Aussagekraft des Schufa Score

Eines der neueren Modelle zur Bewertung der Kreditwürdigkeit eines Kunden seitens der Schufa ist der Schufa Score. Dieser dürfte insbesondere für Existenzgründer von Bedeutung sein, die nicht selten einen Kredit aufnehmen müssen, um die notwendigen finanziellen Mittel für die eigeneGeschäftsgründung zu erhalten.

Bild: www.schufa.de

Vor der Aufnahme sollte eine Eigenauskunft bei der Schufa gestellt werden. Diese beinhaltet regelmäßig den Basisscore. Dieser wird unabhängig von bestimmten Branchen berechnet, dagegen steht der jeweils branchenspezifische Schufa Score. Unterteilt werden kann er in die Bereiche Banken-, Kreditkarten- und Leasingunternehmen, Handelsunternehmen und Telekommunikationsunternehmen. Wer diesen branchenspezifischen Schufa Score einsehen will, kann ihn ebenfalls bei der Schufa anfordern, die Grundgebühren dafür betragen drei Euro, für jeden Score-Wert fallen nochmals ein Euro Gebühren an.

Doch wie aussagekräftig ist der Schufa Score tatsächlich? Diese Frage stellt sich immer wieder, betrachtet man die Angaben genauer. Die Schufa gibt nach wie vor nicht bekannt, wie der Schufa Score errechnet wird. Klar ist lediglich, dass verschiedene Faktoren eine Rolle spielen und der Einzelne zu unterschiedlichen Gruppen zugeordnet wird. Mittels modernster statistischer und mathematischer Verfahren wird dann der Schufa Score errechnet. Dabei geht es vor allen Dingen darum, die Wahrscheinlichkeit einer Vertragsstörung zu berechnen.

Schufa Score genau prüfen

Da der Schufa Score ein nach wie vor umstrittenes Verfahren ist, sollten sich insbesondere Existenzgründer zunächst darüber informieren, wie der eigene Basisscore aussieht und welche branchenspezifischen Score-Werte man erhält. So sieht man bereits vor der Kreditbeantragung, was die Bank über einen selbst erfährt.

Zudem kann der Schufa Score noch beeinflusst werden, insbesondere wenn falsche Negativmerkmale gespeichert wurden, kann mit der Schufa über deren Löschung verhandelt werden.

Welche Werte in den Schufa Score einfließen 

Auch wenn die Schufa die Berechnung des Schufa Score nicht offenlegt, kursieren doch einige Angaben über die Werte, die in diesen einfließen. So heißt es oft, dass das Alter eine entscheidende Rolle spielt. Wer gerade 18 Jahre alt ist, wird mit einem geringeren Schufa Score versehen, das statistisch gesehen beste Alter liegt dagegen bei 50 Jahren.

Zusätzlich werden Wohnortwechsel berücksichtigt. Je häufiger diese vorkommen, desto geringer der Schufa Score. Grund dafür ist eine fehlende Beständigkeit. Auch der Wohnort selbst wird laut vielen Informationen in den Schufa Score eingerechnet. Hierbei gilt vor allen Dingen, dass die neuen Bundesländer als Wohnort negativ angesehen werden. Diese können den Schufa Score deutlich verringern.

Somit sagt der Schufa Score vermeintlich aus, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es bei diesem Kreditnehmer zu Vertragsstörungen kommt. Doch die Aussagekraft selbst wird von vielen Experten stark angezweifelt.



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