Existenzgründung in Südkorea - mit persönlichen Kontakten gelingt der Start

Die Republik Südkorea ist neben Japan die wirtschaftlich stärkste Macht in Ostasien und gehört zu den technologisch führenden Nationen der Erde. Die politische Situation in Südkorea kann durchaus als stabil bezeichnet werden. Lediglich das Bruderland Nordkorea im Norden stellt eine politische Instabilität dar. Die wirtschaftliche Situation in Südkorea ist davon jedenfalls bislang nicht betroffen. Korea stellt in jeder Hinsicht ein interessantes Land dar und ist ein ideales Land zum Investieren. Eine Existenzgründung in Korea ist für Ausländer möglich und kann mit der geeigneten Sorgfalt sehr erfolgreich sein.

Bild: Kurious / pixabay.com

Korea – ein anderes Japan

Die koreanische Wirtschaft basiert auf unterschiedlichen Unternehmensmodellen.Während im Nachbarland Japan Selbständigkeit sehr selten ist, kommt es in Korea zu vielen Existenzgründungen. Die wirtschaftliche Situation in Korea ist sehr positiv, auch wenn Südkorea von den Wirtschaftskrisen der letzten Jahrzehnte stark geschwächt wurde. Dennoch weist das Land wirtschaftlich positive Zuwachsraten auf. Der Binnenkonsum ist in der Regel von dieser Entwicklung nicht betroffen. Die Koreaner haben ein ausgeprägtes Konsumverhalten.

Aufenthaltsgenehmigung 

Ausländer, die sich in Korea selbständig machen wollen, stehen zuerst vor dem Problem der Sprache. Die Amtssprache ist Koreanisch. Wie in vielen Ländern Asiens hilft bei der Existenzgründung eine Ehe mit einem koreanischen Staatsbürger (insofern vorhanden). Die Visabestimmungen sind zurzeit in Korea noch sehr streng; die meisten Existenzgründungen scheitern bereits an der Aufenthaltsgenehmigung.

Sind die Behördengänge ausgestanden, kann es losgehen. Mit 50.000 Euro oder mehr Kapitaleinlage muss man schon rechnen, denn Korea ist ein teures Land. Die Löhne sind sehr hoch, die Preise ebenfalls. Wenn das Geschäft sehr gut läuft, ist die Chance durch einen hohen Gewinn seine Ausgaben schnell wieder zu erhalten, sehr hoch. Eine Existenzgründung lohnt sich vor allem für Wirtschaftsberater, Juristen, im Tourismusbetrieb und Gastronomiebereich. Hochqualifizierte und technische Berufe sind allerdings weniger gefragt, da Korea eine sehr hohe Bildungsquote besitzt und dementsprechend über eigene hochqualifizierte Fachkräfte verfügt.

Die andere Seite von Korea

Korea hat nur wenige negative Aspekte für Existenzgründungen zu bieten. Die hohen Preise und Löhne schmälern den Gewinn. Die koreanische Gesellschaft ist darüber hinaus diszipliniert und arbeitsintensiv. Je nach Geschäftsart muss man mit einer Sieben-Tage-Woche rechnen. Das größte Problem in Korea stellt allerdings die Aufenthaltsgenehmigung dar. Korea ist kein klassisches Einwanderungsland und schottet sich nach außen hin ab. Ausländer, die nach Korea ausgewandert sind, sind sehr selten, vor allem, wenn sie keine koreanischen Ehepartner haben. Asiatische Gesellschaften basieren auf persönlichen Kontakten, so dass im Vorfeld schon Kontakte gesucht werden sollten. Eine Existenzgründung in Korea kann aber vor allem daran scheitern, wenn sich der Selbständige nicht genügend in die koreanische Gesellschaft integriert. 

Fazit

Korea ist in jeder Hinsicht ein ideales Land für eine Existenzgründung – in der Theorie. Eine restriktive Visapolitik verhindert derzeit jedoch den unkontrollierten Zuzug von Ausländern. Wer jedoch beharrlich auf sein Ziel hin arbeitet und Zeit und Geduld investiert, kann sich seinen Traum von der Selbständigkeit in Korea durchaus erfüllen, vorausgesetzt, die geeignete Idee wird richtig umgesetzt.



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