Mit dem Materialeffizienz-Selbstcheck Kosten einsparen

Materialkosten sind in deutschen Unternehmen einer der wichtigsten Kostenfaktoren, sie machen rund die Hälfte aller betrieblichen Kosten aus. Wer sein Material aber effizienter und ressourcensparender einsetzt, der kann bis zu 20 Prozent dieser Kosten ohne Probleme einsparen. Dafür hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für den Mittelstand eine Praxishilfe erarbeitet: den Materialeffizienz-Selbstcheck.

Bild: BITLAKE / pixabay.com

Wer diesen Test nutzt, kann innerhalb von etwa 20 Minuten 13 Fragen beantworten. Daraus ergibt sich eine Auflistung verschiedener Möglichkeiten, um Materialkosten einzusparen. Auch eine individuelle Beratung kann anschließend gezielt gesucht werden. Wer bei Materialkosten Einsparungen vornimmt, kann nicht nur die Leistungsfähigkeit seines Unternehmens steigern, sondern sich auch noch wichtige Wettbewerbsvorteile sichern.

Die wichtigsten Gründe für zu hohe Materialkosten

Im Selbstcheck zur Materialeffizienz werden die wichtigsten Gründe für zu hohe Materialkosten aufgezeigt. Hierzu zählt zum Beispiel der Ausschuss von Material. Gründe dafür können

  • abgenutzte Werkzeuge und Maschinen,
  • eine unrealistische Fertigungsplanung,
  • fehlerhafte oder unvollständige Fertigungspapiere oder
  • ein Fehlverhalten der Mitarbeiter

sein. Ebenfalls sollte das Personal überprüft werden. Werden Fehler überhaupt erkannt oder wird gar nicht darauf geachtet, ob solche passieren? Werden Fehler behoben und Vorgesetzte informiert? Außerdem kann es durch unzureichende und nicht regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter zu erhöhten Ausschüssen kommen.

Kontinuierliche Verbesserungen im Unternehmen

Weitere Möglichkeiten, um den Materialverbrauch zu reduzieren, liegen in der Verbesserung und Weiterentwicklung der Produkte selbst, auch unter Einbeziehung der Ideen der Mitarbeiter und durch eine verbesserte Kommunikation im Unternehmen. Hierbei gelten folgende Punkte als besonders wichtig:

  • Weitergabe von Termin- und Mengenänderungen,
  • Abstimmung der gewünschten Liefertermine und
  • vollständige und korrekte Auftragsunterlagen.

Des Weiteren sollte die Reklamationsbearbeitung auf den Prüfstand gestellt werden. Denn hier kommt es erfahrungsgemäß zu Aussagen der Kunden, die einen erhöhten Materialverschleiß feststellen, die aber nicht weiter verfolgt werden. Besser wäre es, diese Aussagen zum Anlass zu nehmen, um Verbesserungen an den Produkten zu erzielen.



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