Liquiditätsplan erstellen: Häufige Fragen zur Liquiditätsplanung

Viele Fragen und Lesermeinungen haben mich erreicht, so dass ich mich entschlossen habe, eine separate Seite (FAQ) zum Liquiditätsplan und zur Liquiditätsplanung zu erstellen. Zunächst müssen wir feststellen, dass Opens internal link in current windowdie Liquiditätsvorschau ein und dasselbe ist wie die Liquiditätsplanung und das wiederum ein Synonym zur Liquiditätsberechnung darstellt. Es kommt immer ein Liquiditätsplan am Ende heraus und genau dazu habe ich einige Fragen von Ihnen beantwortet.

Screenshot Muster Liquiditätsvorschau

Oft gefragt zum Liquiditätsplan

Eine einfache Definition: Was ist ein Liquiditätsplan?

Der Liquiditätsplan ist einer Planung, welche Opens internal link in current windowim Finanzplan (Opens internal link in current windowTeil des Businessplans) die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfasst. Kurz: Der Liquiditätsplan ist ein Spiegelbild der liquiden Mittel (flüssigen Mittel) , um zu zeigen, ob das Unternehmen zahlungsfähig ist oder nicht. Noch kürzer: Der Liquiditätsplan zeigt das, was Sie in der Kasse oder auf dem Bankkonto haben werden oder eben auch nicht.

Youtube Video: Wie wird der Liquiditätsplan erstellt?

Wo erhalte ich ein Beispiel zur Liquiditätsplanung?

Ein Unternehmen verfügt über einen Kassenbestand von 5.000 Euro, ein Bankguthaben von 100.000 Euro und erwartet Zahlungseingänge in Höhe von 50.000 Euro. Die Summe der verfügbaren Mittel ergibt 155.000 Euro. Hiervon werden voraussichtliche Gehaltszahlungen in Höhe von 20.000 Euro, Mietzahlungen in Höhe von 15.000 Euro, Zahlungen an Versicherungen in Höhe von 3.000 Euro und Steuern in Höhe von 8.000 Euro abgezogen. Darüber hinaus stehen für das Unternehmen im Planungsmonat Investitionen in Höhe von 90.000 Euro an. Die Summe der Zahlungsausgänge ergibt 16.000 Euro. Aus der Differenz der voraussichtlich verfügbaren Mittel in Höhe von 155.000 Euro und den geplanten Zahlungsausgängen in Höhe von 136.000 ergibt sich ein Überschuss von 19.000 Euro. Da das Unternehmen jedoch im Vormonat einen Überschuss in Höhe von 9.000 Euro erzielt hat, ergibt die Liquidität für den geplanten Monat insgesamt 28.000 Euro, die in den folgenden Planungsmonat überführt wird. Für den folgenden Monat wird durch einen voraussichtlichen Ausfall der Zahlungseingänge ein Bestand an verfügbaren Mitteln in Höhe von nur 105.000 Euro prognostiziert. Die Gehalts- und Lohnzahlungen, Mietzahlungen sowie Versicherungen und Steuern bleiben jedoch in Höhe von 46.000 Euro bestehen, desweiteren sind Investitionen in Höhe von 110.000 geplant. Hieraus ergibt sich für den Folgemonat ein geplanter Fehlbetrag in Höhe von 105.000 Euro - 156.000 Euro = 51.000 Euro. Trotz des Übertrages der Liquidität des Vormonats in Höhe von 28.000 Euro ergibt sich ein negativer Betrag von 23.000 Euro. Dieser negative Betrag wird auch als Unterdeckung oder Illiquidität bezeichnet. Die voraussichtliche Liquidität kann jedoch durch die rechtzeitige Aufnahme von Krediten - zum Beispiel für die anstehenden Investitionen - aufgefangen werden, so dass das Unternehmen auch weiterhin in der Lage ist, die anstehenden Zahlungspflichten zu erfüllen.

Wo bekomme ich ein Beispiel oder Muster für einen Finanzplan in PDF?

Fordern Sie ein komplettes Beispiel zum Finanzplan an! Sichern Sie sich folgende PDF-Dateien komplett gratis:

Wo kann ich einen Liquiditätsplan für die KfW Bank herbekommen?

