Wie kann ich meine Liquidität erhöhen und sichern?

Bringen Ihre Unternehmenskennzahlen hervor, dass mit Ihrer Liquidität etwas nicht stimmt, sollten Sie schnell gegensteuern, ehe eine Zahlungsunfähigkeit eintritt. Doch wie lässt sich bei Zahlungsschwierigkeiten eigentlich eine ernste Krise verhindern? Ich stelle Ihnen heute die wichtigsten Maßnahmen vor, die Sie im Ernstfall ergreifen können, um die Liquidität zu erhöhen.

Was genau versteht man eigentlich unter Liquidität?

Als Liquidität bezeichnet man die Fähigkeit Ihres Unternehmens, Ihren bestehenden Zahlungsverpflichtungen, beispielsweise aus Warenlieferungen oder Krediten, fristgerecht nachzukommen. Hierfür benötigen Sie liquide Mittel, also konkret gesagt finanzielle Mittel, die kurzfristig verfügbar sind (z. B. Giroguthaben, Sparguthaben). Ist die Liquidität nicht mehr ausreichend gegeben, müssen Sie mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern und die Liquidität erhöhen.

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Was ist der Liquiditätsgrad?

Der Liquiditätsgrad ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, welcher die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen ausdrückt. Mit dem Liquiditätsgrad wird eine Aussage darüber getroffen, wie kurz- oder langfristig Vermögensobjekte im Hinblick die Erfüllung von Verbindlichkeiten in Geld umzuwandeln sind. Als Synonym wird häufig auch der Begriff Deckungsgrad verwendet.

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E-Book Tipp: Schritte zu mehr Liquidität

Besonders für ein junges Unternehmen bedeutet Forderungsausfall ein großes Risiko und nicht selten der Untergang einer guten Geschäftsidee. Es wäre deshalb für jeden Unternehmer hilfreich, im Rahmen des Risikomanagements bzw. des Forderungsausfallmanagements einige Möglichkeiten und Vorgehensweisen zu entwickeln, um sich gegen nicht zahlende Kunden so weit als möglich abzusichern.

Das E-Book "Schritte zu mehr Liquidität" zeigt Ihnen dafür auf 14 Seiten eine Reihe von Möglichkeiten auf. Am wichtigsten ist es natürlich, sein eigenes Debitorenmanagement intelligent zu pflegen. Weder sollte man zu nachsichtig gegenüber nicht zahlenden Kunden sein, sie zu verprellen wäre jedoch auch keine gute Lösung. Auch die ständige Neukundenakquise ist ein Weg, um einen drohenden Ruin vom Unternehmen abzuwenden.

Die richtige Kalkulation aufzustellen, gehört bestimmt zu den Grundlagen einer erfolgreichen Geschäftstätigkeit, und bereits hier sollte man Forderungsausfälle mit einkalkulieren. Im Rahmen der laufenden Rechnungen und Mahnungen sowie den Gesprächen mit den Kunden könnte auch eine gewisse Ursachenforschung betrieben werden, um mögliche Forderungsausfälle bereits im Vorhinein zu erkennen.

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Liquidität erhöhen: Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick

Je nach individueller Situation können Sie eine oder mehrere dieser Maßnahmen ergreifen:

Kapitalausstattung des Unternehmens

  1. Erhöhen Sie Ihr Opens internal link in current windowEigenkapital. Sofern dies finanziell machbar ist, bringen Sie eine Bareinlage in das Betriebsvermögen ein.
  2. Nehmen Sie neue Gesellschafter auf, die Kapital in das Unternehmen einbringen.
  3. Loten Sie Ihre Möglichkeiten aus, eine Opens internal link in current windowFremdfinanzierung in Anspruch zu nehmen.
  4. Versuchen Sie, im Gespräch mit Ihrer Hausbank Ihren Kreditrahmen zu erhöhen, um schnell an Liquidität zu gelangen und die Überziehung des Kontos zu vermeiden.
  5. Beziehen Sie ein Liquiditätssicherungsdarlehen der KfW-Bank in Betracht (z. B. KfW-Unternehmerkredit).
  6. Legen Sie bestehendes Kapital bzw. eingehende Zahlungen umgehend an, um sich die Zinsen zu sichern. Dabei sollten Sie kurzfristig verfügbaren Anlageformen (z. B. Tagesgeldkonten) den Vorzug geben.
  7. Reduzieren Sie Ihre Privatentnahmen.
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Onlinerechner: Zinsen für Geldanlagen

Welche Geldanlage lohnt sich wirklich? Soll man als Unternehmer und Selbständiger sein Kapital kurz- oder langfristig anlegen? Ist Tagesgeld sinnvoller als Festgeld oder eine Anlage in Form eines Sparbriefes? Antworten auf diese Fragen findet der Unternehmer und Selbständige mit dem Onlinerechner Zinsen für Geldanlagen. Unser praktisches Online-Tool hilft schnell und unkompliziert bei der Entscheidung, wie man sein Geld anlegen sollte.

