Im Jahr 2013 startet die elektronische Lohnsteuerkarte

Ursprünglich war die Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte bereits für das Jahr 2011 geplant, ab 2013 soll die traditionelle Pappkarte nun endgültig durch das elektronische Verfahren ersetzt werden. Für Unternehmer mit Angestellten gibt es dazu einiges zu beachten.

Bild: tom-higgins / pixelio.de

ELStaM - Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale

Zum 01. Januar 2013 tritt das neue Verfahren zur elektronischen Lohnsteuerkarte in Kraft, als Übergangszeitraum besteht für Unternehmen die Möglichkeit, den verpflichtenden Abruf bis zum 31.12.2013 zu erledigen. Ab dann jedoch muss das ELStaM-Verfahren verpflichtend von Unternehmen für den Lohnsteuerabzug eingesetzt werden. Eine Befreiung vom neuen Verfahren darf nur noch in gut begründeten Ausnahmefällen von den Finanzämtern gestattet werden. Auf den Arbeitgeber kommen einige Veränderungen und Aufgaben zu, vor allem was das Organisatorische betrifft.

Abruf von ELStAM ab November 2012

Zwar gibt es eine Übergangsfrist, die Anmeldung für das Verfahren ist für Arbeitgeber jedoch bereits ab November 2012 möglich. Damit die Mitarbeiter angemeldet werden können, muss der Arbeitgeber über ein gültiges Elsterzertifikat verfügen. Dazu muss sich der Arbeitgeber einmalig im ElsterOnline-Portal registrieren (wir berichteten bereits). In der Regel sollte der Unternehmer bereits registriert sein, da dies für die Übermittlung der Lohnsteuerbescheinigungen bereits früher gefordert war.

Da die Wartezeiten aktuell recht lang sind, empfiehlt es sich, die Registrierung und die Anforderung des Zertifikats frühzeitig vorzunehmen.

Um die Mitarbeiter anzumelden, müssen dem Arbeitgeber folgende Informationen vorliegen:

  • Eigene Steuernummer
  • Steuernummer des Datenübermittlers (zum Beispiel Rechenzentrum, Steuerberater oder Abrechnungsbüro)
  • Identifikationsnummer des Beschäftigten
  • Geburtsdatum des Beschäftigten
  • Beschäftigungsstatus (Hauptarbeitgeber ja oder nein)

Wird der letzte Punkt nicht beantwortet, wird der Arbeitnehmer in die Steuerklasse VI eingestuft.

Mitarbeiter informieren! 

Als Unternehmer sollte man seine Beschäftigten über die Änderungen informieren, die das ELStAM-Verfahren mit sich bringt. Insbesondere müssen die Freibeträge, zum Beispiel für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit oder für volljährige Kinder, neu beantragt werden, die bis jetzt automatisch übertragen wurden. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, die Lohnsteuerabzugsmerkmale auf Richtigkeit zu prüfen und gegebenenfalls umgehend ändern zu lassen.



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