Bei Italienern zu Tisch – So können Sie punkten

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Vor einiger Zeit haben wir uns schon einmal damit beschäftigt, wie Sie im Umgang mit Italienern punkten können. Natürlich kommt es im Geschäftskontakt nicht nur darauf an, dass Sie Ihr Gegenüber richtig begrüßen können. Das richtige Verhalten in Sachen Tischmanieren, Geschäftskultur und Dresscode spielt eine wichtige Rolle.

Zu Tisch mit Italienern

Wenn Sie das Restaurant gemeinsam mit Ihrem italienischen Gast betreten, halten Sie ihm die Türe auf. Achtung: Sollten Sie eingeladen worden sein, warten Sie, bis Ihnen Ihr Gastgeber die Türe aufhält. In einem italienischen Restaurant wählen Sie den Tisch nicht selbst aus, sondern warten geduldig, bis Ihnen der Kellner einen passenden Tisch zuweist.

Sogar für das Essen gibt es einige Regeln. Die Italiener essen Spaghetti anders als wir Deutschen. Sie werden auf keinen Fall aufgeschnitten und lediglich mit der Gabel aufgerollt. Das ist gar nicht schwierig; am besten üben Sie es zuhause ein paar Mal, denn so können Sie richtig Eindruck schinden. Bestellen Sie sich besser keine Pizza Hawaii, denn dies hat für Italiener nichts mit der italienischen Kochkunst zu tun.

Italiener bestellen zum Ende eines Menüs gewöhnlich einen Espresso. Wenn dieser ausgetrunken ist, wird danach kein Wein mehr getrunken. Seiten Sie mit Wein grundsätzlich vorsichtig, denn betrunkene Menschen kommen in der Öffentlichkeit nicht gut an. Sie sollten auch keinen Cappuccino trinken, auch wenn Sie diesen gewöhnt sind, denn bei Italienern gehört er nicht zu Hauptmahlzeiten.

Doch wer bezahlt nun eigentlich?

Grundsätzlich bezahlt immer derjenige die Restaurantrechnung, der zum Treffen eingeladen hat. Es kann aber auch bei einer Einladung nicht schaden, wenn Sie zwischendurch „heimlich“ die Rechnung bezahlen. Die Italiener sind ein sehr großzügiges Völkchen und mögen deshalb solche Gesten der Großzügigkeit. Wenn Sie eingeladen wurden, sollten Sie Ihrem Gastgeber Ihren Teil nicht bezahlen, denn er geht davon aus, dass Sie sich beim nächsten Treffen revanchieren werden. Wenn Sie Ihren Teil selbst bezahlen, käme dies beinahe einem Abbruch der Geschäftsbeziehung gleich.

Die unpünktlichen Italiener

Mit diesem Klischee würden Sie sicherlich viele Italiener beleidigen, denn die italienische Unpünktlichkeit ist auch längst nicht mehr das, was sie einmal war. In der Regel bemühen sie sich gerade im Umgang mit Deutschen um Pünktlichkeit. Seien Sie dennoch nicht ungehalten, wenn Sie doch einmal warten müssen. Besonders im Süden des Landes ist die Unpünktlichkeit immer noch relativ weit verbreitet.

Wie kleide ich mich in Italien?

Grundsätzlich kleiden Sie sich hier ähnlich wie in Deutschland. Sie sollten allerdings wissen, dass die Italiener sehr modebewusst sind und dementsprechend großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres legen. Vor allem für gute Qualität haben Italiener bei der Kleidung ein Auge.

Männer sind mit einem Anzug immer gut bedient, so dieser denn ordentlich sitzt. Die Farbe des Anzugs spielt im Prinzip keine große Rolle. Entscheiden Sie sich aber besser nicht für Farben, die ein wenig unseriös wirken. Krawatten sollten grundsätzlich eher zurückhaltend sein. Die Damen sind entweder mit einem Hosenanzug oder einem eleganten Kostüm gut bedient. Besonders Frauen sollten darauf achten, nur hochwertige Ware zu tragen.



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