Für die KfW Bank erstellen Sie keinen anderen Liquiditätsplan, als Sie es für eine andere Bank, die Arbeitsagentur oder einen Investor erstellen würden. Die KfW Bank bildet daher keine Ausnahme.

Tragen Sie sich oben mit Ihrer E-Mail-Adresse ein, ich sende Ihnen Opens internal link in current windowgratis ein Beispiel zum Liquiditätsplan zu. Dort sehen Sie ganz genau, wie die Zahlen im Zusammenhang stehen, was Sie wo und zwar wie eintragen müssen. Anschließend können Sie meine kostenpflichtige Excel Vorlage downloaden und Ihre eigenen Zahlen eintragen.

Wo erhalte ich einen Liquiditätsplan für meinen Businessplan?

Nutzen Sie auch für Ihren eigenen Finanzplan (Bestandteil Opens internal link in current windowIhres Businessplans) meine Excel Tabellen! Tragen Sie zunächst Ihre E-Mail-Adresse oben ein, ich sende Ihnen ein kostenloses Beispiel zu.

Anschließend können Sie entscheiden, ob Sie Ihren Liquiditätsplan mit Excel oder einer anderen Software selbst erstellen oder meine vorgefertigte Excel Tabelle nutzen. Auch der Liquiditätsplan für Ihren eigenen Businessplan wird nicht anders erstellt, als der Liquiditätsplan für die KfW Bank, ein anderes Kreditinstitut oder die Bundesagentur für Arbeit. Darüber hinaus ist der Liquiditätsplan für einen möglichen Investor Ihres Unternehmens ebenso zu erstellen.

Muss ich den Liquiditätsplan brutto oder netto erstellen?

Prinzipiell sollte in der Liquiditätsplanung mit Bruttowerten (also inklusive Umsatzsteuer) gerechnet werden, da laut Definition die Liquiditätsplanung für die Zuflüsse und Abflüsse der Geldmittel steht, was in diesem Fall (also bei einem umsatzsteuerpflichtigen Unternehmer) auch die erhaltene und abzuführende Umsatzsteuer betrifft. Auch wenn der Betrag der Umsatzsteuer für den Unternehmer ein durchlaufender Posten darstellt und in der Gesamtrechnung keine Auswirkungen hat, ist es doch eine liquide Belastung im entsprechenden Monat.

Um die Zahlen der Liquiditätsplanung mit den Zahlen der Rentabilitätsvorschau besser vergleichen zu können, könnte der Liquiditätsplan auch in Nettobeträgen erstellt werden, also ohne Umsatzsteuer. Das ist abhängig vom zu erstellen Berater und von den Möglichkeiten der Auswertung.

Besonders bei geplanten Investitionen spielt die Umsatzsteuer für den Unternehmer eine entscheidende Rolle, vorausgesetzt er ist vorsteuerabzugsberechtigt. Da die Finanzierung von Investitionen durch öffentliche Fördermittel häufig nicht die Umsatzsteuer der Investitionen abdeckt, ist diese Ausgabe zunächst vom Unternehmer selbst zu finanzieren. Auch wenn die gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt wenige Zeit später in Form der Umsatzsteuererstattung zurückfließt, ist sie für einige Zeit zwischen zufinanzieren. Vergisst der Unternehmer diesen Zeitraum, könnte es zu ernsthaften Liquiditätsproblemen kommen, daher rate ich stets die Liquiditätsplanung und damit den Liquiditätsplan brutto, also immer mit Umsatzsteuer durchzuführen.

Fazit: Normalerweise brutto, um besser vergleichen zu können kann auch netto erstellt werden.

Muss ich in meinen Liquiditätsplan die Umsatzsteuer einrechnen?

Wie bereits in der obigen Frage zur Berechnung der Liquiditätsplanung (netto oder brutto) ersichtlich ist, ist es abhängig vom Ziel des Erstellers oder des Beraters. Was möchten Sie erreichen, wer soll den Liquiditätsplan lesen oder welcher Ziele verfolgt der zu erstellen Berater?

