner eigenen Erfahrung und meiner Recherche im Internet möchte ich Ihnen im folgenden eine kleine Liste der Faktoren zusammentragen, die den Preis eines Webprojektes beeinflussen können:

  • Vorhandene Backlinks (Gibt es dahingehend Garantien, einen Rückbau oä. Dinge zu beachten?)
  • Besucherzahlen je Monat
  • Einnahmen und Ausgaben je Monat / Jahr
  • Gewinn je Monat / Jahr
  • themenrelevante Platzierungen bei Google
  • Besucherquellen
  • Inhalte und Aufwand für die Erstellung oder Weiterführung
  • Qualität der Domain
  • Thema des Webprojektes auch in Zukunft aktuell?
  • Trend der Einnahmen?
  • Gibt es Potentiale bei Monetarisierung?
  • Existieren relevante, aber zeitlich begrenzte Besucherströme oder virale Effekte, die genutzt, ausgebaut werden können und von denen man als Käufer lernen könnte?
  • Welche zusätzlichen Umsatzbringenden Kooperationen und Verträge wurden geschlossen?
  • Gibt es durch den Verkauf ein begleitendes Coaching durch den Verkäufer, so dass nachgelagerte Fragen beantwortet werden können?

Erfahrungsgemäß sind nie alle Faktoren gleichzeitig relevant. Die Intention beim Käufer oder beim Verkäufer spielen eine wesentliche Rolle und haben ebenso Einfluss auf den Preis eines Webprojektes. Das heißt: Dem Einen ist das wichtig, dem Anderen jenes.

Letztlich muss das Webprojekt technisch und inhaltlich analysiert werden, um auf dieser Basis einen Preis bestimmen zu können. Dieser Preis muss nicht der endgültige Preis sein, es ist jedoch ein Basispreis, um die Verhandlungen beginnen zu können.

Welche wirtschaftlichen Bewertungsmethoden können für die Preisfindung genutzt werden?

In der Praxis gibt es unzählige Methoden, ich möchte mich auf die wichtigsten Methoden der Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen zum Zwecke der Bilanzierung beschränken. Ich möchte zeigen, wie der Preis einer jeden Methode ermittelt wird und welche Vorteile und auch Nachteile jede Methode mit sich bringt.

DCF Methoden bei bilanzierenden Unternehmen anwenden

Die discountet cash flow Methoden, wie ich Sie bereits in dem Artikel zur Ermittlung des Kaufpreises zur Unternehmensnachfolge erwähnt und beschrieben habe, können aufgrund der zugrundeliegenden Bilanzwerte und Kennzahlen bei Onlineshops oder Webprojekten angewandt werden, die wegen ihrer Größe und Komplexität, aber auch durch Verpflechtungen, Unternehmensbeteiligungen oder Konzernzugehörigkeiten eine Bilanz nach HGB oder anderer Bewertungsgrundsätzen erstellen müssen.

Ich empfehle zum Beispiel die Anwendung der DCF Verfahren bei der Kaufpreisermittlung von Webseiten wie:

  • zalando.de - zalando SE
  • gutefrage.net - gutefrage.net GmbH

Bewertungsmethoden im Überblick

Ertragsorientierte Methoden

Das Ertragswertverfahren ist eine Methode der Gesamtbewertung eines Webprojektes. Es zielt auf den zukünftigen Erfolg des Webprojektes ab. Man geht also davon aus, dass der zukünftige Erfolg (Gewinn) sich in einer gewissen Weise entwickelt. Man kann auch die Annahme zugrunde legen, der Erfolg entwickelt sich mindestens genauso gut, wie er es in der Vergangenheit getan hat. Darüber hinaus wird in der ertragsorientierten Methode (im Ertragswertverfahren) ein Zinssatz ermittelt, welcher das Risiko dieses Webprojektes darstellt.

Vereinfachend kann man anstelle des Ertrags eines Webprojektes den Gewinn des Webprojektes für die Ermittlung des ertragsorientierten Kaufpreises des Webprojektes nutzen. Bei der Zusammenstellung der notwendigen Zahlen muss gegebenenfalls eine Berichtigung oder Korrektur vorgenommen werden.

