Die Gefahren lauern überall – Veränderungen bei den Arbeitsunfällen

Gerade in Industrie- und Handwerksbetrieben sind die möglichen Gefährdungen allgegenwärtig und vielen Mitarbeitern auch sehr bewusst. Nicht nur gefährliche Maschinen werden benutzt, auch extreme Hitze, eine schlechte Belüftung und Beleuchtung und die Arbeit mit giftigen Stoffen machen die Arbeit nicht gerade zu einem Zuckerschlecken.

Bild: geralt / pixabay.com

Was jedoch viele nicht bedenken: Auch Büroarbeitsplätze sind gefährdet – Tendenz steigend. Stress, eine falsche Haltung beim Sitzen, schlechte Bildschirme – all das sind Risiken, die die Gesundheit des Büromitarbeiters stark belasten. 2008 resultierten bereits 9 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage aus psychischen Erkrankungen. Deshalb muss zukünftig auch immer mehr Aufwand in die Optimierung desArbeitsklimas und der Arbeitsorganisation sowie in die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze gesteckt werden.

Kosten oder Kosten?

Warum viele Unternehmer den Arbeitsschutz immer noch nicht ernst genug nehmen, ist in den meisten Fällen die Kostenfrage, denn Arbeitsschutz kostet nun mal nicht gerade wenig. Die Stellung von Sicherheitskleidung für die Mitarbeiter, das Anbringen von Schutzmechanismen an Maschinen oder der Aufbau eines Gesundheitsmanagements sind große Kostenpositionen. Allerdings sollten Sie sich immer dessen bewusst sein, dass es Sie wesentlich teurer zu stehen kommen wird, wenn einer Ihrer Mitarbeiter einen Arbeitsunfall erleidet und sich die Opens internal link in current windowUnfallversicherung weigert, Leistungen zu erbringen, weil Sie keine ausreichenden Arbeitsschutzmaßnahmen ergriffen haben. Dann sind nämlich Sie in der Haftung!

Aus Fehlern lernen

Wahrscheinlich ist es auch in Ihrem Unternehmen schon einmal dazu gekommen, dass ein Unfall passiert ist oder beinahe passiert wäre. Gehen Sie nach solchen Vorfällen nicht einfach zur Tagesordnung über, sondern versuchen Sie, die jeweilige Problematik zu verbessern, um das Risiko für Arbeitsunfälle zu vermeiden – zu Ihrem Wohl und auch zu dem Ihrer Mitarbeiter.

IKK Profil 02/2010, S. 9

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