Fehler Nr. 4: Logodesign mit einer unpassenden Schriftart

In den vorangegangenen Artikeln der Gründerlexikon-Logodesign-Reihe wurde immer wieder auf die Notwendigkeit der Abgrenzung zu Konkurrenzunternehmen eingegangen. Auch bei der Wahl der Schriftart macht sich die intensive Recherche bezüglich der eigenen Differenzierung von den Wettbewerbern bezahlt. Sie ist schließlich in den häufigsten Fällen das Kernstück des Logos.

 

Bild: geralt / pixabay.com

Bei richtiger Nutzung der schier unendlich kombinierbaren Attribute ergibt sich ein immenses Potential den Charakter des Unternehmens erfolgreich nach außen zu kommunizieren, dass allzu oft nicht genutzt wird. Daher widmen wir uns dieses Mal einigen Faktoren, die zu beachten sind, um die firmenrelevanten Buchstaben ins rechte Licht zu rücken.

Großbuchstaben oder Schriftzug

Neben der Stärke, Neigung und Größe der Schrift ist auch die Groß- und Kleinschreibung von essentieller Bedeutung. Besonders die Form der Buchstaben kann die Corporate Identity und damit Marke und Image unterstreichen oder sofort unglaubwürdig aussehen lassen. Die Schriftart Freestyle Script wirkt beispielsweise wesentlich jugendlicher und dynamischer als BERNARD MT CONDENSED. Daher mag sie für einen Fashionstore die richtige Wahl sein. Für die Nutzung durch eine etablierte und große Bank hingegen wäre sie wohl eher unangemessen.

Alles eine Frage der Mode?

Nein, ein Logo sollte insgesamt möglichst weniger der Mode unterliegen, da eine spätere tiefergreifende Änderung wegen neuer Trends zu Verwirrungen bei Kunden führen kann. Kontinuität fördert Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Das gilt auch für den Schriftzug im Logo.
Außerdem ist die Lesbarkeit in verschiedenen Größen ein wichtiges Kriterium. So sollte die Schrift ebenso gut auf einem Plakat wie auf einer Visitenkarte oder einem Geschäftsbrief lesbar sein, um ein einheitliches Corporate Design zu schaffen. Nichts wirkt unprofessioneller als ein verpixelter Schriftzug, weil eine zu geringe Auflösung bei der Erstellung des Logo genutzt wurde. Im umgekehrten Fall, also bei einem sehr kleinen Druck, können vor allem stark geschwungene Schriften unleserlich werden.

Nicht jede Schriftart darf kommerziell genutzt werden!

An dieser Stelle noch ein Wort der Warnung: Nicht jede Schriftart darf kommerziell genutzt werden, ohne vorher die Rechte für sie zu erwerben. Wie viel Ärger es geben kann, zeigt der Fall des US-Politikers Rick Santorum, auf dessen Website die Schrift „Fedra“ ohne gültige Lizenz genutzt wurde. Seine Werbeagentur wird vom Besitzer der Schriftrechte auf 2.000.000 US-Dollar Schadensersatz verklagt. Generell kann sich der Erwerb einer nicht freiverfügbaren Schriftart durchaus rentieren. Denn Einzigartigkeit führt zu einem starken Wiedererkennungwert. Coca Cola beispielsweise hat so einen der bekanntesten Schriftzüge der Welt kreiert.

Twago Logo

Über den Autor

Dieser Fachbeitrag wurde uns von Susanne Kluth zur Verfügung gestellt, Sie ist für twago, Europas größter Projektvermittlungsplattform, im Online- Marketing tätig. Bei Twago finden Auftraggeber kompetente IT-Profis, Design-Experten und Übersetzer.

Lesen Sie weiter:



Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!