Haben Sie über ein Sicherheitskonzept für Ihr Unternehmen nachgedacht?

Wer im Gründungsprozess steckt, macht sich in der Regel erst einmal keine Gedanken darüber, ob und was für ein Sicherheitskonzept für sein Unternehmen, seine Büro-, Produktions- und Lagerflächen angebracht ist. Doch auch darüber sollte man sich schon frühestmöglich befassen.

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Was verlangt Ihre Versicherung?

Vielfach sind bereits im Rahmen der Konzeption des Versicherungsschutzes Auflagen des künftigen Versicherungsunternehmens zu beachten. Je nach Branche gewähren manche Versicherer uneingeschränkten Deckungsschutz nur dann, wenn bestimmte mechanische bzw. elektronische Sicherungseinrichtungen installiert werden. Besonders bei Gewerbebetrieben, in denen wertvolle Gegenstände aufbewahrt werden (z.B. bei Juwelieren, Uhren- und Schmuckgeschäften), ist eine unbegrenzte Schadensdeckung oft nur zu bekommen, wenn bestimmte - meist VdS-zertifizierte - mechanische oder elektronische Sicherheitssysteme installiert sind.

Auch Freiberufler wie Ärzte und Rechtsanwälte benötigen schon zum Schutz sensibler Akten und Datenträger ein effektives Sicherheitskonzept. Dies gilt jedoch uneingeschränkt auch für jeden Handwerks- und Industriebetrieb, der seine Buchhaltungs- und Steuerunterlagen im eigenen Büro verwahrt oder eigene Dateien zu geheimen Herstellungsverfahren besitzt.

Bevor Sie jetzt panisch überlegen, was Sie alles dazu brauchen, sprechen Sie zunächst einmal mit Ihrer Versicherung, welche Schäden übernommen werden und welche Sicherheitskonzepte vorgeschrieben sind. (Welche Versicherung Sie als Gründer benötigen, hat das Gründerlexikon bereits für Sie recherchiert.)

Mechanische oder elektronische Sicherungseinrichtungen?

Bedenken Sie auch, dass eine Versicherung nur den finanziellen Schaden ersetzt, der Vertrauensverlust der Kunden jedoch schlimmer wiegt. Vor allem wenn es um den Diebstahl sensibler Daten geht. Sie müssen deshalb nicht gleich Fort Knox aus Ihren Räumen machen. Lassen Sie sich von erfahrenen Anbietern von Sicherheitstechnik beraten. Schauen Sie ins Branchenbuch nach Firmen vor Ort. So können Sie erste Geschäftsbeziehungen knüpfen. Gute Firmen bieten neben Beratung und Service für die jeweiligen Sicherheitssysteme oft auch einen gut sortierten Internetshop (z.B. Lupus Electronics). 
Wer sich für mechanische Sicherungssysteme entscheidet, findet ein breites Spektrum passender Produkte zur Erstinstallation und zur Nachrüstung vorhandener sicherheitsrelevanter Bereiche. Dazu gehören z.B.:

  • Doppelflügel-Schlösser für Fenster und Türen
  • Zahlen- und Griffschlösser für alle öffnungsfähigen Bauelemente
  • Gitterrostsicherungen
  • Scharnier-Seitensicherungen
  • Stangenschlösser
  • Panzerriegel
  • Sicherheits-Türzylinder

Diese Vorrichtungen sollten bereits bei der Auswahl der passenden Bauelemente vor dem Erstbezug berücksichtigt werden. Werden bereits vorhandene Räumlichkeiten übernommen, sind auch entsprechende Nachrüstsätze verfügbar, die ohne Sicherheitseinbuße nachträglich montiert werden können. Allerdings sollten Sie bei Mietobjekten eventuelle Maßnahmen immer mit dem Vermieter absprechen.

Sehen Sie sich jetzt dieses Video an - Opens external link in new windowAufhebelschutz - MDR Einfach genial Sparer

Wer sein Geschäft bzw. gefährdete Bereiche umfassend und effektiv sichern möchte, sollte ergänzend zu den dargestellten mechanischen Komponenten auf elektronische Sicherheitssysteme zurückgreifen, die eine wirksame Raumüberwachung und Alarmierung gewährleisten. Dazu gehören in der Regel mehrere Elemente, die individuell auf die räumlichen Gegebenheiten der zu sichernden Gewerbeflächen abgestimmt werden können:

  • Kameras
  • Bewegungsmelder
  • Richtmikrofone
  • Alarmanlagen etc

Deren Installation sollte von einem professionellen Anbieter erfolgen, der Ihnen auch Garantie auf die Funktionstüchtigkeit gewährt.

Fazit

Nicht immer ist ein großer Aufwand für eine Absicherung nötig. Für manch einen Unternehmer reicht ein professionelles Virenschutzprogram mit Firewall. Prüfen Sie jedoch rechtzeitig, wo in Ihrem Unternehmen Sicherheitsschwachstellen liegen.



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