Mit dem Onlinerechner Zinsen für Geldanlagen kann der Selbständige oder Unternehmer verschiedene Anlagezeiträume gegenüberstellen und diese miteinander vergleichen. Detailliert und übersichtlich werden die zu erwartenden Zinsen bei einer bestimmten Geldanlage dargestellt. Natürlich ist auch das gesparte Kapital am Ende der Laufzeit ersichtlich.

Ferner hat der Selbständige die Möglichkeit, die Auswirkung der jährlichen Inflation im Verlauf zu berücksichtigen. Der Onlinerechner Zinsen für Geldanlagen hilft dem Unternehmer, eine Entscheidung für eine bestimmte Anlageart zu treffen und verschafft ihm schnell und unabhängig einen Überblick, wie sich seine Geldanlage auswirkt.

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Onlinerechner: Tagesgeld

Das Tagesgeld wird als kurzfristige Geldanlage immer beliebter. Im Gegensatz zu den unsicheren und risikoreichen Anlagen des Geldmarktes kann man mit soliden Einnahmen rechnen. Diese liegen zwar unter denen von Festanlagen oder attraktiveren Rendite-Objekten, aber immer noch weit über denen eines Sparbuchs oder den üblichen Zinsen. Zudem ist das Geld nicht gebunden, sondern über das Tagesgeldkonto immer verfügbar. Kündigungsfristen müssen nicht eingehalten werden.

Der einzige Nachteil ist, dass die Bank bei einem Tagesgeldkonto jederzeit den Zinssatz ändern kann. Allerdings hält der Geldmarkt eine solche Fülle von Angeboten bereit, dass ein Verlust im Zinssatz wenig wahrscheinlich ist und sofort kompensiert werden kann.
Wer sich ein genaues Bild von den Möglichkeiten eines Tagesgeldkontos machen möchte, kann unseren Online Rechner dafür nutzen. Die Banken mit den besten Konditionen stehen Ihnen hier für eine Berechnung zur Verfügung. Eingegeben werden nur die Höhe der Geldeinlage und die Laufzeit, dann stehen die Ergebnisse sofort zum Vergleich bereit.

Auf Kundenseite

  1. Achten Sie darauf, dass Rechnungen immer sofort gestellt werden und nicht erst das Monatsende abgewartet wird. Am besten werden sie direkt mit der Lieferung übergeben.
  2. Kümmern Sie sich um Ihre Außenstände. Lassen Sie unbezahlte Rechnungen durch ein Inkasso-Büro eintreiben oder beantragen Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid.
  3. Führen Sie ein aktives Forderungsmanagement ein und mahnen Sie regelmäßig offene Rechnungen, bei denen das Zahlungsziel abgelaufen ist, an.
  4. Nutzen Sie Factoring und verkaufen Sie Forderungen, um schnell an liquide Mittel zu geraten.
  5. Die Zahlungsziele bei Ihren Kunden sollten Sie möglichst kurz halten.
  6. Räumen Sie Ihren Kunden Skonto ein – die meisten werden versuchen, dieses auszunutzen. Dadurch erhalten Sie die Zahlungen oft deutlich schneller.
  7. Vereinbaren Sie bei nicht liquiden Kunden Ratenzahlung. Dann bekommen Sie wenigstens jetzt ein bisschen Geld statt später überhaupt keines.
  8. Bieten Sie Ihren Kunden das Lastschriftverfahren an, um vergessene Zahlungen zu vermeiden.
  9. Je nach Auftrag können Sie eventuell eine Anzahlung berechnen, um nicht unnötig in Vorleistung gehen zu müssen.
  10. Überprüfen Sie die Bonität von Neu- und Bestandskunden (z. B. mithilfe von Wirtschaftsauskunfteien).
  11. Führen Sie Aktionen oder auch Rabatte für Barzahler ein.
  12. Überprüfen Sie die Kalkulation Ihrer Produktpreise. So stellen Sie sicher, dass Sie nicht eigentlich „draufzahlen“ und mit jedem Verkauf Geld verlieren statt gewinnen.
  13. Gehen Sie sparsam mit festen Dauerrabatten um (z. B. Kunde XY erhält bei jedem Einkauf 15 Prozent Nachlass).

