Am von Torsten in Studien geschrieben
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Bio-Produkte

Bio-Produkte auf dem Vormarsch

Bio ist auf dem Vormarsch. Zumindest besagt das die Mintel Global New Products Database (GNPD). Denn die hat herausgefunden, dass die Gesamtzahl an neuen Lebensmitteln und Getränken, die global zwischen August 2009 und Juli 2019 eingeführt wurden, von 6% auf 10% angestiegen ist. Am stärksten ist der Zuwachs in Europa, aber auch in Nordamerika ist ein kräftiger Anstieg an Bio-Produkten zu beobachten.

Frische Gurken und Tomaten, auf die Wasser geschüttet
Da bekommt man doch richtig Lust auf Bio-Produkte.
© Sponchia / pixabay.com

Dingelstädt, 02. November 2019 - Die GNPD hat die Innovationskraft für Bio-Lebensmittel und -Getränke auf der ganzen Welt untersucht. Neben der Innovationskraft waren auch die Verbraucher und deren Beweggründe Teil der Untersuchungen.

Europa ist Vorreiter

Betrachtet man die Entwicklungen von Lebensmitteln und Getränken mit Bio-Auslobungen in Europa, so zeigt sich, dass sie in den letzten zehn Jahren von 9% auf nun 17% gestiegen sind. Spitzenreiter in Europa sind Frankreich mit 22% aller Einführungen von Bio-Lebensmitteln und -Getränken in Europa, gefolgt von Deutschland mit 20% und Spanien mit 9%. Insgesamt also starke Werte auf dem europäischen Kontinent.

Aber auch in Nordamerika ist ein starker Anstieg an Bio-Produkten zu verzeichnen. Dort ist der Anteil an Bio-Produkten auf 15% gestiegen - vor zehn Jahren waren es gerade einmal 9%. Auch im Rest der Welt, wie beispielsweise den Wirtschaftsräumen Asien-Pazifik, Lateinamerika sowie Arabien-Afrika ist der Bio-Anteil gestiegen. Dort war der Anstieg allerdings nur sehr gering. In Lateinamerika und Asien-Pazifik betrug er weniger als 3%.

Katya Witham, Global Food & Drink Analystin bei Mintel, vermutet die Ursache für das “Bio-Wachstum in Europa” in den zunehmenden Verbrauchersorgen. Allen voran sieht sie die Sorgen um die Umwelt sowie die eigene Gesundheit als Gründe für die Entwicklungen in Europa. Das Resultat: Europa ist Vorreiter in Sachen Bio-Lebensmitteln und -Getränken.

Die Expertin merkt aber auch an, dass nach wie vor Innovationsmöglichkeiten im Bio-Segment existieren, auch wenn Bio-Produkte mittlerweile einen festen Platz in den wichtigsten Distributionskanälen haben. Bereiche mit Innovationsmöglichkeiten seien diejenigen, in denen Bio-Auszeichnungen bisher noch keine große Bedeutung inne hatten. Als Beispiel nennt Witham das Weingeschäft.

Ethisch und “Frei-von” - Das kommt gut an

Die Forschungsresultate von Mintel zeigen außerdem auch einen Anstieg von Bio-Produkten in Europa, die mit dem Label “Frei-von” ausgezeichnet sind. In den zehn letzten Jahren hat sich der Anteil mehr als verdoppelt (jetzt: 43%). Ein ähnlicher Anstieg ist bei ethischen Positionierungen zu beobachten: Vor zehn Jahren trugen circa 23% der Bio-Lebensmittel- und Getränke eine Auslobung als “ethisch”. Heute sind es bereits 41%.

Laut Witham werden Bio-Auszeichnungen zunehmend Teil einer umfassenderen Gesundheits- und Ethik-Positionierung. Weil Veganismus und pflanzenbasierte Ernährung im Trend liegen, haben Hersteller begonnen die beiden Themen mit Bio zu kombinieren. Knapp die Hälfte der im letzten Jahr eingeführten veganen Lebensmittel waren als Bio deklariert. Für Biomarken bietet sich durch den Verzicht auf tierische Inhaltsstoffe die Chance, ihre Produkte neben der Nachhaltigkeit auch noch um eine ethische Komponente zu ergänzen.

Zielgruppe: Millenials und Generation Z

Von Mintel geführte Online-Umfragen haben ergeben, dass in Europa Millenials (25-34 Jahre) und Verbraucher der Generation Z (16-24 Jahre) bei Bio-Lebensmitteln die größte Kaufbereitschaft zeigen. Die jüngeren Konsumenten kaufen mehr Bio-Lebensmittel und zeigen auch eine höhere Akzeptanz für die höheren Preise als andere Generationen. Das trifft vor allem auf die jungen Spanier zu: 38% der 16-24-Jährigen sind dort der Meinung, dass Biowaren ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Bei den jungen Deutschen hingegen sind es nur 27% der Generation Z.

Warum gerade die Generation Z eine hohe Kaufbereitschaft für Bio-Produkte hat und damit die ideale Zielgruppe für Bioprodukte ist, kann Witham auch erklären: Die Generation Z sei in einer Zeit aufgewachsen, in der Gesundheit und Wellness im Vordergrund stehen. Außerdem seien für diese Generationen die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Konsums von enormer Bedeutung. Das könne das zukünftige Wachstum des Bio-Sektors auch weiterhin fördern. Weil sich scheinbar immer mehr Angehörige dieser Altersgruppen als “Foodies” verstehen, hätten Premium-Convenience Produkte mit Bio-Labeln auf jeden Fall Marktpotenzial, denn die Produkte richten sich an diejenigen, die sowohl unterwegs als auch unter Zeitdruck keine Kompromisse beim Essen eingehen wollen und deshalb auf der Suche nach gesunden, aber auch schnell verzehrbaren Lebensmitteln sind.

Lesetipp: Die Studie hat ergeben, dass besonders in Europa die Innovationskraft bei Bio-Produkten besonders hoch ist. Vielleicht haben ja Sie die nächste geniale Idee für ein Bio-Produkt? Dann sollten Sie in der Gründercheckliste lesen, wie Sie aus einer Innovation eine Geschäftsidee entwickeln können. Es lohnt sich, denn das hier vorgestellte Forschungsergebnis hat gezeigt: Es herrscht ein großes Marktpotenzial in diesem Bereich!

Quelle: Mintel

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