Systematischer Linkaufbau von Anfang an bei Startups

Die Suchmaschinenoptimierung oder abgekürzt SEO für search engine optimization ist für Startups von der Gründung an ein zentrales Thema, denn eine gute Position bei Google, Yahoo, Bing etc. ist bares Geld wert und kann das Überleben eines Startups bedeuten.

Bild: Simon / pixabay.com

Verlinkungen helfen heutigen Suchmaschinen zu erkennen, welche Seiten wirklich wichtig sind

In der Wissenschaft gilt das Prinzip, dass eine wissenschaftliche Quelle von Wichtigkeit für ein bestimmtes Thema ist, wenn diese von anderen wissenschaftlichen Aufsätzen häufig zitiert wird. Suchmaschinen wie Google gewichten einzelne Webseiten in Bezug auf verschiedene Suchwörter neben anderen – meist geheim gehaltenen - Faktoren auch nach der Anzahl der Verlinkungen, die von anderen Seiten auf die betreffende Webseite verweisen. Wer also auf der Pool Position bei Google stehen will, ist gut beraten, fleißig viele, viele Verlinkungen zu sammeln. Je wettbewerbsintensiver ein Keyword ist, umso mehr Hyperlinks sind in der Regel vonnöten. Zu schnell und zu aggressiv sollte der Linkaufbau allerdings nicht erfolgen, da auch die Suchmaschinen heute die meisten gängigen Spamtechniken erkennen. Auch sollten Verlinkungen nicht eingekauft werden, da dies gegen die Richtlinien der Suchmaschinen verstößt. Im Extremfall würde die Verbannung aus dem Index drohen.  

Wie mit dem Linkbuilding beginnen?

Da ein Link aus der Sicht eines Startups mindestens zwei Funktionen hat, macht es Sinn, sich zunächst Gedanken zu machen, welche Ziele Verlinkungen haben. Ein Ziel wurde schon erwähnt, dies ist die Rankingfunktion, die Verlinkungen haben kann in Bezug auf das Ranking bei Google. Davor steht aber die eigentliche Funktion eines Links, nämlich die der Empfehlung einer externen Internetseite. Zudem hat ein Link auch eine Nutzen für den Surfer, weil er mit Hilfe eines Links komfortable andere Webseiten ansteuern kann.  Auch diese Funktion ist wichtig, weil ein Link ja auch Besucher direkt und ohne den Umweg über Google auf die Webseite des Startups befördern kann.

Deshalb ist es für jedes Startup angezeigt von Anfang an alle relevanten Medien zu kontaktieren, um über die eigenen Gründung zu informieren mit dem Ziel, dass die Leser des jeweiligen Mediums von der Gründung erfahren und ganz nebenbei wichtige Verlinkungen aufgebaut werden.  Dies können spezielle Startup-Medien wie sein, aber auch spezielle Branchenmedien Auch Blogger sollte man in diese Informationskampagne durchaus mit einbeziehen.

Wo findet man weitere Linkquellen?

Wenn im oben genannten ersten Schritt alle relevanten Internetseiten kontaktiert wurden, sollten im Weiteren solche Linkquellen identifiziert werden, die den eigenen Internetauftritt mit Verlinkungen empfehlen können. Das kann auch die Lokalpresse sein. Internet-Shops können die sie beliefernden Firmen ansprechen, dass man als Bezugsquelle aufgeführt wird. Einzelne Städte erlauben lokalen Unternehmungen Einträge auf den Internetseiten der Gemeinde. Hier ist durchaus Kreativität, Fleiß und Hartnäckigkeit gefordert.

Welche Anreize zur Verlinkung kann man anbieten?

Der Linkaufbau sollte als langfristige und fortlaufende Aufgabe erkannt und betrieben werden. Erfolgreiche SEOs sind in der Regel deshalb erfolgreicher als andere, weil es ihnen besser gelingt, andere Seitenbetreiber zu motivieren, die eigene Internetseite mit Verlinkungen zu empfehlen. Ein gutes Mittel, sind Pressemitteilungen, die man über einschlägige Presseportale oft sogar kostenlos publizieren kann. Besonders gern greift die Presse Umfrageergebnisse und Erhebungen mit „Forschungscharakter“ auf. Diese werden dann zusammen gern mit dem Initiator der Pressemeldung zitiert. Hier muss man aber auch ein wenig Glück haben, dass die Presse „anbeist“.

Auch Linktausch ist möglich

Ein weiteres erprobtes Mittel des langfristigen Linkaufbaus ist es einen eigenen Blog ins Netz zu stellen. Hier kann man tagesaktuell neue Entwicklungen der neugegründeten Firma aufgreifen und auch z.B. befreundete Blogs dabei mit Verlinkungen empfehlen. Bloggern freuen sich darüber und teilen diese Freude oft durch Rückverlinkung mit.

Welche Möglichkeiten gibt es noch?

Eine wichtige Regel bei Linkbuilding ist, dass interessante und informative Inhalte gern zitiert werden. Dabei fallen dann auch regelmäßig neue Links an. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, hier immer wieder neue Aktivitäten an den Tag zu legen. Für Steuerberater kann es beispielsweise sehr zielführend sein, sich mit Expertenbeiträgen zu aktuellen Steuerthemen „in Szene zu setzen“. Internet-Shops haben es da schwerer. Aber auch hier gibt es diverse Optionen. Sofern man emotionale Produktangebote macht, kann man Widgets anbieten, die z.B. Blogger in ihre Blogs einbauen können, um zu demonstrieren, was sie gerade wieder käuflich erworben haben. Communities und Foren können Widgets anbieten, die die Aktivität eines Mitgliedes demonstrieren oder auf die Profilseite des Forenusers zeigen. Bei solchen Techniken handelt es sich allerdings schon um die hohe Schule des Linkbuildings.

Für Webshops hat es sich in der letzten Zeit des Öfteren originelle Einzelprodukte als Auslöser eines so genannten Linkbaites erwiesen. So der iPhone-Taschen-Anbieter Case-Mate in den Vereinigten Staaten ein so genanntes „recession case“ für das Apple iPhone angeboten. Dabei handelt es sich um eine einfache faltbare Pappe, die man zu einer Hülle zusammenfalten kann. Dieses Gimmick für 0,99 US-$ hat der Firma mehrere Tausend Verlinkungen eingebracht, weil Blogger sich über das Produkt amüsierten.

Wem ein solcher Schachzug gelinkt, dem sind weitere Würdigungen neben weiteren Links aus der Suchmaschinen-Szene sicher. So wie das Geld durch den Zins Geld gebiert, so könnte man auch sagen, dass Links durch die damit verbundene Aufmerksamkeit weitere Links gebären!



Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!