Bedienungsanleitung für nachhaltiges Unternehmertum in Bandenburg

Die deGUT-Repräsentanten Sonja und Dieter Moor verraten in einem Filmporträt auf www.degut.de ihr Erfolgsrezept

Bild: geralt / pixabay.com

Berlin/Potsdam, 21.06.2010. „Eine Öko-Landwirtschaft? Noch dazu in Brandenburg? Hören Sie auf!“ So und ähnlich klangen die ersten Reaktionen zum unternehmerischen Konzept der deGUT-Repräsentanten Sonja und Dieter Moor. Dennoch ließ sich das Ehepaar nicht entmutigen und gründete 2004 ein landwirtschaftliches Unternehmen mit Tierzucht im brandenburgischen Hirschfelde. Mittlerweile bietet ihr Unternehmen, zu dem unter anderem 72 Galloways und Wasserbüffel, eine Schafherde, Esel und Pferde zählen, ein gutes Auskommen.

In einem Filmporträt auf der Homepage der Deutschen Gründer- und Unternehmertage www.degut.de erzählen sie von ihren anfänglichen Herausforderungen, die zum Teil auch regional bedingt waren. Als die Moors 2003 nach Brandenburg kamen, war die Region verschuldet, die Immobilienpreise im Keller und kaum einer glaubte, dass hier ein Bio-Bauernhof rentabel sein könnte. Ihrer Meinung nach sind die Möglichkeiten für eine erfolgreiche Landwirtschaft in Brandenburg vorhanden: „Wenn man das richtige Konzept und die richtige Kundschaft hat und die richtigen Produkte erzeugen kann – kein Problem“, so Sonja Moor. Ihr Erfolgsgeheimnis bestehe darin, dass man „das Konzept anpasst, an das, was an Ort und Stelle möglich ist. Dann musst Du die Tiere, den Boden und das Wasser und die Luft nicht quälen, und Dich selbst auch nicht.

Nachhaltigkeit ist für mich das Zentrum der unternehmerischen Tätigkeit“. Sie vertritt die Auffassung, dass alle Mittel, die sie in ihrer Landwirtschaft einsetzt, Sinn machen sollten – ökonomisch, ökologisch und ethisch.
Die Motivation der diplomierten Rinderzüchterin aus Österreich und des Schweizer Moderators (u.a. ARD-Magazin „ttt“), nach Brandenburg auszuwandern, war zunächst der dort vorhandene reichliche Platz. In dem Film erzählt das Paar, wie es nach 30 Jahren bewusster Reflektion als Konsumenten zwangsläufig zu „Tätern“ werden musste. Sie sahen hierin die einzige Möglichkeit, nach ihren Maximen leben zu können.

Im Alltag bedeutet dies, dass Sonja Moor für die Landwirtschaft und ihr Mann für den „Außendienst“ zuständig ist. Ihre unternehmerische Aktivität und Initiative beschränkt sich dabei nicht nur auf ihren eigenen Bio-Bauernhof, sondern sie bezogen gleich ihre ganze Umgebung in ihr Konzept mit ein: 2006 wurde der kleine Ort Hirschfelde zum Modelldorf für Nachhaltigkeit (Opens external link in new windowwww.hirschfelde-lieber-tee.de). „Wir haben ein Modelldorf entwickelt, das ein Konzept umsetzt, das die berühmte Wertschöpfungskette fließen lässt, d.h. von Anfang bis Ende durchdacht ist“, erklärt Sonja Moor die Idee des Projektes. „Das regionale Entwicklungskonzept macht das unternehmerische Konzept erst richtig ‚sexy’ – wenn ich das so sagen darf.“ Dieter Moor ergänzt: „Ich habe schon den Ehrgeiz, den Beweis anzutreten, und im Moment sieht es auch danach aus, als ob ich den auch antreten kann: Man kann sehr wohl in Zusammenarbeit mit der Natur, die uns ja laufend Geschenke macht, wirtschaftlich wirtschaften.“

Über die deGUT

Die 26. deGUT findet am 29. und 30.10.2010 in der STATION-Berlin statt.
Mit über 5.600 Teilnehmern (2009), etwa 100 erwarteten Ausstellern aus ganz Deutschland und einem umfangreichen, kostenlosen Seminar- und Workshopprogramm ist die deGUT eine der wichtigsten Messen rund um das Thema Existenzgründung und Unternehmertum. Experten und Berater von Banken, Wirtschaftsverbänden, Kammern und anderen Institutionen sowie erfolgreiche Unternehmer/innen informieren über alles, was man bei einem Start in die Selbstständigkeit wissen muss. Aber auch Unternehmen, die sich bereits etabliert haben, erfahren auf der deGUT viel Wissenswertes zu Themen wie Marketing, Verkauf, Recht oder Personal.

Seit 2008 wird die deGUT von der Investitionsbank Berlin (IBB) und der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) veranstaltet. Gefördert wird die Messe von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen des Landes Berlin und dem Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg aus Mitteln der Länder und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Schirmherr ist der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Rainer Brüderle.

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