Nebengewerbe immer als Kleinunternehmer?

Nachdem Sie jetzt wissen, Opens internal link in current windowwie viele Stunden Sie im Nebengewerbe arbeiten dürfen und wie hoch die Opens internal link in current windowHinzuverdienstgrenze beim Bezug von Arbeitslosengeld ist, wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, ob die Kleinunternehmerregelung für Ihre Unternehmung eine gute Idee ist. Denn auch wenn man sich die Formalitäten der Umsatzsteuer gerne spart, ist sie nicht immer die richtige Lösung.

Oft zu kurz gedacht

Sich zu Beginn der Selbstständigkeit für die Kleinunternehmerregelung zu entscheiden, scheint naheliegend. Immerhin spart man sich damit auch lästige Formalitäten wie die monatliche Umsatzvoranmeldung sowie die regelmäßigen Überweisungen an das Finanzamt. Viele Existenzgründer denken dabei aber an einen zu kurzen Zeitraum. Haben Sie vor, langfristig Ihren Lebensunterhalt mit Ihrer Selbstständigkeit zu bestreiten, ist die Opens internal link in current windowUmsatz(!)grenze von 17.500 Euro pro Jahr (~ 1.458 Euro pro Monat) zu knapp bemessen. Und übrigens: Ihre Opens internal link in current windowAusgaben im Zusammenhang mit der Kleinunternehmerregelung bleiben vollkommen unberücksichtigt.

Im ersten Jahr geht die Rechnung vielleicht noch auf, da das Geschäft noch nicht richtig angelaufen ist. Stellt sich dann aber schon bald der Erfolg ein, kann es passieren, dass das Finanzamt nachträglich feststellt, dass der Kleinunternehmerstatus wegen Überschreitung der Umsatzgrenzen nicht gerechtfertigt war. In der Folge wird die aufgrund der Kleinunternehmerschaft nicht einbehaltene Umsatzsteuer nachgefordert – Liquiditätsprobleme sind dann beinahe vorprogrammiert.

Tipp: Überlegen Sie sich genau, welche Umsatzziele Sie anstreben. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie die Umsatzgrenze von 17.500 Euro in einem absehbaren Zeitraum überschreiten werden, sollten Sie gleich für die Umsatzsteuerpflicht optieren.

passfoto torsten montag

E-Book: Kleinunternehmer, Kleinunternehmerregelung & Steuern

Das 14-seitige E-Book "Kleinunternehmer und Steuern" beantwortet viele der Fragen, die oft hier im Gründerlexikon zu allen Steuerbereichen in Zusammenhang mit der Kleinunternehmerregelung gestellt werden. Sei es, ob ein Kleinunternehmer überhaupt Steuern bezahlen muss. Und wenn ja, welche.

Generell ist es so, dass auch Kleinunternehmer Unternehmer sind, die in jedem Fall mindestens einmal jährlich eine Steuererklärung erstellen müssen. Möglicherweise werden sie, unterhalb einer bestimmten Grenze, keine Einkommen- und Gewerbesteuer bezahlen müssen. Und auch keine Umsatzsteuer, wenn der Antrag auf Befreiung von der Umsatzsteuer gestellt worden ist. Das entbindet die Unternehmer aber nicht von der Abgabe der Steuererklärung.

Im E-Book „Kleinunternehmer und Steuern“ wird zuerst eindeutig definiert, welche Unternehmer die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen können. Die Grenze zur Umsatzsteuerveranlagung sollten Unternehmer hier stets im Blick haben.

Im weiteren Verlauf geht es um die Versteuerung des Einkommens generell sowie die grundlegenden Steuerarten Einkommensteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer. Und schließlich wird anhand eines Beispiels erläutert, dass man als Kleinunternehmer auch rückwirkend vom Finanzamt umsatzsteuerpflichtig gemacht werden kann.

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Wann sich die Kleinunternehmerregelung lohnt

Die Kleinunternehmerregelung kann sich in einigen Situationen lohnen:

  • Sie betreiben Ihr Gewerbe nur als Nebengewerbe und sind sicher, dass Sie die Umsatzgrenzen auch in den kommenden Jahren nicht überschreiten werden.
  • Sie möchten sich den administrativen Aufwand, der mit der Umsatzsteuerpflicht einhergeht, um jeden Preis sparen.
  • Sie haben in erster Linie mit privaten Endkunden zu tun, für die die Umsatzsteuer kein durchlaufender Posten ist. Der Vorteil liegt in der Preiskalkulation, da Sie beim Endpreis die Umsatzsteuer nicht berücksichtigen müssen.

Wann Sie besser die Umsatzsteuerpflicht wählen

Die Umsatzsteuerpflicht hingegen ist in folgenden Fällen die bessere Wahl:

  • Sie möchten aus Imagegründen nicht, dass andere Unternehmer über Ihre Umsätze Bescheid wissen. Optieren Sie als Kleinunternehmer, weiß Ihr Gegenüber, dass Ihre Umsätze unter 17.500 Euro liegen müssen und sieht Sie unter Umständen als „Kleinkrämer“ an.
  • Wenn Sie mit Waren handeln, ist die Kleinunternehmerschaft meist auch relativ uninteressant, da Sie die Umsatzgrenzen sehr schnell erreichen. Mitunter fallen Sie aufgrund hoher Anfangsinvestitionen aus der Regelung bereits heraus, noch bevor Sie nennenswerte Gewinne einfahren haben können. Deshalb ist es hier schlauer, gleich die Umsatzsteuer auszuweisen.
  • Planen Sie hohe Anfangsinvestitionen ein, beispielsweise für benötigte Technik, sollten Sie sich umsatzsteuerlich erfassen lassen. Sie können dann die Vorsteuer geltend machen und so ihre Liquidität zu Beginn schonen.
  • Wenn Sie überwiegend für Gewerbekunden arbeiten, sind Sie als umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer deutlich attraktiver. Sie können Ihre Rechnungen nämlich später selbst steuerlich geltend machen und somit ebenfalls die Vorsteuer sparen, die sie bei der Kleinunternehmer-Rechnung nicht abziehen könnten.

Es lohnt sich deshalb für Unternehmer, sich bereits frühzeitig Gedanken darüber zu machen, welche Umsätze sie sich für ihr Geschäft erhoffen und mit welcher Kundenart sie es überwiegend zu tun haben werden. Diese Faktoren sind entscheidend für die Frage, ob die Kleinunternehmerregelung oder die Regelbesteuerung sinnvoller sind.

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"Eine gute Entscheidungshilfe liefert unser Onlinerechner zur Kleinunternehmerregelung."

Häufige Fragen zum Thema "Nebengewerbe"

Lesen Sie im nächsten Artikel, Opens internal link in current windowwann Sie Ihren Arbeitgeber über Ihr Nebengewerbe informieren müssen oder wählen Sie eine andere der am häufigsten gestellten Fragen zum Nebengewerbe!

 

Viel Spaß beim weiteren Lesen wünscht Ihnen

Ihr Torsten vom

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