Künstlersozialabgabe: Das sollten Sie als Unternehmer zur Künstlersozialkasse wissen

Selbstständige Künstler haben die Möglichkeit, sich über die Künstlersozialkasse versichern zu lassen. Diese übernimmt dann die Hälfte von deren Sozialversicherungsbeiträgen. Finanziert wird dieses System neben öffentlichen Geldern auch durch die sogenannte Künstlersozialabgabe. Alle Unternehmer müssen sie entrichten, die Künstler und/oder Publizisten beschäftigen. Immer mehr Selbstständige werden mit dem Thema zwangsweise konfrontiert, da die Deutsche Rentenversicherung Bund mittlerweile bei Betriebsprüfungen auch kontrolliert, ob die Künstlersozialabgabe korrekt abgeführt wird. Heute gebe ich Ihnen die Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Künstlersozialabgabe.

Screenshot der Webseite der Künstlersozialkasse
Bild: kuenstlersozialkasse.de

Inhalt

Wer muss die Künstlersozialabgabe bezahlen?

Grundsätzlich ist jedes Unternehmen abgabepflichtig, das künstlerische und publizistische Werke oder Leistungen verwertet oder nutzt, um damit Einnahmen zu erzielen. Darüber hinaus sind im Gesetz konkret diese Unternehmen genannt (§ 24 KSVG):

  • Buch-, Presse- und sonstige Verlage
  • Presseagenturen
  • Theater
  • Orchester und Chöre
  • Theater-, Konzert- und Gastspieldirektionen
  • Rundfunk und Fernsehen
  • Hersteller von bespielten Bild- und Tonträgern
  • Galerien und Kunsthandel
  • Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit für Dritte
  • Varieté- und Zirkusunternehmen
  • Museen
  • Aus- und Fortbildungseinrichtungen für künstlerische oder publizistische Tätigkeiten

Gibt es einen Freibetrag für die Künstlersozialabgabe?

Ausgenommen sind Unternehmer, die nur gelegentlich Aufträge an selbstständige Publizisten oder Künstler erteilen. Je nach Fallkonstellation und Umfang kann „nur gelegentlich“ sogar schon mit einer einzigen Beauftragung pro Jahr erreicht sein. Diese Auslegungsprobleme gibt es für die Jahre seit 2015 nicht mehr – seitdem gilt ein Grenzwert von 450 Euro pro Jahr (!).

Wie muss ich die Künstlersozialabgabe melden? Gibt es ein Formular?

Jeder Auftraggeber, der unter diesen Kreis fällt, ist verpflichtet, sich selbstständig bei der Künstlersozialkasse zu melden. Die Meldung kann formlos erfolgen, also neben der schriftlichen Meldung auch per E-Mail, per Fax oder telefonisch. Sie haben bis zum 31. März des Folgejahres Zeit, um die im vergangenen Kalenderjahr an Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte zu melden. Hierfür stellt Opens external link in new windowdie Künstlersozialkasse ein Formular bereit.

Damit die Abgabe korrekt berechnet und nachvollzogen werden kann, sind Sie verpflichtet, alle gezahlten Entgelte korrekt aufzuzeichnen. Wie die erstattete Meldung zustande gekommen ist und wie sie berechnet wurde, müssen Sie jederzeit anhand Ihrer Aufzeichnungen nachweisen können. Auf Verlangen müssen Sie die geführten Aufzeichnungen vorlegen und Auskunft erteilen.

Übrigens: Erfolgt die Meldung nicht oder nicht rechtzeitig, so schätzt die Künstlersozialkasse die Höhe Ihrer Abgaben nach branchenspezifischen Durchschnittswerten. Dies können Sie nur berichtigen, indem Sie die richtige Meldung nachreichen.

Künstlersozialabgabe – was fällt darunter und was muss gemeldet werden?

Die Abgabe fällt auf alle Entgelte an, die Sie an selbstständige Künstler und Publizisten zahlen, auch auf etwaige Nebenkosten (z. B. Telefon- oder Materialkosten, nicht aber Reisekosten). Beispiele für Leistungen, die der Künstlersozialabgabe unterliegen:

  • Beauftragung eines Texters mit neuen Texten für Ihre Website
  • Engagement eines Zauberers für ein Kundenevent
  • Buchung einer Band für den Tag der offenen Tür
  • Einsatz eines selbstständigen Grafikdesigners

Wie hoch ist die Künstlersozialabgabe und wie wird sie berechnet?

