Worauf ein Existenzgründer beim Kauf eines Notebooks achten sollte

Wer sich seine eigene Existenz aufbauen möchte, kommt im Zeitalter der Informationstechnologie kaum an einem Kauf eines Notebooks vorbei. Geschäftskorrespondenz per Email, Geschäftsbriefe und Rechnungsvorlagen als gespeicherter Entwurf sind selbstverständlich geworden. Zeiten, in denen mit der Schreibmaschine getippt wurde, sind lang in Vergessenheit geraten.

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Heutzutage kann die ganze Betriebsabrechnung einfach und ohne großen Aufwand mit nur wenigen Eingaben von Programmen erledigt werden. Selbst dieSteuererklärung ist inbegriffen. Bei dem Sprung in die Selbständigkeit muss sich jeder dennoch fragen, ob es in der eigenen Situation Sinn macht, sich ein Notebook zu kaufen.

Ist der Kauf eines Notebooks notwendig?

Gerade für manche Geschäftsgebiete ist eine maßgeschneiderte Anschaffung Pflicht. In anderen Bereichen dagegen lohnt ein Standardrechner von der Stange, wenn es darum geht, einfache Bürotätigkeiten damit abarbeiten zu können.

Die Haupttätigkeit spielt eine große Rolle, zu dieser sollte das Notebook in Beziehung gesetzt werden. Damit ist gemeint, dass es auf die Wichtigkeit für den Berufsalltag und die Unterstützung in der Haupttätigkeit an kommt. Ist das Geschäftsfeld in der IT-Welt angesiedelt, wie als Webdesigner oder Informatiker, so ist die Anschaffung eines adäquaten Gerätes ein Muss, da es als zentrales Arbeitsmittel angesehen werden kann. Übt man dagegen eher handwerkliche Berufe aus, so kann ein einfaches Modell völlig seinem Zweck genügen.

Für unerfahrene Anwender bleibt auch der Punkt, ob mit der Anschaffung auch andere Ausgaben, wie für Computerkurse oder Schulungen, einher gehen. Auch Bücher und Unterlagen stellen dabei häufig eine große Ausgabeposition dar. Überlegungen, ob der Mehrwert den finanziellen Aufwand aufwiegt, sollten vorher angestellt werden, vor allem zu Beginn der Selbständigkeit, wenn finanzielle Spielräume knapp bemessen sind.

Das eigene Budget ist ein weiteres Kriterium für oder gegen die Investition in ein Notebook. Am Anfang der Selbständigkeit steht das Budget im Vordergrund, doch bei entsprechender Berufsgruppe führt kein Weg an einer ordentlichen Investition vorbei.

Welches Notebook für wen?

Je nach Berufssparte, in der man sich selbständig macht, werden andere Anforderungen an ein Notebook gestellt. Grundsätzlich gibt es aber ein paar Gemeinsamkeiten, die beachtet werden können.

Ein Notebook mit zu wenig Leistung wird nicht lange ausreichen und einen Neukauf erfordern. Die Technik veraltet mehr oder weniger schnell. Was heute noch ganz in Ordnung ist, kann in einem Jahr schon wieder unbrauchbar werden, denn die Programme werden umfangreicher und die Anforderungen an die Hardware steigen.

Andererseits sind sehr leistungsfähige Notebooks auch nicht ohne Einschränkung zu empfehlen, denn in diesen werden oft Teile verbaut, die im Preis noch sehr teuer sind und die man vielleicht gar nicht benötigt. Beispiel könnten hier die Prozessoren mit mehreren Kernen sein, die ein Handwerker für normale Bürotätigkeiten nicht benötigt. Für einen Graphiker oder Webdesigner ist dagegen ein Prozessor mit zwei Kernen schon eher notwendig, um nicht nach kurzer Zeit in einen Neukauf investieren zu müssen.

Als Standard könnte man einen Rechner mit 2 GB Arbeitsspeicher, einer Festplatte mit 300 GB Speicher und mehreren USB-Anschlüssen festlegen. Nicht unbedingt nötig ist dabei eine besondere Grafikkarte.

Kauf beim Fachhändler oder im Supermarkt?

Der Kauf des Notebook ist keine Vertrauenssache, sondern Frage des eigenen Könnens und der eigenen Ansprüche. Nicht immer sollte der Kauf beim Discounter die erste Wahl sein, denn bei späteren Problemen und Schäden könnte der Ausfall weit höher zu Buche schlagen als die Mehrkosten bei der Anschaffung.

Guter Service ist wichtig und lohnt sich finanziell wieder, wenn das Notebook nicht wochenlang entbehrt werden kann. Auch sind die Produkte aus dem Supermarkt nicht die angeblichen Schnäppchen, sondern meist mit billiger Massenware ausgestattete Rechner. Es lohnt sich also durchaus, etwas mehr zu investieren und Wert auf Service zu legen.



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