Vermeiden Sie diese steuerlichen Fehler bei der Gründung

Als Gründer können Ihnen viele Fehler unterlaufen, insbesondere steuerliche Fallstricke sollten Sie aber vermeiden. Da Sie nun bereits selbständig sind, möchte ich Ihnen zeigen, welche Fehler im Bereich Steuern gerade bei Gründern besonders häufig auftreten und wie Sie diese vermeiden können. 

Nicht alle Fehler können Sie in der Phase nach der Gründung noch ausbügeln, aber gerade die Steuerfehler sind in der frühen Fürhungsphase noch nicht begangen und können NOCH vermieden werden, denn das Steuerrecht, gerade das Einkommensteuerrecht ist extrem nachgelagert, wie Sie gleich lesen können.

1. Fehler: Die falsche Rechtsform wählen

Der Fehler ist leider bereits gemacht worden, wenn Sie schon selbstständig sind. Wählen Sie eine geeignete Rechtsform. Gründen Sie eine GmbH, fallen Lohnsteuern für Ihr Geschäftsführergehalt an. Das ist wenig sinnvoll, da anfänglich wohl kaum Gewinne zu erwarten sind. Es gibt noch wesentlich mehr Unterschiede zwischen den Rechtsformen. Wie Sie mit Ihrem Berater die Opens internal link in current windowrichtige Rechtsform wählen, beschreibe ich Ihnen im Abschnitt "Informieren und planen"

2. Fehler: Zu niedrige Steuervorauszahlungen

Setzen Sie die Steuervorauszahlungen nicht zu niedrig an. Vielfach werden Sie in den ersten zwei bis drei Jahren Ihrer Selbstständigkeit aufgrund geringer Gewinnerwartungen auch nur geringe Steuervorauszahlungen leisten müssen. Sobald die Gewinne sich steigern, erwarten Sie aber Nachzahlungen für mehrere Jahre, was Sie schnell in den finanziellen Ruin treiben kann. Deshalb achten Sie auf angemessene Vorauszahlungen und lassen Sie diese gegebenenfalls nach oben korrigieren.

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Downloadtipp: Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen

 

Jeder der Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer, Körperschaftssteuer oder Gewerbesteuer zu leisten hat, dürfte das kennen: Kaum stellt das Finanzamt ein höheres Einkommen fest, wird die Höhe der Einkommensteuervorauszahlung von Amts wegen geändert. Wissen Sie aber auch, dass Sie im Umkehrfall, nämlich wenn Ihr Einkommen sinkt oder voraussichtlich sinken wird, eine Herabsetzung der Vorauszahlungen beantragen können? Sie müssen dazu natürlich die Angaben zur Festsetzung in Ihrem Steuerbescheid beachten. Stellen Sie fest, dass Ihr Einkommen im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, sollten Sie unbedingt die Höhe der Beträge vergleichen - und von Ihrem Recht auf eine Senkung Gebrauch machen, sofern es sich lohnt. Gerade in Zeiten, in denen Ihr Unternehmen vielleicht eine wirtschaftliche Flaute durchlebt, kann es durchaus sinnvoll sein. Dies gilt natürlich für alle, die Steuervorauszahlungen leisten müssen.

 

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3. Fehler: Fehlende Verträge und Vereinbarungen

Vielfach werden auch Ihre Familienmitglieder gerade in der Anfangszeit der Selbstständigkeit aktiv mit helfen. Vermeiden Sie es, Ihre Familie ohne Arbeitsvertrag arbeiten zu lassen. Denn durch eine korrekte Lohnauszahlung können Sie Steuern sparen, da jedem Familienmitglied bestimmte steuerliche Freibeträge zustehen. Werden Ihnen Räumlichkeiten von Seiten der Familie angeboten, schließen Sie einen Mietvertrag ab. Die Miete zählt zu den Betriebsausgaben und mindert Ihren Gewinn, sowie Ihre Steuern.

