Die Kosten für den Steuerberater

Die Steuer ist für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln und das gilt auch für die meisten Existenzgründer. Da aber gerade in steuerlichen Angelegenheiten mitunter große Probleme auftreten können, die den Ruin für ein Unternehmen bedeuten können, ist es ratsam, sich fachmännische Hilfe, etwa durch einenSteuerberater zu holen. Doch wie hoch sind die Kosten für denSteuerberater?

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Die Steuerberater-Gebührenverordnung, kurz StBGebV, regelt die Einkünfte des Steuerberaters. Sie sieht zwei Abrechnungsmodelle vor: Zum Einen die Abrechnung nach dem Gegenstandswert, also zum Beispiel den Umsätzen, den Gewinnen oder der Bilanzsumme, zum Anderen die Abrechnung nach der aufgewendeten Zeit. Pro angefangener halber Stunde werden dabei regelmäßig zwischen 19 und 46 Euro veranschlagt.

Wie sich die Kosten für den Steuerberater zusammensetzen

Die Kosten für den Steuerberater setzen sich regelmäßig aus den Kosten für die erbrachte Leistung, sowie den Auslagen zusammen. Unter letzteren Punkt fallen Kosten für Telefonate, Porto oder Kopierkosten. Die Abrechnung nach Gegenstandswert ist dabei die am häufigsten zu findende Variante, die StBGebV sieht nur für wenige Aufgaben eine Abrechnung nach Zeitaufwand vor.

Obwohl die Kosten für den Steuerberater in der StBGebV eindeutig geregelt zu sein scheinen, ist dem nicht so. Denn je nach Aufwand und Umfang der erbrachten Leistungen werden die Kosten nach der vollen Gebühr berechnet. Diese darf jedoch unter- oder überschritten werden. Das heißt, einSteuerberater, der sämtliche Belege in einem Schuhkarton bekommt, wird eine Überschreitung der vollen Gebühr berechnen. Grund dafür ist der Aufwand für die Sortierung der Unterlagen. Werden alle Belege gut sortiert, vorkontiert oder gar schon gebucht abgegeben und muss daraufhin nur noch die Richtigkeit überprüft und der Jahresabschluss erstellt werden, so fallen die Kosten deutlich geringer aus.

Leistungen vereinbaren

Ebenfalls hängen die Kosten für den Steuerberater von den vereinbarten Leistungen ab. So fallen für die monatliche Buchführung inklusive der Umsatzsteuervoranmeldungen natürlich höhere Kosten an, als wenn diese durch das Unternehmen selbst durchgeführt wird. Dafür kann aber in jenem Fall der Jahresabschluss günstiger ausfallen, da keine Überprüfung der Buchhaltung mehr vorgenommen werden muss.

Dennoch ist es ratsam, sich die laufenden Geschäftsvorfälle selbst vorzunehmen. Zum Einen kann ein versierter Unternehmer die Zahlen zeitnah begutachten, zum Anderen spart er die monatlichen Kosten für den Steuerberater. Zum Jahresabschluss sollte aber auf jeden Fall ein Steuerberater zu Rate gezogen werden. Er kann dann nämlich evtl. Fehler in der laufenden Buchhaltung noch berichtigen, so dass keine teuren Steuernachzahlungen drohen.

Zu beachten ist ebenfalls, welche Kosten für das Prüfen eines Steuerbescheids anfallen oder für steuerliche Fragen, die zum Beispiel unterjährig geklärt werden. Hier gibt es enorme Unterschiede: Einige Steuerberater berechnen jedes Telefonat, in dem steuerliche Fragen geklärt werden, gesondert ab. Genauso finden sich aber Steuerberater, die diese Nachfragen im Rahmen eines guten Service kostenfrei beantworten. Ein Steuerbescheid, der durch den Steuerberater erstellt wurde, kann ebenfalls kostenfrei geprüft werden, es können aber genauso Kosten dafür in Rechnung gestellt werden.

Fazit

Für die Wahl des Steuerberaters lohnt sich ein Preisvergleich. Allerdings sollten Sie bedenken, dass die Beratung in Steuerfragen auch eine Vertrauenssache ist. Ein guter Steuerberater kostet vielleicht etwas mehr, holt das erhöhte Honorar aber über Steuereinsparungen wieder herein. Nicht zuletzt muss die Chemie zwischen Ihnen und dem Steuerberater stimmen, schließlich weiß er genauestens über Ihre persönlichen Vermögensverhältnisse Bescheid.



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