Vorteile und Nachteile des Ertragswertverfahren

Da die Ermittlung des Ertragswertes von einem Kapitalisierungszins (Risikozins oder Risikofaktor) abhängig ist, weicht der ermittelte Wert eines Webprojektes durch die Veränderung dieses Risikozinssatzes teilweise extrem ab. Anders ausgedrückt: der Wert des Webprojektes reagiert extrem auf die Veränderung des Risikozinssatzes. Der Risikozinssatzes ist jedoch eine variable Größe, welche subjektiv sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer des Webprojektes durch Einigung festgelegt wird. Der Risikozinssatzes ist wiederum abhängig vom Thema des Webprojektes, der zukünftigen Entwicklung.

Beispiel:
Der Risikosatz ist sehr hoch, da das Risiko als sehr hoch eingestuft wird, wenn ein Webprojekt heute zu einem sehr schlecht oder nicht mehr monetarisierbaren Thema wie VHS Videokassetten verkauft werden soll. Wenn man davon ausgeht, dass auf diesem Markt kein Geld mehr zu verdienen ist, kann man auch davon ausgehen, dass eine Webseite keine großartigen finanziellen Erträge mehr abwirft. Demzufolge ist das Risiko eine solche Webseite zu kaufen und weiterzuführen sehr hoch.

Der Gewinn sollte nachgewiesen sein, was eine große Transparenz erfordert, welche durch ein enormes Vertrauen gegenüber dem Verkäufer aufzubauen ist.

kostenorientiert Methode

Die kostenorientierte Methode wird auch Substanzwertverfahren genannt. Bei diesem Verfahren geht man davon aus, man baut die Webseite nach und ermittelt die Kosten für die Rekonstruktion bzw. die Wiederbeschaffung.

Vorteile und Nachteile des Substanzwertverfahrens

Ein enormer Vorteil ist die Verfügbarkeit von Zahlenmaterial. Sie können als Käufer relativ schnell nachvollziehen, wie teuer Texte, Bilder und Programmierung für eine solche Webseite im gegenwärtigen Zeitpunkt sein wird.

Da in den Substanzwert eines Webprojektes nicht der tatsächliche Wert der Webseite (zum Beispiel ein aufgebauter Markenwert, ein vorhandener Kundenstamm, über Jahre hinweg aufgebaute Besucherzahlen, ein Firmenimage und viele weitere immateriellen Werte) einfließen können, ist der Substanzwert relativ ungenau, im Gegensatz zum tatsächlichen Wert des Webprojektes.

marktwertorientierte Methode

Zu dieser Methode habe ich keine konkrete Berechnung Formel, sie ist auch gar nicht nötig, denn wie der Name schon sagt, orientieren sie sich am Kaufpreis eines vergleichbaren Webprojektes am Markt. Stellen Sie sich also vor, Sie finden bei einer Domainhandelsbörse ein Webprojekt, was inhaltlich und von der Größe nach etwa ihrem Zielobjekt entspricht. Wenn dieses Webprojekt nun tatsächlich zu einem bestimmten Preis den Inhaber gewechselt hat, können Sie diesen Preis als Referenzpreis für ihr Zielobjekt annehmen.

Warten Sie auf den tatsächlichen Verkaufspreis!

Machen Sie nicht den Fehler und nehmen Sie den Preis von angebotenen Webprojekten bei einschlägigen Handelsplätzen als Kaufpreis an. Solange zu diesem Preis noch kein Interessent zugeschlagen hat und das Webprojekt über einen entsprechenden Marktplatz gekauft hat, können Sie bei dem Angebotspreis nicht von einem marktorientierten Preis sprechen. Der marktorientierte Preis entsteht erst! bei Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage, wenn also der Käufer mit dem Preis und dem Angebot des Verkäufers zufrieden ist und beide sich auf den Kauf einigen. Genau dann scheint der Preis gefunden worden zu sein, auf welchen Sie sich mit Ihrem Projekt berufen können.

Vorteile und Nachteile der marktorientierten Methode

Ein ganz klarer Vorteil der marktorientierten Methode ist

  • Preisfindung u.U. sehr schnell
  • sehr argumentationstarke Rechtfertigung eines Kaufpreises

Nachteilig hingegen sind folgende Kriterien:

  • fehlende Informationen zu vergleichbaren immateriellen Werten wie Markenname, Kundenstamm oä.
  • selten hundertprozentige Übereinstimmung der am Markt befindlichen Webprojekte
  • Marktwert ist abhängig von Nachfrage, was wiederum von der Bekanntheit und der Publizität des Angebots abhängt

Substanzwertverfahren

Allein den Substanzwert zur Ermittlung des Kaufpreises bei einer Webseite zu verwenden, egal ob Onlineshop oder Redaktionsportal, ist eher ungeeignet und führt m.E. zu einem falschen Kaufpreis. Da der Substanzwert sich lediglich auf die Kosten der Wiederbeschaffung bezieht, sind keine aufgebauten Besucher, Suchergebnis Rankings, Backlinks oder ähnliche über die zeitgenerierte und entstandene immaterielle Werte zur Webseite enthalten, so dass sich der eigentliche Kaufpreis ausschließlich aus materiellen Werten zusammensetzt. Der Substanzwert kann nur als Bestandteil eines Mischverfahrens zur Ermittlung des Kaufpreises verwendet werden.

