Auszubildende auswählen: Einstellungstests und Kompetenzchecks

Einstellungstests sind längst kein Auswahlinstrument mehr, das nur den großen Unternehmen vorbehalten bleibt, auch in kleineren Unternehmen werden sie inzwischen eingesetzt. Sie bieten die Möglichkeit, sich schnell einen Überblick über die vorhandenen Bewerber zu verschaffen.

Bild: U.Weinreich / pixelio.de

Was nämlich gewöhnlich fehlt, ist ein einheitlicher Maßstab, mit dem die Schüler gemessen werden können.

Kompetenzchecks

Kompetenzchecks für angehende Auszubildende werden von einer Vielzahl von Institutionen angeboten, beispielsweise von den Arbeitsagenturen und den IHKs. Die Schüler können sich hier zu oft sogar mehrstündigen Tests anmelden. Diese dienen nicht nur der Überprüfung ihrer Ausbildungsreife, sondern können gleichzeitig auch genutzt werden, um den Schülern eine mögliche Richtung für ihre spätere berufliche Tätigkeit aufzuzeigen. Durch die Testfragen kann analysiert werden, in welchen Bereichen die Stärken des Schülers liegen und welche Ausbildungsberufe sich demnach für ihn eignen würden.

Solche Kompetenzchecks haben für Arbeitgeber den Vorteil, dass die Auszubildenden ihren Ausbildungsberuf nicht mehr willkürlich wählen. Stattdessen wird genau analysiert, ob sie die Fähigkeiten für das Berufsbild mitbringen. Dies führt zu passgenaueren Bewerbungen.

Betriebsinterne Einstellungstests

Viele Unternehmen führen betriebsinterne Einstellungstests durch. Dies hat den Vorteil, dass bei der Entwicklung gezielt die Eigenschaften abgeprüft werden können, die für das Unternehmen wichtig sind. Wenn es beispielsweise Auszubildende für einen sehr „mathematik-lastigen“ Ausbildungsberuf sucht, wird es die Mathematikaufgaben in den Vordergrund rücken.

Bewertung der Ergebnisse von Tests

Schwierig ist die Bewertung von Einstellungstests. Welchen Wert möchte man den Ergebnissen beimessen? Sollen Sie das Hauptkriterium für die Einstellung sein? So kann es passieren, dass ein Schüler, der sonst sehr schlechte Noten hat, in der engeren Auswahl landet, weil er an diesem einen Tag gute Ergebnisse abgeliefert hat. Ebenso kann ein Schüler mit guten Noten durch das Raster fallen, weil er zufällig am Tag des Einstellungstests schlecht drauf war.

Deshalb ist eine Überbewertung der Testergebnisse nicht empfehlenswert. Wesentlich wichtiger ist, dass auch andere Entscheidungskriterien einbezogen werden, beispielsweise die Zeugnisbewertungen oder die Ergebnisse aus einem etwaigen Vorstellungsgespräch.

Dennoch können Einstellungstests und Kompetenzchecks dem Arbeitgeber eine grobe Richtung vorgeben und zeigen, welche Bewerber am ehesten für den jeweiligen Ausbildungsberuf geeignet sind. Eine Garantie für eine erfolgreiche Ausbildung gibt es sowieso nie.

Lesen Sie in den nächsten Teilen dieser Serie, wie Unternehmen mit Bewerbern umgehen können, die den eigentlichen Anforderungen offensichtlich nicht genügen.

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