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Antrag auf Verrechnung Steuernachzahlung

Als Unternehmer können Sie Steuerschulden mit Erstattungsansprüchen bzw. Guthaben verrechnen lassen. In der Regel erkennt das Finanzamt von sich Guthaben und Schulden und verrechnet diese,Screenshot Antrag auf Steuerverrechnung sofern sie unter derselben Steuernummer laufen. Nun kann es aber mal passieren, dass sich Vorgänge überschneiden - während Sie gerade Ihre Umsatzsteuer- und/oder Lohnsteuervoranmeldungen versendet haben trudelt der Einkommensteuerbescheid mit der Nachforderung gerade mit der Post ein. Oder Sie haben ihn schon vorliegen und müssen passenderweise Ihre Voranmeldungen in diesen Tagen abgeben. Dann stellen Sie am besten gleich einen Verrechnungsantrag, um sicherzustellen, dass keine Zahlungserinnerungen kommen. Sie müssen nur noch angeben welche Steuerschulden mit welchen Guthaben verrechnet werden sollen. Wer einen sogenannten Verlustvortrag aus dem vergangenen Kalenderjahr hat - dazu wird ein seperater Bescheid ausgestellt - der kann die Verrechnung bereits in der Einkommensteuererklärung beantragen. Dazu muss nur das entsprechende Kreuz gesetzt werden. Vergessen?: Dann beantragen Sie auch das nachträglich mit unserer Vorlage.

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4. Fehler: Umsatzsteuer falsch geplant

Nutzen Sie nicht unbedingt die Möglichkeit der Dauerfristverlängerung für die Umsatzsteuer-Voranmeldung. Denn gerade zu Beginn der Selbstständigkeit ergeben sich häufig Erstattungen, auf die Sie mit der Verlängerung länger warten müssen. VErgessen Sie jedoch nicht: Wenn Sie gewöhnlich für die Abgabe Ihrer UNterlagen beim Steuerberater viel Zeit benötigen, sollten Sie die Dauerfristverlängerung benatragen, sonst wird Ihre Umsatzsteuervoranmeldung regelmäig zu spät abgegeben, was zusätzliche Kosten nach sich zieht, auch wenn Sie auf Erstattungen warten.

5. Fehler: Buchhaltung richtig organisieren

Achten Sie von Anfang an auf eine ordentliche Buchhaltung. Monieren Sie fehlerhafte Rechnungen sofort, etwa wenn darauf keine Umsatzsteuer ausgewiesen ist. Das ist nur zu Ihrem eigenen Schaden, denn der Vorsteuerabzug ist dann nicht möglich.

Erledigen Sie Ihre Buchhaltung immer zeitnah und sorgen Sie für Ordnung in den Belegen, (Lesen Sie dazu Opens internal link in current windowBuchführung richtig sortieren!) um auf Fragen des Finanzamts konkret und schnell antworten zu können.

Lesen Sie auch in diesem Zusammenhang: Opens internal link in current windowDie größten Irrtümer bei der Buchführung!

Wenn Sie einen Großteil der hier beschriebenen Fehler vermeiden wollen, suchen Sie sich einen richtig guten Steuerberater!

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr Torsten vom

Gründerlexikon
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2 Musterbriefe: Einsprüche gegen Steuerbescheid und Verwarnungsgeld

Es ist vergleichsweise nicht schwierig, Einsprüche gegen den Steuerbescheid und das Verwarnungsgeld zu erledigen. Um Ihre Arbeit noch zu erleichtern, haben wir Ihnen zwei Musterbriefe zum Download bereitgestellt. Sie brauchen nur die Word-Dokumente herunterzuladen, Ihre Daten einzutragen und das Schreiben auszudrucken - fertig. Einspruch gegen Einkommensteuerbescheid. Jeder dritte Steuerbescheid enthält Fehler. Und in den meisten Fällen - zu Lasten der Steuerzahler. Sie können sich aber dagegen wehren. Sie sollten Ihre Steuerbescheide auf Richtigkeit hin überprüfen. Enthält Ihr Steuerbescheid Fehler, sollten Sie schnellstmöglich einen Einspruch einlegen. Ansonsten verschenken Sie Ihr Geld! Unter §§ 347-367 der Abgabenordnung (AO) steht beschrieben, wie Sie einen fehlerhaften Steuerbescheid anfechten können. Der erste Schritt ist der Einspruch. Einspruch gegen Verwarnungsgeld. Wenn Sie eine Verwarnung mit Verwarnungsgeld bekommen haben und damit nicht einverstanden sind, können Sie einen Einspruch einlegen, in dem Sie Ihre Ablehnungsgründe mitteilen. Einspruch gegen eine Verwarnung ist im Gesetz nicht vorgesehen, daher wird Ihre Aüßerung in der Regel im Bußgeldverfahren geprüft. Wenn ein Verfahren nicht aufgestellt wird, bekommen Sie einen Bußgeldbescheid.

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