Buchwertverfahren

Das Buchwertverfahren berücksichtigt gerade für bilanzieren Webprojekte die vorhandenen Aktivposten sowie die Verbindlichkeiten der Webseite. Damit ist das Buchwertverfahren an das  Eigenkapital der Webseite gekoppelt. Damit zahlt der Käufer das Eigenkapital des Webprojektes und somit auch frühere Gewinne oder Verluste, welche im Eigenkapital enthalten sind. In den Gewinnen oder Verlusten der Vorjahre wiederum sind Aufwendungen für die Herstellung des Webprojektes enthalten, so das auch hinsichtlich der Reproduktionskosten eine Entschädigung gezahlt wird. Das Buchwertverfahren berücksichtigt jedoch ebenso wie das Substanzwertverfahren keine immateriellen Wirtschaftsgüter, die gerade bei Webprojekten unter Umständen einen Großteil des Wertes ausmachen können. So kann das Buchwertverfahren keine aufgebauten Backlinks, themenspezifische und hochqualitative Besucherströme sowie Suchmaschinenrankings erfassen. Es fehlt schlicht an einer technischen Komponente in diesem Verfahren, welche je nach Ausprägung des Webprojektes dynamisch angepasst wird. Daher kann auch das Buchwertverfahren nur Teil eines Mischverfahrens zur Ermittlung des Kaufpreises eines Webprojektes sein.

Umsatzverfahren

Das Umsatzverfahren wird beeinflusst durch den Substanzwert, welcher allein, wie bereits festgestellt, keine objektive Aussagekraft zum Kaufpreis eines Webprojektes machen kann. Im Umsatzverfahren wird jedoch darüber hinaus der Unternehmensumsatz mit einem Multiplikator kombiniert, welcher ein variabler Erfahrungssatz der Branche darstellt. Bei diesen dynamischen Hebel kann man technische Komponenten des Webprojektes einfließen lassen, so das das Umsatzverfahren in Verbindung mit den bereits genannten Verfahren als Mischform zur Kaufpreisfindung dienen kann. Die Herausforderung besteht bei der Ermittlung des Preises der Webseite nun darin, genau diesen Erfahrungssatz für jedes einzelne Webprojekt zu ermitteln und zwar aufgrund der zur Verfügung stehenden technischen Parameter des Webprojektes, welche ich bereits eingangs erwähnt hatte.

Insbesondere müssen die Sichtbarkeit, Anzahl der Besucher, unterschiedliche Ausprägungen der Backlinks, die Anzahl der Suchmaschinenrankings, eine Einzelbewertung der Domain und andere Indikatoren in diesen Erfahrungssatz der Branche aufgehen. Nicht zuletzt auch zukunftsorientierte Kriterien von Webprojekten wie soziale Aktivitäten, Markensichtbarkeit oder medienübergreifender Sichtbarkeit, aber auch Inhalte des OnlineReputationManagement sind bei Webprojekten nicht nur heute, sondern auch aus der Vergangenheit besonders wichtig.

Welche Methode kommt letztlich zum Einsatz?

Schwer zu sagen, es hängt von folgenden Kriterien ab:

  • Nachvollziehbarkeit der gewählten Vorgehensweise
  • Wirtschaftlichkeit der gewählten Vorgehensweise
  • zeitgemäßes Verfahren?
  • Objektivität der zugrunde liegenden Wertmaßstäbe
  • handelt es sich um einen Webshop oder eine Redaktionsseite?
  • Wird für das Webprojekt bereits eine eigene Bilanz aufgestellt oder ist das Webprojekt gar nur ein kleiner Teil eines durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung den Gewinn ermittelnden Unternehmens?