Als Bemessungsgrundlage für die Künstlersozialabgabe wird die Höhe der gezahlten Entgelte herangezogen. Allerdings gibt es auch einige gezahlte Entgelte, die nicht in die Bemessungsgrundlage eingerechnet werden. Hierzu gehören:

  • die ausgewiesene Umsatzsteuer
  • Zahlungen an urheberrechtliche Verwertungsgesellschaften (z. B. GEMA, VG Wort)
  • Zahlungen an in einer dieser Rechtsformen organisierte Künstler: OHG, KG, GmbH, AG, e.V., öffentliche Körperschaften und weitere juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts
  • Erstattung von Reisekosten
  • weitere steuerfreie Aufwandsentschädigungen

Die Beitragshöhe wird jährlich neu durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales festgesetzt. Sie lag 2016 bei 5,2 Prozent der gezahlten Entgelte, 2017 bei 4,8 Prozent und 2018 bei 4,2 Prozent.

Berechnungsbeispiel: Ein Unternehmer hat künstlerische Leistungen im Wert von 5.000 Euro brutto in Anspruch genommen. Zunächst ist die Umsatzsteuer herauszurechnen, was einen Nettobetrag von 4.201,68 Euro ergibt. Mit 4,2 Prozent multipliziert ergibt sich eine Abgabe in Höhe von 176,47 Euro.

Muss ich auch zahlen, wenn der Künstler selbst nicht in der KSK versichert ist?

Ob der Künstler selbst in der Künstlersozialversicherung versichert ist, spielt keine Rolle. Die Abgabepflicht entsteht auch bei nicht in der KSK versicherten Künstlern.

Wie muss ich die Künstlersozialabgabe abführen und bezahlen?

Auf der Basis der Meldung zum 31. März des Folgejahres werden für das nun kommende Jahr Vorauszahlungen berechnet. Diese können Sie nach folgender Formel überschlagen:

Gezahlte Entgelte im Vorjahr : 12 Monate x aktueller Abgabesatz = monatliche Vorauszahlung

Dabei müssen die Vorauszahlungen spätestens bis zum 10. Tag des Folgemonats überwiesen werden.

Berechnungsbeispiel: Obiger Unternehmer hat 4.201,68 Euro netto an gezahlten Entgelten gemeldet. Seine Vorauszahlung für das kommende Jahr beträgt 4.201,68 : 12 Monate x 4,2 Prozent = 14,71 Euro / Monat

Sobald Sie im nächsten Jahr die Jahresmeldung abgeben, werden zu viel bezahlte Abgaben oder auch Fehlbeträge ausgeglichen.

Wie wird die Künstlersozialabgabe geprüft?

Die Künstlersozialkasse ist dazu berechtigt, schriftliche Prüfungen oder auch Außenprüfungen durchzuführen, um die korrekte Abführung der Beiträge zu kontrollieren. Gleichzeitig ist aber auch die Deutsche Rentenversicherung Bund dazu berechtigt und verpflichtet, im Rahmen ihrer Sozialversicherungsprüfungen eine entsprechende Prüfung durchzuführen. Die Wahrscheinlichkeit ist deshalb relativ groß, dass Unternehmer früher oder später auffliegen, die sich um die Künstlersozialabgabe herummogeln wollen. Dann ist mit Bußgeldern und Nachzahlungen sowie Säumniszuschlägen zu rechnen.

passfoto torsten montag

Hinweis

Die Behörden werten Branchen- und Adressverzeichnisse aus, um Unternehmer zu finden, die möglicherweise ihrer Abgabepflicht nicht nachkommen. Ebenso können sie beispielsweise im Rahmen einer Prüfung bei einem Künstler an Adressen von Unternehmern gelangen, die entsprechende Entgelte gezahlt haben und diese im Anschluss überprüfen.

Wie muss man die Künstlersozialabgabe buchen?

