Am von Torsten in Buchführung und Steuererklärung geschrieben
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Das sollten Handwerker für 2017 wissen

Steuerabzug für Handwerkerleistungen und haushaltsnahe Dienstleistungen

Unternehmer und Selbstständige die haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen erbringen, sollten auch immer auf dem aktuellsten Stand sein, was ihre Kunden von der Steuer absetzen können. Denn so beweisen sie Fachkompetenz und zeigen, dass sie für ihre Kunden mitdenken und nicht nur stur ihr Aufgabenfeld bearbeiten. 2017 hat sich für Handwerker und Unternehmer im Dienstleistungssektor dahingehend einiges geändert.

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Hausmeisterleistungen sind nach wie vor gefragt.
© stux / pixabay.com

Berlin, 27. Januar 2017 - Es könnte eine Art zusätzliche Beratungsleistung für Kunden sein, zu zeigen bzw. zu erwähnen, welche Leistungen sie von der Steuer absetzen können. Selbstverständlich sind Handwerker keine Steuerberater, doch ihre Kunden freuen sich sicherlich über jeden Hinweis, wie sie Geld sparen können. Dazu müssen Unternehmer immer auf dem Laufenden sein, was steuerliche Änderungen betrifft. Das Bundesfinanzministerium hat für 2017 einige Änderungen beschlossen, was Regelungen zum Steuerabzug für haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen angeht, schreibt steuertipps.de. Die wichtigsten Aktualisierungen finden Unternehmer in diesem Artikel.

Privatleute können mehr von der Steuer absetzen

Begriff Haushalt wird weiter gefasst

Der Begriff “Haushalt” wird ab 2017 etwas weiter gefasst und nicht mehr streng nur auf den typischen “Haushalt” angewandt. Jetzt kann sich Haushalt auch auf angrenzende Grundstücke beziehen. Voraussetzung ist, dass die Dienst- oder Handwerkerleistung auch dem eigenen Grundstück dient. Als Beispiel dienen hier Kosten für den Winterdienst auf öffentlichen Gehwegen vor dem eigenen Grundstück. Das kann als haushaltsnahe Dienstleistung in der Steuererklärung berücksichtigt werden.

Kosten für Ver- und Entsorgungsnetze

Hausanschlusskosten an das öffentliche Ver- und Entsorgungsnetz können ebenfalls im Rahmen der Steuererklärung berücksichtigt werden. Allerdings müssen dabei noch einige Dinge zu beachten, die Leser im Rundschreiben des Bundesfinanzministeriums finden.

Kontrollprüfungen

Kosten in Verbindung mit Kontrollmaßnahmen durch Handwerker, die dazu dienen, einen Schaden abzuwehren, dürfen ebenfalls in der Steuererklärung angegeben werden, ebenso wie die Beseitigung von Schäden. Darunter würden zum Beispiel Dichtheitsprüfungen von Abwasserleitungen, Kontrollprüfungen durch den TÜV, Kontrolle von Blitzschutzanlagen usw. fallen.

Notrufsystem im “Betreuten Wohnen”

Dieser Punkt ist sicherlich für Unternehmer interessant, die in der Sicherheitsbranche arbeiten. Ein Notrufsystem im Rahmen des “Betreuten Wohnens”, welches durch die Betreuungspauschale abgegolten ist, und eine 24 Stunden Hilfeleistung bietet, kann ebenfalls Steuerbegünstigt angegeben werden. Das gesamte Schreiben des Bundesfinanzministeriums finden Unternehmer hier: BMF-Schreiben vom 9.11.2016, Az. IV C 8 - S 2296-b/07/10003 :008)