In der Summe sind es sicher mehrere Kriterien, die zur einen oder anderen Methode oder zu einer Mischform führen. Aber nicht nur diese genannten Kriterien sind ausschlaggebend, sondern letztlich die notwendige Zustimmung zu einer Entscheidung durch den Käufer und gleichzeitig dem Verkäufer. Es ist eine WIN-WIN-Situation durch eine vertragsrechtliche Einigung herzustellen, welche oben genannte Kriterien beinhalten kann.

Welches Hilfsmittel kann ich zur Preisermittlung eines Webprojektes nutzen?

Nachdem ich mir sehr viele Gedanken zum Thema Unternehmensbewertung (speziell Kaufpreisfindung eines Webprojektes) gemacht, mir einige Bewertungsmethoden intensiv durchgelesen und einige wertvolle Erkenntnisse erlangt habe, konnte ich mithilfe einiger Interviewpartner und meinem Fachwissen im Bereich Suchmaschinenoptimierung und E-Commerce eine Excel-Tabelle entwickeln, welche den meisten Kaufinteressenten bei den meisten Webprojekten eine Hilfe sein wird. Selbstverständlich fehlt immer irgendetwas, so dass ich regelmäßig an der Vervollständigung und Optimierung dieser Tabelle arbeite, insbesondere der Berechnung, der zugrunde liegenden Daten aber auch der Anpassung der einfließenden Kriterien zur Ermittlung des Kaufpreises einer Webseite.

Meine Exceltabelle verschafft Ihnen jedoch den Vorteil der technischen Bewertung der Webseite, welche bei derzeitigen Unternehmensbewertungen am Markt nicht vorhanden ist, denn die Bewertung von Webseiten ist bei betriebswirtschaftlichen Unternehmen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und auch Universitäten ein sehr schwieriges Thema und wird daher sehr oft an den Rand gedrängt oder gar nicht behandelt. Die von mir vorgestellten Tools zur Bewertung beziehen sich sehr häufig auf die reine Internetadresse, also die Domain ohne ein dahinter stehendes Projekt.

Das Geheimnis: Überzeugen durch Kaufpreisvergleich

Durch die Analyse der Webseite erhalten Sie diverse Ergebnisse. Die Kunst den richtigen Preis zu finden ist nun in der Verhandlung den Verkäufer davon zu überzeugen, dass vergleichbare Projekte einen bestimmten Wert erbracht haben und das aktuelle Objekt der Begierde einen ermittelten Wert von X besitzt. Die Ermittlung dieses Wertes müssen Sie dem Verkäufer transparent gestalten, Ihm erklären, wie Sie bewertet haben, warum Sie so bewertet haben und wie Sie entsprechend zum Preis gekommen sind. Wenn diese Überzeugungsarbeit gelingt, ist die Verhandlung abgeschlossen und dem Kauf steht nichts mehr im Wege.

Welche Webseiten Sie verwenden können, um Vergleichspreise für Domains oder Webprojekte zu erhalten:

Zusammenfassung: Preis eines Webprojektes ermitteln

Es gibt sehr viele Methoden, wie oben genannt, beschrieben und verglichen wurde, um den Preis eines Wirtschaftsgutes, hier insbesondere eines immateriellen Wirtschaftsgutes in Form einer Webseite zu finden. Die Gelehrten, Professoren und natürlich die praxisnäheren Webseitenbetreiber selbst streiten sehr häufig, wie viel eine Webseite wert ist und nach welcher Methode zu bewerten sei.

Ich habe gelernt: Der endgültige Preis wird aufgrund der Vorstellungen des Verkäufers sowie durch Verhandlung und letztlich übereinstimmende Vorstellungen des Käufers mit dem Preis gefunden. Sofern die Verhandlung nicht zu einer Übereinstimmung im Preis führen, kommt der Deal nicht zustande. Die Vorstellungen des Verkäufers orientieren sich an folgenden Fragestellungen:

  1. Bekomme ich das in diese Website investierte Geld überhaupt zurück?
  2. Erhalte ich darüber hinaus einen Mehrerlös, mit welchem ich meine zukünftigen Pläne verwirklichen kann?
  3. Würde womöglich ein anderer Interessent mehr bezahlen?
  4. Wenn ja, wo finde ich den?