Die gezahlte Künstlersozialabgabe ist eine Betriebsausgabe. Sie buchen sie auf das Konto „Versorgungskassen“, das im Initiates file downloadSKR 03 unter Konto 4160, im Initiates file downloadSKR 04 unter Konto 6150 zu finden ist. Als Gegenkonto für die Buchung dient das Bankkonto, von dem die Zahlung geleistet wurde.

 

  • Buchungssatz Initiates file downloadSKR 03: 4160 Versorgungskassen an 1200 Bank
  • Buchungssatz Initiates file downloadSKR 04: 6150 Versorgungskassen an 1800 Bank

 

 

 

Darf ich dem Künstler/Publizisten die Künstlersozialabgabe auferlegen?

Es ist nicht erlaubt, die Künstlersozialabgabe vom Honorar des beauftragten Künstlers bzw. Publizisten abzuziehen oder ein entsprechend geringeres Honorar zu vereinbaren. Der Unternehmer muss diesen Betrag selbst entrichten und darf die Abgabepflicht nicht auf den Künstler verlagern.

Pflichtversicherung in der Künstlersozialkasse: Das 1x1 für Künstler und Publizisten

Die Künstlersozialkasse ist der Träger der Künstlersozialversicherung, die der sozialen Absicherung von freischaffenden Künstlern und Publizisten dient. Sie werden über diesen Zweig der gesetzlichen Sozialversicherung in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung pflichtversichert, obwohl sie selbstständig tätig sind. Sie zahlen ähnlich wie Arbeitnehmer nur die Hälfte ihrer Beiträge selbst, während der Rest unter anderem durch die sogenannte Künstlersozialabgabe aufgebracht wird. So sinnvoll die Künstlersozialkasse (KSK) für die freischaffenden Künstler und Publizisten auch ist, so viele Fragen wirft sie in der Praxis auf. Die wichtigsten davon beantworte ich Ihnen heute.

Versicherung in der Künstlersozialkasse: Wer ist Künstler?

Ob Sie als freischaffender Künstler oder Publizist in der Künstlersozialkasse versichert werden können, hängt immer vom Einzelfall ab. Typische in der KSK versicherte Berufe sind beispielsweise:

  • Wort: Journalist, Bildredakteur, Lektor, Übersetzer, Autor, Öffentlichkeitsarbeit/Werbung (Text), Ausbilder in der Publizistik
  • bildende Kunst und Design: Maler, Zeichner, Illustrator, Bildhauer, Konzeptkünstler, Aktionskünstler, Medienkünstler, künstlerischer Fotograf, Fotodesigner, Werbefotograf, Designer, Ausbilder in der bildenden Kunst oder im Design
  • Musik: Komponist, Musikbearbeiter, Arrangeur, Textdichter, Dirigent, Chorleiter, Musiker, Sänger, Musiklehrer
  • darstellende Kunst: Schauspieler, Sängerdarsteller, Tänzer, Sprecher, Moderator, Kabarettist, Comedian, Puppenspieler, Artist, Clown, Zauberer, Regisseur, Choreograf, Dramaturg, Bühnen-/Maskenbildner, Kameramann, Cutter, Ausbilder der darstellenden Kunst, Theaterpädagoge

Je nach Einzelfallprüfung kann aber auch für verwandte Berufe Versicherungspflicht bestehen.

Voraussetzungen für die Künstlersozialkasse: Wer kann Mitglied werden und wie viel muss ich verdienen?

Wie die Bezeichnung „Versicherungspflicht“ schon verrät, ist die Künstlersozialkasse keine freiwillige Angelegenheit, sondern für bestimmte Berufsstände Pflicht. Es gibt jedoch auch immer wieder Fälle, in denen es mit der Aufnahme nicht klappt, obwohl vermeintlich ein geeigneter Beruf ausgeübt wird. Es müssen neben einem geeigneten Beruf weitere Voraussetzungen erfüllt sein, um für die Künstlersozialkasse berechtigt zu sein:

  • Erwerbsmäßigkeit: Die künstlerische oder publizistische Tätigkeit muss auf Dauer angelegt sein und mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeführt werden. Eine nur vorübergehende Tätigkeit ist nicht ausreichend.
  • Selbstständigkeit: Eine abhängige Beschäftigung wird nicht als Selbstständigkeit im Sinne des Künstlersozialversicherungsgesetzes (KSVG) angesehen.
  • Mitarbeiter: Wer mehr als einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigt, kann nicht in der KSK versichert werden (Ausnahme: geringfügige Beschäftigung, Auszubildende).

