Was sollte ein Existenzgründer beim Kauf eines Computers beachten

Die Zeiten als Rechnungen und Quittungen noch per Hand geschrieben wurden, gehören wohl schon seit einigen Tagen der Vergangenheit an. Diese Aufgaben lassen sich heute schnell und Dank der Vorlagen von Office Paketen und des Internets mit einem so genannten Office PC erledigen. Aber auch umfangreichere Software wie Fakturierungsprogramme und spezielle Programme fürs Handwerk (Kalkulationsprogramme oder Planungssoftware) haben gewisse Anforderungen. Nicht zuletzt die Aktualisierung von Software oder auch die Kommunikation per E-Mail verlangt einen Internetanschluss, der ohne PC wenig Sinn macht. Auf den Punkt gebracht heißt dies, mit jeder Existenzgründung ist die Anschaffung eines Bürocomputers oder neudeutsch Office-PCs verbunden und in einigen Fällen Computer mit spezieller Ausstattung.

Computer
Bild: Simple / pixelio.de

Ist es heute noch In einen Aldi-PC zu kaufen?

War es vor einigen Jahren noch üblich auf Discountrechner zu setzen, so sollte heute dieses Kaufverhalten überdacht werden. Dies hat mehrere Gründe, nicht zuletzt der Preis, der dem Kunden als günstig vorgegaukelt wird, was sich in der Endabrechnung als Trugschluss herausstellen wird.

Hardware kommt nie zum Einsatz

In diesen Rechnern schlummert Hardware die in Büros nie zum Einsatz kommt, aber dennoch mit bezahlt werden muss. Teure Prozessoren, die in solchen Systemen stecken, verbrauchen meist mehr Energie als ein Computer, der individuell und somit den Bedürfnissen eines Existenzgründers, Handwerkers oder Dienstleisters angepasst ist. Diese Prozessoren müssen gut gekühlt werden und da schon ein teurer Prozessor verbaut wurde, muss man halt beim Kühler sparen. Das führt dazu, das in sonst ruhigen Büros unnötig für Lärm gesorgt wird. Und nichts ist nerviger als ein lauter PC, der die Konzentration stört.

Was tun, wenn der Lidl-PC streikt?

Aber was ist eigentlich wenn solche Discountgeräte mal streiken, was aus meiner Erfahrnung nicht selten vorkommt. Berichte in den Medien und Fachzeitschriften lassen nichts gutes ahnen. Es standen wohl schon Kleinwagen in Supermärkten, aber sind wir doch mal ehrlich, Neuwagen und auch viele Gebrauchte werden doch wohl immer noch in Autohäusern mit geschulten Fachpersonal gekauft. Gleiches sollte für Computer gelten.

Mediaturn und Satmarkt

Schon besser sieht es in Elektronikmärkten wie Mediamarkt oder Saturn aus, auch was die Beratung betrifft. Hier ist ein Gerät von der Stange das Ziel des Verkäufers. Aber beim Support muss man nicht selten das Gerät abliefern und einschicken lassen. Dies dauert in der Regel Tage bzw. Wochen. Im großen und GAnzen lieber einen Computer dort kaufen als im Aldi, denn die nette Verkäuferin, die Bohnen oder Kaffee auspackt und kassiert, hat nun gar keine Ahnung von Bits und Bytes. Wie auch, das ist nicht ihr Job und das musste sie bisher auch nicht. Die Elektronikmärkte haben sich aber darauf spezialisiert, daher ist dort eine gute Qualität mit einem ordenlichen Support und Service zu erwarten. Was allerdings nicht heißen muss, das der Existenzgründer dort auch am besten bedient ist oder wird.

Was ist aber das Beste für den Gründer und sein Computerkauf?

Ein PC aus einzelnen Komponenten vom Fachmann zusammengestellt ist des Rätsels Lösung. Ganz nach den Anforderungen einzelner Branchen können diese Geräte geordert werden. Guter Support inklusive, da es das Kerngeschäft solcher Firmen ist und nicht der Verkauf von Lebensmittel.
Ganz auf die Anforderungen der täglichen Arbeit mit dem PC wird hier das Gerät abgestimmt. Da ist schon mal das Netzteil von besserer Qualität, nicht zuletzt wegen der sonst zu hohen Lärmbelästigung. Rechner für die tägliche Büroarbeit wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Internetanwendungen werden meist ohne separate Grafikkarte ausgestattet. Hier befindet sich die Grafikkarte „on Board“ - also auf der Hauptplatine oder auch Mainboard genannt. Diese Rechner können jederzeit mit besserer Grafik aufgerüstet werden. Bei grafikintensiven Berufen, wie der bei Webdesignern, Statikern, Innenraumarchitekten, Künstlern, Malern oder Fotografen, ist das natürlich anders. Hier wird gleich eine separate Grafikarte verbaut, meist mit ATI oder GeForce Chips. So kann der Existenzgründer hier wesentlich mehr aus seinem PC holen, was zumindest die Grafik anbelangt.

Mein Fazit:

Immer erst mal die Frage stellen:

"Für was brauche ich für einen Rechner?" und "Wofür brauche ich den PC, was will ich damit machen?"

Diese Information ist die Grundlage für jeden Verkäufer, um den optimalen Rechner zusammen zu stellen.

Was ist, wenn nichts mehr geht?

Bleibt die Frage nach dem Support für solche Geräte. Branchenprimus Dell bietet seinen Kunden mehrere Varianten von Support, angefangen mit dem 1 Jahr Basis Support - Service am nächsten Arbeitstag, bis zur Ausweitung auf 3 Jahre. Vorab steht schon mal der Telefonsupport, der Probleme eingrenzt und das weitere Vorgehen abstimmt. Auch Support per e-Mail und Chat sind möglich. Fernwartung wird von Firmen meist im Softwarebereich angeboten. Sich vorab über die Servicequalität zu informieren, kann im nachhinein bares Geld sparen. Informationen darüber gibt es im Internet zur Genüge.

Die Preise

Preise sind in dieser Branche tagesabhängig. Dennoch kann man sagen, das ein Einstiegsofficecomputer von einem Fachmann zusammengestellt bereits ab 200 € zu haben ist. Für 500 € bekommt man auf jeden Fall schon einen kleinen Allrounder, der selbst mit aufwendigen Grafikprogrammen Top Leistungen bringt. Der Support sollte selbstverständlich vor Ort durchgeführt werden. So braucht man keinen Aldi, Lidl oder Mediamarkt und bekommt trotzdem einen guten PC mit rundumbetreuung ohne dafür aus dem Haus zu gehen.

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