Aufgrund dieser Fragen können Sie erkennen, dass ein Vertrauensgewinn, eine Übereinkunft und eine Einigung das Ziel aller Bemühungen ist, andernfalls orientiert sich der Verkäufer um und wendet sich Ihnen ab (Ich spreche aus eigenen Erfahrungen). Daher bin ich der Meinung, egal wie Sie den Preis finden möchten: Sie und der Verkäufer müssen damit einverstanden und zufrieden sein, daher ist eine technische Analyse hilfreich, führt aber sehr häufig eben nicht zu dieser Zufriedenheit, dem Einverständnis und dem Abschluss des Deals. Lassen Sie also auch Ihrem Bauchgefühl eine Chance.

Fazit

  1. Laden Sie sich zunächst folgenden Domainhandelsbörsen! Letztlich kommt es auf Ihr Verhandlungsgeschick und den Wettbewerb an. Je mehr Leute anbieten oder nachfragen, je mehr schwankt der Preis nach oben oder unten. Achtung: Der Preis wird verhandelt, eine Bewertung ist nur ein Anhaltspunkt. Wenn Sie einen konkreten Preis haben möchten, sollten Sie Opens external link in new windowmeine Excel-Berechnung nutzen! Dort ist obiges Schema enthalten und führt am Ende zu einem konkreten Preis mit Ober- und Untergrenze.

    2. Benötigen Sie ein Gutachten zu einer Domain?

    Dann sollten Sie z.B. Opens external link in new windowDr. Björn Benken beauftragen, er erstellt Ihnen ein faires Gutachten zu Ihrer Domain.

    3. Haben Sie weitere Fragen zur Domainbewertung?

    Egal ob Sie Fragen haben, eine individuelle Beratung zur Domainbewertung, zum Domainkauf oder dem Kauf eines Internetprojektes benötigen oder sogar direkte Unterstützung beim Kauf eines Webprojektes nutzen wollen, ich helfen Ihnen gern und senden Ihnen in jedem Fall ein kostenloses und unverbindliches Angebot per Mail.
Bewerten Sie jetzt!
 
 
 
 
 
 
 
Bewerten
 
 
 
 
 
 
4 Bewertungen
80 %
1
5
4
 
gründerlexikon tipp

Einen fairen Preis für Ihre Webseite finden!

Mit meinem Excel-Rechner können Sie folgendes tun:

  1. technische Bewertung (Backlinks, onpage-Status, Alter der Webseite, Besucher)
  2. wirtschaftliche Bewertung (4 gängige Methoden der Unternehmensbewertung)
  3. Domainbewertung (nach SCHARF-Bewertungsmodell von Dr. Björn Benken)
  4. EXCEL-Rechner anpassen
  5. Formeln einsehen
  6. Ergebnis: Kaufpreisempfehlung für das Webprojekt

Opens external link in new windowJetzt downloaden!

Meine Name ist Torsten Montag, ich betreibe seit 2004 das Gründerlexikon. 2019 habe ich die GründerAkademie gegründet. Hier finden Sie all die Dinge, die mir geholfen haben, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Machen Sie zuerst meinen UnternehmerTest oder probieren Sie den Geschäftsideenfinder!

ChecklistenMenu
Meine Checkliste

gründerlexikon tipp

Einen fairen Preis für Ihre Webseite finden!

Mit meinem Excel-Rechner können Sie folgendes tun:

  1. technische Bewertung (Backlinks, onpage-Status, Alter der Webseite, Besucher)
  2. wirtschaftliche Bewertung (4 gängige Methoden der Unternehmensbewertung)
  3. Domainbewertung (nach SCHARF-Bewertungsmodell von Dr. Björn Benken)
  4. EXCEL-Rechner anpassen
  5. Formeln einsehen
  6. Ergebnis: Kaufpreisempfehlung für das Webprojekt

Opens external link in new windowJetzt downloaden!

Sind Sie ein Unternehmertyp? Machen Sie jetzt den Test!

Suchen Sie eine Geschäftsidee? Jetzt GeschäftsiIdeenFinder starten!

gründerlexikon tipp

Einen fairen Preis für Ihre Webseite finden!

Mit meinem Excel-Rechner können Sie folgendes tun:

  1. technische Bewertung (Backlinks, onpage-Status, Alter der Webseite, Besucher)
  2. wirtschaftliche Bewertung (4 gängige Methoden der Unternehmensbewertung)
  3. Domainbewertung (nach SCHARF-Bewertungsmodell von Dr. Björn Benken)
  4. EXCEL-Rechner anpassen
  5. Formeln einsehen
  6. Ergebnis: Kaufpreisempfehlung für das Webprojekt

Opens external link in new windowJetzt downloaden!

Besuchen Sie mein Existenzgründerseminar!