Mindesteinkommen: In der Künstlersozialkasse ist ein Mindesteinkommen von 325 Euro monatlich bzw. 3.900 Euro pro Jahr zu erzielen, andernfalls besteht Versicherungsfreiheit (Geringfügigkeitsgrenze). Berufsanfänger dürfen in den ersten drei Jahren ab der erstmaligen Aufnahme der Tätigkeit unterhalb dieser Grenze verdienen.

Mindesteinkommen unterschritten – was passiert jetzt mit der Versicherung in der Künstlersozialkasse?

Innerhalb von sechs Jahren kann das Mindesteinkommen bis zu zweimal unterschritten werden, ohne dass es Konsequenzen hätte. Sollte dieser Umstand jedoch noch öfter zum Tragen kommen, muss mit einem Ausschluss aus der Künstlersozialkasse gerechnet werden.

Ist für die Versicherung in der Künstlersozialkasse ein Gewerbe notwendig?

Für die Künstlersozialkasse ist es völlig unerheblich, ob Sie ein Gewerbe angemeldet haben oder nicht. Ob Freiberufler oder Gewerbetreibender, es kommt lediglich darauf an, dass Sie eine entsprechende Tätigkeit ausüben.

Selbstständigkeit + Festanstellung = kein Problem in der Künstlersozialkasse?

Die Selbstständigkeit lässt sich auch mit einer Festanstellung kombinieren. Hier sind mehrere Konstellationen denkbar:

Fall

Folge

Festanstellung überwiegt (mehr als 20 Wochenstunden)

Versicherungspflicht für Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung über Arbeitgeber, Rentenversicherungspflicht auf selbstständiges Einkommen über Künstlersozialkasse

Selbstständigkeit überwiegt

Versicherungspflicht für Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung in der Künstlersozialkasse, Rentenversicherungspflicht beim Arbeitgeber

Festanstellung mit einem Einkommen von mehr als der Hälfte der Beitragsbemessungsgrenze (6.500 Euro : 2 = 3.250 Euro / Monat)

Versicherungspflicht für Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung über den Arbeitgeber, Künstlersozialkasse ruht

Antrag zur Künstlersozialkasse: Wie kommt man rein und wie lange dauert die Aufnahme?

Möchten Sie in die Künstlersozialkasse aufgenommen werden, müssen Sie den „Fragebogen zur Prüfung der Versicherungspflicht nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz“ ausfüllen und mit allen geforderten Anlagen einreichen. Hier sind unter anderem folgende Angaben zu machen:

  • Person und Anschrift
  • Art der künstlerischen oder publizistischen Tätigkeit
  • Tätigkeitsnachweise (z. B. Verträge, Vergütungsabrechnungen, Website, Werbematerial, Werdegang, Beispiele für Veröffentlichungen)
  • Selbstständigkeit
  • etwaige Angestellten
  • voraussichtliches Einkommen
  • Arbeitsort
  • andere Berufstätigkeiten
  • Kranken-/Pflege-/Rentenversicherung

Wie lange es dauert, bis Sie aufgenommen werden, lässt sich nicht pauschal bestimmen. Während manche Antragsteller schon nach wenigen Wochen eine positive Nachricht erhalten, zieht sich das Verfahren bei anderen über Monate hinweg. Letzteres passiert gerne einmal, wenn mit dem Antrag keine ausreichenden Nachweise eingereicht werden und diese deshalb gesondert nachgefordert werden müssen. Solange der Antrag noch nicht genehmigt wurde, bleiben Sie einfach in der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung und erhalten nach der Aufnahme rückwirkend zu viel gezahlte Beiträge zurück.

Beitrag zur Künstlersozialkasse berechnen: Wie viel Prozent macht er aus?