Auf Lieferantenseite

  1. Sprechen Sie offen mit Lieferanten und Banken. Liquiditätsengpässe können bei entsprechender frühzeitiger Kommunikation oft gemeinsam überwunden werden. Jedoch kein Wort darüber zu verlieren und erst etwas zu sagen, wenn es bereits zu spät ist, um zu reagieren, ist der falsche Weg. Dies kann gekündigte Kreditverträge oder auch aufgekündigte Lieferantenverbindungen bedeuten.
  2. Vereinbaren Sie mit Lieferanten längere Zahlungsziele.
  3. Nutzen Sie Zahlungsziele aus soweit möglich.
  4. Gewährt der Lieferant Skonto, so prüfen Sie anhand detaillierter Beispielrechnungen, ob es Sie nicht günstiger kommt, die Rechnungen innerhalb der Skontofrist zu zahlen und hierfür den Dispokredit der Hausbank in Anspruch zu nehmen.
  5. Verringern Sie Ihre Lagermengen und lagern Sie nur vor Ort, was Sie oft und kurzfristig brauchen.
  6. Auch wenn Mengenrabatte locken – kaufen Sie nur kleine Stückzahlen ein, die Sie auch tatsächlich brauchen.
  7. Holen Sie im Einkauf mehrere Angebote ein und vergleichen Sie, um die günstigsten Preise zu finden.
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Download-Tipp: Vorlage Liquiditätsvorschau

Eine umfassende Liquiditätsvorschau ist für Existenzgründer genau so wichtig, wie für langjährig tätige Unternehmer. Nur mit der Liquiditätsvorschau bleiben die Einnahmen und Ausgaben im Überblick.  Die Liquiditätsvorschau ist ein Bestandteil des Finanzplans. Hier werden die Ein- und Auszahlungen erfasst und so zur Verfügung stehende Barmittel errechnet. Für den Unternehmer somit ein wichtiges Werkzeug zur Planung der flüssigen Mittel.

Außerdem haben Sie so einen perfekten Überblick über Ihre liquiden Mittel und finden eventuell sofort Stellen, an denen Sie Ihre Liquidität erhöhen oder optimieren können.

Kann ich die geplante Investition nur durch Eigenkapital finanzieren oder benötige ich weitere Mittel? Auch Banken, Krankenkassen und andere Instituionen sind an der Liquidität eines Unternehmens interessiert.

Man beachte jedoch, dass in der Liquiditätsvorschau keine Aufwendungen und Erträge berücksichtigt werden, lediglich die Bewegungen auf Bankkonten und Kasse! Um bei der Erstellung einer aussagefähigen Vorschau möglichst alle wichtigen Details zu beachten, haben wir für Sie hier die Vorlage zum Ausfüllen.

Warum ist ein Überblick so wichtig?

Das Ergebnis der Liquiditätsvorschau schlägt sich in einer Unterdeckung oder Überdeckung des entsprechenden Monats nieder. Wird eine Unterdeckung ermittelt, muss der Unternehmer recht schnell gegensteuern, damit die Liquidität als Ganzes erhalten bleibt.

Welche Daten werden in der Liquiditätsvorschau erfasst?

In der Liquiditätsvorschau werden die Einnahmen, bspw. aus Umsatzerlösen, Fremdkapital oder Zinsen erfasst. Dagegen gerechnet werden die monatlichen Auszahlungen, bspw. für Investitionen, für Waren- bzw. Materialeinkauf, für Personalkosten oder für regelmäßige Privatentnahmen.

Im Mitgliederbereich steht Ihnen ein Muster und eine Vorlage zum selbst ausfüllen bereit.

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Betriebsvermögen und Betriebsorganisation

  1. Machen Sie Mittel flüssig, indem Sie unnötiges Betriebsvermögen verkaufen.
  2. Wenn Sie Maschinen und Anlagen nicht zwingend besitzen müssen, greifen Sie alternativ auf Leasingangebote zurück.
  3. Verkaufen Sie Betriebsvermögen und leasen Sie es anschließend zurück (sale and lease back).
  4. Wenn Sie eine Investition tätigen möchten, rechnen Sie sie genau durch, statt sie nur zu überschlagen, und berücksichtigen Sie auch etwaige Folgekosten, die dadurch auf Sie zukommen könnten.
  5. Verschieben Sie Investitionen, die gerade nicht unbedingt nötig sind.
  6. Konzentrieren Sie sich auf die Qualität Ihrer Produkte und reduzieren Sie so Ausschuss und Kundenreklamationen.
  7. Prüfen Sie, ob Sie inhouse gefertigte Komponenten eventuell auch extern günstiger einkaufen können.
  8. Versuchen Sie allgemein, Kosten einzusparen, auch im scheinbar kleinen Rahmen (z. B. beim Büromaterial sparen, nicht benötigte Zeitungen abbestellen).
  9. Konzentrieren Sie sich auf den Vertrieb der Produkte, die die höchsten Deckungsbeiträge erzielen. Eliminieren Sie ggf. Produkte, die keinen Gewinn oder sogar einen Verlust einbringen.
  10. Erstellen Sie einen Liquiditätsplan, in dem Sie Einnahmen und Ausgaben für die kommenden Monate erfassen, um einen besseren Überblick über Ihre Finanzsituation zu erhalten.

Insbesondere Ihren Preisen sollten Sie große Aufmerksamkeit widmen. Deshalb zeige ich Ihnen im nächsten Teil, welche Opens internal link in current windowFehler Sie bei der Preisfindung unbedingt vermeiden sollten

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr Torsten vom

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