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Was Deutsche bei der Existenzgründung in Österreich beachten sollten

Vor der Existenzgründung in Österreich erfolgt entsprechend der auszuübenden Tätigkeit eine Gewerbeanmeldung, zu der neben österreichische Staatsangehörige auch Unternehmer aus dem Ausland mit einer EWR (EU)-Staatsangehörigkeit berechtigt sind. Deshalb müssen deutsche Unternehmerkeine österreichische Aufenthaltserlaubnis besitzen, wie das bei Drittstaatsangehörigen der Fall ist. Zudem wird vorausgesetzt, dass der Gründer zum Zeitpunkt der Anmeldung seine Volljährigkeit erreicht hat. Darüber hinaus sollte er beispielsweise in keine Finanzstrafdelikte verwickelt und nicht vorbestraft sein. Weitere Ausschließungsgründe sind im § 13 der österreichische Gewerbeordnung (GewO) geregelt.

Gründung einer Kapitalgesellschaft oder Personengesellschaft

Soll eine Kapitalgesellschaft gegründet werden, müssen die oben genannten Voraussetzungen lediglich für die Person des Geschäftsführers erfüllt sein. Bei der Anmeldung einer Personalgesellschaft ist jedoch jeder Gesellschafter, der in ähnlich großem Umfang am Unternehmen beteiligt ist, dafür verantwortlich, die Voraussetzungen zu belegen. Alternativ kann bei dieser Gesellschaftsform eine einzige voll sozialversicherte Person das Gewerbe anmelden, wenn nachweisbar ist, dass sie mindestens die halbe Normalarbeitszeit im Unternehmen beschäftigt ist.

Welche Qualifikationen muss ein Gründer nachweisen?

Bei der Existenzgründung in Österreich werden Qualifikationszertifikate vorausgesetzt, wenn ein Befähigungsnachweises aufgrund der gesetzlichen Grundlage erforderlich ist. Lediglich reglementierte Gewerbe, wie Inkassoinstitute, Lebens- und Sozialberatungen oder Reisebüros können nur mit speziellen Qualifikationen gestartet werden. Ob ein Gewerbe frei oder reglementiert ist, kann man in einer entsprechenden Liste nachlesen.

Liste reglementierte Gewerbe

Dabei ist nur der gewerberechtliche Geschäftsführer dafür zuständig, die Nachweise vorzulegen sowie das Unternehmen fachlich und entsprechend der im Ausland und in der EU geltenden Vorschriften zu leiten.

Kosten und Bürokratie in Österreich

Bei der Existenzgründung im deutschen Nachbarland muss man mit ähnlichen bürokratischen Vorgängen rechnen, wie in Deutschland. Die selbstständige Tätigkeit muss entweder der örtlichen Gewerbebehörde oder dem Finanzamt innerhalb eines Monats nach Beginn der Tätigkeit angezeigt werden. Die erste Anmeldung kann formlos erfolgen. Im nächsten Schritt erhält der Geschäftsführer Formulare vom Finanzamt, die ausgefüllt zurückgeschickt werden müssen. Auch im europäischen Ausland sind die Kosten für die Gewerbeanmeldung in jedem Ort verschieden und werden maximal 150 Euro betragen.

Fazit

Alles in allem ist die Existenzgründung in Österreich mit einer gut vorbereiteten Standortanalyse durchaus möglich, zumal es in diesem Land keine Sprachbarrieren gibt. Trotzdem sollten Sie eine Gründung im Ausland nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn auch hier ist, wie in Deutschland auch, eine vernünftige Geschäftsidee und einer gute Umsetzung das A und O einer erfolgreichen Gründung.

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Meine Name ist Torsten Montag, ich betreibe seit 2004 das Gründerlexikon. 2019 habe ich die GründerAkademie gegründet. Hier finden Sie all die Dinge, die mir geholfen haben, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Machen Sie zuerst meinen UnternehmerTest oder erkundigen Sie sich jetzt unverbindlich zu meinem Existenzgründerseminar für zu Hause!


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