Wie hoch der Beitrag zur Künstlersozialkasse ausfällt, wird anhand der Einkommensschätzung für das kommende Jahr berechnet. Relevant sind hierfür die gesetzlichen Beitragssätze, die auch für Angestellte gelten:

  • Krankenversicherung: 14,6 Prozent + Zusatzbeitrag
  • Rentenversicherung: 18,7 Prozent
  • Pflegeversicherung: 2,55 Prozent (Elterneigenschaft) oder 2,80 Prozent (Kinderlose)

Für die Berechnung Ihrer Beiträge werden sie halbiert.

Beispiel:
Voraussichtliches Jahreseinkommen: 24.000 Euro : 12 Monate = 2.000 Euro / Monat
Krankenversicherungsbeitrag: 2.000 Euro x 7,3 Prozent = 146 Euro
Pflegeversicherungsbeitrag: 2.000 Euro x 1,275 Prozent = 25,50 Euro
Rentenversicherungsbeitrag: 2.000 Euro x 9,35 Prozent = 187 Euro
Gesamtbeitrag zur Künstlersozialkasse: 358,50 Euro / Monat

Wie hoch ist in der Künstlersozialkasse der Mindestbeitrag?

Bei sehr geringen Einkommen liegt der Mindestbeitrag in der Künstlersozialkasse bei:

  • Rentenversicherung: 30,38 Euro
  • Krankenversicherung: 35,34 Euro
  • Pflegeversicherung: 5,68 Euro (Elterneigenschaft) bzw. 6,89 Euro (Kinderlose)
  • Gesamt: 71,40 Euro bzw. 72,61 Euro

Künstlersozialkasse Schätzung: Was passiert, wenn das Einkommen überschritten wird?

Wie hoch Ihre Beiträge ausfallen, hängt davon ab, wie hoch Sie Ihr Einkommen für das kommende Jahr einschätzen. Diese Meldung ist jährlich zum 1. Dezember abzugeben. Wird das geschätzte Einkommen überschritten, sollten Sie dies an die Künstlersozialkasse melden. Die Beiträge werden dann ab sofort, nicht jedoch rückwirkend angehoben. Eine Unterschreitung des geplanten Jahreseinkommens ist ebenfalls kein Problem. Durch eine entsprechende Meldung an die KSK können die Beiträge gesenkt werden, allerdings auch in diesem Fall wieder nicht rückwirkend, sondern nur für die Zukunft.

Darf ich in der Künstlersozialkasse ein Nebeneinkommen beziehen?

Neben Ihrer künstlerischen oder publizistischen Tätigkeit dürfen Sie zusätzlich auch andere selbstständige Berufe ausüben. Allerdings können Sie nur dann in der Künstlersozialkasse versichert bleiben, wenn Sie die Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro pro Monat bzw. 5.400 Euro pro Jahr nicht überschreiten. Andernfalls müssen Sie sich voll selbst versichern und Ihre Beiträge komplett selbst zahlen.

Familie mitversichern in der Künstlersozialkasse – geht das?

Sind Sie gesetzlich versichert, können Sie als Mitglied der Künstlersozialkasse nach wie vor die Möglichkeit der Familienversicherung in Anspruch nehmen. Den Antrag, Ihre Familie mitzuversichern, stellen Sie allerdings nicht bei der KSK, sondern bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse.

Kann ich mich bei der Künstlersozialkasse von der Rentenversicherung befreien lassen?

Als Mitglied der Künstlersozialkasse sind Sie gesetzlich pflichtversichert – um die Zahlung der Beiträge zur Rentenversicherung kommen Sie deshalb nicht herum.

Kann man die Künstlersozialkasse kündigen?

Auch wenn man für die Aufnahme zunächst einen Antrag zu stellen hat – die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse ist nicht wirklich freiwillig. Es handelt sich um eine Pflichtversicherung. Dementsprechend können Sie auch nicht einfach eine Kündigung schicken, wenn Sie die Möglichkeit nicht mehr nutzen möchten. Sie kommen nur dann wieder heraus, wenn Sie entweder eine hauptberufliche Festanstellung annehmen oder in einem nicht-künstlerischen oder -publizistischen Bereich selbstständig tätig werden. Die Entscheidung für die Künstlersozialkasse sollte deshalb nicht leichtfertig getroffen werden.

 

 

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr Torsten vom

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