Für den Fall, dass Sie die Liquiditätsplanung brutto erstellen, müssen Sie selbstverständlich auch Umsatzsteuernachzahlungen oder Umsatzsteuererstattungen im Rahmen Ihres Jahresabschlusses berücksichtigen. Darüber hinaus muss auch eine regelmäßige (monatliche oder quartalsweise) zu erstellen Umsatzsteuervoranmeldung berücksichtigt werden. Die daraus ergebenden Umsatzsteuervorauszahlungen oder Umsatzsteuererstattungen sind auf jeden Fall Liquiditätsabflüsse oder -zuflüsse und müssen in die Liquiditätsplanung einfließen. Besprechen Sie am besten mit Ihrem Berater, welche Methode oder Variante in Ihrem Fall die Beste ist.

Mit welcher Software kann ich einen Liquiditätsplan erstellen?

Am schnellsten und einfachsten kann man einen Liquiditätsplan mit Excel erstellen, vorausgesetzt man kennt sich etwas mit Excel aus. Selbstverständlich bieten auch andere Softwarehäuser und Anbieter umfangreiche Produkte und Programme speziell für die Erstellung des Businessplans und damit der enthaltenen Liquiditätsplanung an. Lesen Sie mehr zum Thema Opens internal link in current windowLiquiditätsvorschau und Software im Hauptartikel.

Ich möchte ein eBook zur Liquiditätsplanung downloaden, aber wo?

ebook liquiditätsplanung fimovi cover

Fimovi (Dirk Gostomski) hat diesen praktischen Leitfaden mit folgender Inhaltsübersicht zur Verfügung gestellt:

1. Einleitung

1.1. Ziel dieses Buches

1.2. Was Liquiditätsplanung ist und wozu sie dient

1.3. Warum Liquiditätsplanung wichtig ist

2. Entwicklung einer Liquiditätsvorschau

2.1. Aufbau und Bestandteile

2.2. Aktualisierungsintervall und Betrachtungszeitraum

2.3. Vollständig automatisierte Liquiditätsplanung - Systemunterstützung

2.4. Umsetzung mit Excel

3. Praktische Hinweise und Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung

3.1. Praktische Hinweise für die Liquiditätsplanung

3.1.1. Prinzip des vorsichtigen Kaufmanns

3.1.2. Einteilung der Kundenforderungen

3.1.3. Steigende Umsätze verbessern die Liquidität!?

3.1.4. Habitualisierung der Liquiditätsplanung

3.1.5. Saisonale Schwankungen und Schätzwerte

3.2. Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung

3.2.1. Grundüberlegungen zur Generierung von Liquidität

3.2.2. Rechnungslegung und Buchführung

3.2.3. Working-Capital-Maßnahmen

3.2.4. Forderungssicherung und Forderungsmanagement

3.2.5. Betrieblichen Kosten und Investitionen

3.2.6. Gewinnrücklagen, Privatentnahmen und Zuführungen von Gesellschaftern

3.2.7. Kurzfristige Bankkredite

4. Schlussbemerkung

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Wie ist der Aufbau eines Liquiditätsplans?

Der Liquiditätsplan wird für gewöhnlich für ein Jahr erstellt und ist monatlich gegliedert. Jeder Monat enthält sämtliche Geldzuflüsse und beginnt mit dem Anfangsbestand an liquiden Mitteln, welcher aus dem Vormonat (Endbestand) übernommen wurde. Die monatlichen Geldabschlüsse werden darunter aufgelistet, so dass ein Saldo und damit ein Endbestand des jeweiligen Monats ermittelt werden kann.

Die einzelnen Geldzu- und -abflüsse sind in meinem Beispiel übersichtlich dargestellt. Zu beachten ist: Auch nichtbetriebliche Geldzuflüsse wie private Geldeinlagen oder nichtbetriebliche Geldabflüsse wie private Geldentnahmen sind in dieser Berechnung zu berücksichtigen.

Opens internal link in current windowFordern Sie einfach meine Beispielberechnung zum Liquiditätsplan an, ich sende Ihnen ein kostenloses Muster in PDF zu.

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