Wie kann ein Existenzgründer das Internet effektiv nutzen?

Outsourcing ist ein riesen Thema in großen Unternehmen. Hoch spezialisierte Arbeitsbereiche werden an Subunternehmer abgegeben, und damit Kosten und Risiken minimiert. Flächendeckende Hochgeschwindigkeitsleitungen bieten Möglichkeiten, die bisher kaum vorstellbar waren. Besonders Gründer und junge Unternehmen können ungemein profitieren.

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Während gestandene Betriebe sich noch schwer tun, bewährte Lösungen neu zu überdenken, bietet sich dem Newcomer die Möglichkeit seine Strategie von vornherein den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Inhalte und Rechenleistung können mittlerweile problemlos gemeinsam genutzt werden. Teure Hardware und Know-how, die vor wenigen Jahren noch ein, nicht zu unterschätzender Kostenfaktor waren, können heute, je nach Bedarf, online gebucht werden. Es ist ein schier unüberschaubarer Markt an Dienstleistern entstanden.

Was braucht mein Unternehmen?

Ein etabliertes Unternehmen kennt seine Anforderungen an ein ERP - System. Der Kleinunternehmer oder der Gründer weiß häufig nicht, was an der anfänglichen Konzeption noch geändert werden muss, um wirtschaftlich erfolgreicher zu sein. Er ist also gut beraten, wenn er so flexibel wie möglich bleibt, ohne dabei unnötige Kosten zu verursachen.

Das Internet ist „up to date“

Jeglicher Bedarf wird gedeckt. Jegliche Dienstleistung, die online zu erbringen ist wird erbracht, oder schon ist die nächste Geschäftsidee geboren. Vor zu viel Innovation muss aber auch gewarnt werden. Nicht selten offenbaren sich die Nachteile des "Neuen" erst im Moment des Versagens. Hier gilt es abzuwägen und die Erfahrungen anderer Nutzer zurate zu ziehen.

Bereits der eigene Webauftritt kann zur Glaubensfrage werden

Ein Unternehmen ohne Internetpräsenz zu gründen, ist, aus Marketingsicht, wenigstens fahrlässig. Informationen zu verbreiten und zu bündeln ist nirgends einfacher als im "Web". Hier können sogar die Enkel der Nachbarin zu professionellen Beratern werden. Social media Portale und kostenlose WYSIWYG Anwendungen reichen sehr oft für einen erfolgreichen Start aus. Die entscheidenden Nachteile liegen in der Bedienbarkeit. Viele ineffektive Stunden fließen in ein System, was zwar kostenlos ist, aber am Ende nicht ausreicht. Mitarbeiter müssen geschult werden, um den Inhalt zu pflegen, ein Systemwechsel verursacht am Ende Kosten und Ausfälle, die vermeidbar gewesen wären. Open Source Anwendungen wie zum Beispiel Wordpress bieten hier eine Alternative. Der Unternehmer ist zwar auf entsprechend ausgebildetes Personal und gute Beratung, angewiesen, aber er kann schnell und ohne großen Aufwand, auf den Markt reagieren und seinen Webauftritt anpassen und erweitern.

Vorsicht beim Anbieter

Datenschutz ist in Deutschland ein heikles Thema. In den USA nehmen sich die Behörden da wesentlich mehr heraus. Viele der Anbieter von kommerziellen Clouds sind US-Amerikanische Firmen. Und diese unterliegen dem US-Gesetz. In welchem Land die Server tatsächlich stehen, spielt dabei keine Rolle. Es gelten US-Amerikanische Datenschutzbestimmungen. Also keine. US-Behörden dürfen alle gespeicherten Daten jederzeit, und ohne den Dateninhaber zu informieren, einsehen. Der Verein zur “Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs” (Foebud) hat Cloud Computing (neben zwei Innenministern deutscher Bundesländer) mit dem -Big Brother Award- „ausgezeichnet“. Diesen Negativpreis vergibt der Foebud an Personen und Organisationen, die besonders „flexibel“ mit Datenschutzbestimmungen umgehen.

Das Internet kontrolliert sich selbst

Das Internet ist der härteste und innovativste Markt für alle Dienstleistungen, die sich online abwickeln lassen. Das Angebot ist überdimensional, aber Transparenz hilft unseriöse Anbieter schnell zu erkennen. Der unerbittlichen Kritik der Internetgemeinschaft können sich langfristig nur seriöse Anbieter stellen. In Foren und Blogs werden die Vor- und Nachteile der einzelnen Anwendungen von den Usern diskutiert. Für den Gründer eine sachliche und praxisorientierte Informationsquelle.



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