Probleme bei der Finanzierung

Für das Scheitern junger Unternehmen gibt es unzählige Gründe. Sie liegen häufig in mangelnden Fachkenntnissen der Gründer, in Unstimmigkeiten im Gründerteam, in teils vorhersehbaren und teils unabwendbaren Entwicklungen auf den Absatzmärkten und natürlich auch in der Finanzierung. Um diesen Punkt soll es in unserem heutigen Teil der kleinen Serie zu den Gründen für das Scheitern junger Unternehmen gehen.

Bild: geralt / pixabay.com

Die wichtigsten Finanzierungsprobleme im Überblick

Finanzierungen sind nicht immer leicht zu erhalten. Kommen dann noch weitere finanzielle Probleme hinzu, stehen Unternehmen nicht selten vor dem Aus. So können für Probleme bei der Finanzierung unter anderem

  • Forderungsausfälle von Kundenbedürfnissen
  • Steigerungen der Kosten für Rohstoffe und Material
  • Auszahlungen an ausgeschiedene Mitgründer (Lesen Sie dazu im Gründerlexikon, ob Sie als Gründer Opens internal link in current windowüberhaupt Mitgründer benötigen!)
  • allgemein zu geringe Anfangsfinanzierungen

verantwortlich zeichnen. All diese Punkte sorgen auch dafür, dass weitere Probleme auftreten, die im Folgenden näher erläutert werden sollen.

Rücklagen können nicht gebildet werden

Der Satz „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not", lässt sich problemlos auch auf junge Unternehmen übertragen. Ohne entsprechende Rücklagen können schwierige Zeiten, etwa durch Umsatzeinbrüche oder kurzfristige und nicht erwartete Veränderungen am Markt, kaum überstanden werden. Allerdings können häufig Rücklagen nicht gebildet werden, weil es eben zu Forderungsausfällen oder massiven Preissteigerungen auf der Seite des Einkaufs gekommen ist. Diese Kosten können nicht immer schnell genug an die Kunden weiter gereicht werden, so dass Rücklagen nicht gebildet werden können.

Stehen keine Rücklagen zur Verfügung, können schon relativ kleine finanzielle Probleme zum Teufelskreis führen, bei dem über kurz oder lang die Zahlungsunfähigkeit eintritt.

Ansteigende Verschuldung der Unternehmen

Ebenfalls kann es aufgrund geringer oder nicht vorhandener Rücklagen, sowie zusätzlicher finanziell belastender Probleme dazu kommen, dass weitere Kredite aufgenommen werden müssen. Dadurch steigt die Verschuldung der Unternehmen, Eigenkapital ist nahezu nicht vorhanden und die Abwärtsspirale setzt sich in Gang.

Denn obwohl Kredite helfen können, ein Unternehmen vor dem Scheitern zu bewahren, sind die Banken hier oft recht zögerlich bei der Kreditvergabe. Insofern fällt es den jungen Unternehmen schwer, Kredite aufzunehmen. Die Sicherheiten, die die Banken verlangen, fehlen häufig einfach. Dadurch werden die Kredite abgelehnt, im schlimmsten Fall sogar die bestehenden Kredite gekündigt.

Ein Teufelskreis, der sich kaum aufhalten lässt, entsteht. Denn durch diese Vorgehensweise der Banken haben die Unternehmen kaum eine andere Chance, als Insolvenz anzumelden oder das Unternehmen zu schließen.

Zu geringe Anfangsfinanzierungen

Schon bei den Anfangsfinanzierungen sind viele Unternehmen mit zu wenig Kapital ausgestattet. Die Banken rechnen den realistischen Kapitalbedarf oft deutlich herunter. So kann es gerade durch unerwartete Probleme in der Anfangszeit der Gründung schnell zum Aus kommen. Aber auch die Unternehmensberater kalkulieren oft sehr knapp, so dass das Scheitern quasi vorprogrammiert ist.

Lesen Sie im nächsten Teil, wie sich persönliche Probleme auf die Entwicklung junger Unternehmen auswirken können.

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