Fundraising-Berater - was Existenzgründer beachten sollten

Eine Ausbildung oder sogar ein Studiengang zum Fundraiser gibt es nicht. Etwa 1.500 Fundraising-Berater arbeiten Vollzeit in Deutschland. Ihr Job: Privatpersonen und Unternehmen motivieren, sich für soziale oder gemeinnützige Zwecke zu engagieren. Hierfür sind Verkaufprofis mit Elan gefragt.

Bild: Konstantin Gastmann / pixelio.de

Freiberufler oder Gewerbetreibender?

Ein Fundraiser passt weder in die katalogisierten Gruppen der freien Berufe wie beispielsweise Ärzte, Rechtsanwälte, Künstler, oder Journalisten. Er ist auch kein “echter“ Gewerbetreibender, da er keinen Handel ausübt.

Existenzgründer mit dem Wunsch Fundraising-Berater zu werden, sollten versuchen, die günstigste Gründungs-Alternative zu wählen. Und dies ist ohne Frage die freiberufliche Tätigkeit. Ein Freiberufler muss keine Gewerbesteuer zahlen und kann sein Betriebsergebnis über eine relativ einfache Einname-Überschuss- Rechnung ermitteln. Der Antrag auf eine freiberufliche Tätigkeit erfolgt formlos beim Finanzamt. Dort ist der Fundraiser allerdings vom Wohlwollen des Finanzbeamten abhängig. Grundsätzlich wäre eine freiberufliche Tätigkeit in der Regel zu bejahen, da ein besonderes Vertrauensverhältnis sowie eine hohe fachliche Kompetenz erforderlich ist. Ferner wird die Leistung nicht weisungsgebunden und eigenverantwortlich erbracht. Auch muss bei einem Fundraiser eine gewisse schöpferische Begabung vorhanden sein.

Sollte das Finanzamt den Antrag auf eine freiberufliche Tätigkeit jedoch ablehnen, wird der Fundraiser automatisch zum Gewerbetreibenden. Somit wird der Handelsregistereintrag, die jährliche Bilanzerstellung, die doppelte Buchführung, die IHK-Mitgliedschaft und die Gewerbesteuerzahlung Pflicht.

Businessplan für Berater

Einen Businessplan sollte jeder Existenzgründer aufstellen. Er wird sowohl bei der Beantragung von Fördermitteln (zum Beispiel Gründungszuschuss), als auch bei einer eventuellen Kreditaufnahme benötigt. Der Businessplan stellt das Geschäftskonzept, also eine schriftliche Zusammenstellung des unternehmerischen Vorhabens dar. Erfasst werden alle unternehmensrelevanten Daten wie beispielsweise, Konkurrenzsituation, Unternehmensziele, Gründerpersonen oder Gewinnaussichten. Was genau in einem Businessplan enthalten sein muss und wie dieser erstellt wird, zeigt der folgende Link: www.gruenderlexikon.de/magazin/mit-dem-bmwi-businessplaner-zum-vollstaendigen-businessplan-1966

Förderungsmöglichkeiten

Wer beispielsweise aus der Arbeitslosigkeit heraus gründet, kann den Gründungszuschuss beantragen. Dieser wurde jedoch vor einiger Zeit grundlegend reformiert. Ihn zu bekommen wird nunmehr zur Glückssache. Unter “foerderdatenbank.de“ kann der Gründer darüber hinaus bundeslandspezifische Fördermöglichkeiten recherchieren.

Werbung

Die Werbung kann beispielsweise über Tageszeitungen, Fachzeitschriften, das Internet, die eigene Homepage oder ähnlichem erfolgen.

Kundenaquise

Als Basis für die Kundenaquise kommen zum Beispiel Fundraisingtage, Fundraisingkongresse oder CSR-Beratungen in Betracht. Hier sind potenzielle Organisationen zu finden, die nicht unbedingt mit Gewinnerzielungsabsicht arbeiten. Weiterhin kann die Mitgliedschaft in Fundraisingverbänden wie Swissfundraising oder dem Deutschen und Österreichischen Fundraisingverband sinnvoll sein.

Fazit

Der Markt des Fundraising hat sicherlich zukunftspotenzial. Allerdings sind hierbei gute Verkaufsstrategen gefragt, um geeignete Kunden zu werben.



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