Partnerprogramme - Schritte wagen und Kunden gewinnen

Die Gründung des eigenen Unternehmens ist vom ersten Tag an mit einem gewissen Risiko verbunden, denn in nahezu allen Branchen ist der Wettbewerb mittlerweile so groß, dass er umfangreiche Erfahrungen und letzten Endes auch hohes Engagement erfordert. Existenzgründer können nur dann bestehen, wenn sie Risiken eingehen und eigene Schritte planen.

Hierbei sollte vor allem die Unabhängigkeit von bereits bestehenden Lösungen angestrebt werden. Eine gute Möglichkeit, um sich von der bereits vorhandenen Konkurrenz abzuheben, sind Partnerprogramme. Sie passen sich dem Zahn der Zeit an und werden mittlerweile von einem Großteil der Websitebetreiber genutzt.

Was sind Partnerprogramme?

Partnerprogramme geben Existenzgründern die Möglichkeit, ihre Leistungen und Produkte auf anderen Webseiten zu platzieren und bekannt zu machen. Im Grunde können sie als ein überaus moderner Vertriebsweg angesehen werden. Hierbei kommt es zum indirekten Absatz. Gründer gewähren durch die Partnerprogramme einem anderen Unternehmen oder auch Händler eine Umsatzbeteiligung oder auch Einnahmemöglichkeit, wenn über sein Engagement Kunden auf den Gründer stoßen und dessen Leistungen in Anspruch nehmen.

Partnerprogramme sind an das Internet gebunden und haben somit von Grund auf eine sehr große Reichweite. Gründern steht es grundsätzlich frei, wie sie ihre eigenen Partnerprogramme gestalten. Allerdings sollten von Beginn an mögliche Kosten im Fokus betrachtet werden.

Partnerprogramm: Erklärung & Definition

Mittels eines Partnerprogramms können Webseitenbetreiber durch die Vermittlung von Verkäufen an andere Internetseiten Provisionen verdienen. Dabei muss sich der Seitenbetreiber (oft Merchant, Affiliates oder Publisher genannt, wir verwenden im folgenden immer den Begriff Publisher) in der Regel bei einem Netzwerk (Affiliatenetzwerk) anmelden, über welches er sich bei seinem Wunschpartner (Advertiser) bewerben muss. Nach erfolgreicher Annahme vom Advertiser erhält der Publisher die nötigen Werbemittel wie Banner, Textlinks oder Javascripte zum Einbinden von etwa Onlinerechnern uä. Werbemitteln.

Sobald über dieses Partnerprogramm einige Publisher eine Aktion, einen Klick, eine Vermittlung oder gar ein Kauf erzeugen, kann der Advertiser diese Vermittlung prüfen, bevor er den vereinbarten Provisionssatz oder den Provisionsbetrag im Netzwerk an den Publisher freigibt. 

Nachdem dort ein gewisses Guthaben angesammelt wurde, kann der Publisher sich dieses Guthaben auszahlen lassen.

Vergütet werden in der Regel folgende Aktionen:

  1. Ein vermittelter Umsatz, also der Kauf eines Produktes oder Dienstleistung. (Sale)
  2. Das Eintragen in den Newsletter der Zielseite. (Lead)
  3. Das Ausfüllen eines Formulars auf der Zielseite. (Lead)
  4. Der Klick auf ein Werbemittel. (Klick)
  5. Das bloße Ansehen / Einblenden eines Werbemittels. (View)

Beispiel für den Ablauf eines Partnerprogramms

H. Müller betreibt seit einigen Monaten einen Weblog zum Thema Finanzen. Dort schreibt er regelmäßig wie sich die Zinsen entwickeln, welche neuen Finanzprodukte auf den Markt gekommen sind und was es in den Nachrichten zu neuen Finanzskandalen oder Rettungsaktionen von der Bundesregierung zu berichtigen gibt. Das macht ihm in seiner Freizeit sehr viel Spaß, da er hauptberuflich Bankkaufmann gelernt hat und seit vielen Jahren in diesem Beruf arbeitet, dort aber irgendwie nicht ausgelastet ist. Sein Chef hat übrigens auch nichts dagegen.

H. Müller möchte nun mit seiner Arbeit auch ein paar Euro verdienen und hat sich zum Thema Partnerprogramme erkundigt. Er meldet sich also bei einem AffiliateNetzwerk kostenlos an und bewirbt sich sofort beim Partnerprogramm von smava.

Smava nimmt seine Seite, die ja ganz ordentlich ist, sofort an und  Herr Müller kann direkt mit dem Einbauen der nun zur Verfügung stehenden Werbemittel beginnen. Er übertreibt es nicht und veröffentlicht lediglich in jedem Artikel einen Banner. Außerdem in der Navigation einen Skyscraper. Das sollte fürs erste genügen.

Nach einigen Tagen möchte Herr Müller seinen Erfolg begutachten und loggt sich beim Netzwerk ein. Über eine Statistik kann er sofort nachvollziehen, wie viele Menschen auf seine Banner geklickt haben und wie viele davon eine Aktion bei Smava durchgeführt haben. Etwa einen Kredit beantragt oder nur ein Anlegerkonto eröffnet haben. Herr Müller erfährt sofort, wie viel Geld auf dem Spiel steht, was also der Programmbetreiber (Smava) auf Korrektheit prüfen muss. Wenn alles geklappt hat, bekommt Herr Müller diese Provision (das sind immerhin 20 EUR) im Netzwerk gutgeschrieben und kann Sie später auf sein Konto überweisen lassen. Herr Müller versucht nun noch mehr Besucher auf seine Internetseite mit interessanten Artikeln zu bekommen, um so noch schneller noch mehr Geld zu verdienen. Das war´s, so funktioniert ein Partnerprogramm.

Welchen Nutzen ermöglichen Partnerprogramme?

Gründer können sich durch Partnerprogramme eine enorm große Reichweite aufbauen. Hierbei kommt es nicht nur auf die verschiedensten Partner, sondern vor allem auf deren Einsatz an. Die Gründer erreichen durch Partnerprogramme Kunden, die ihnen sonst verwehrt bleiben würden. Somit lassen sich für das eigene Angebot im Internet eine höhere Bekanntheit und vor allem auch eine schnellere Entwicklung erzielen. Diese ermöglicht infolge dessen einen höheren Vertrieb der eigenen Produkte.

ein wort aus dem lexikon wird hier erklärt

Was ist Provision?

Eine Vergütung für ein vermitteltes Geschäft oder Dienst. Diese Art des Entgelts wird in der Regel bei Handelsvertretern gezahlt. Es kann frei vereinbart, sich nach dem vermittelten Umsatz berechnen oder pauschal vergütet werden. Provisionen können für Einkaufs- oder Verkaufsleistungen vereinbart werden. Die Provision wird auf einem speziellen Konto im Rechnungswesen erfasst. Provisionen können auch für Kommissionsgeschäfte, Makler-, Kredit- oder Inkassogeschäfte gezahlt werden. Bspw. Eine im Rahmen einer Vermietung gezahlte Courtage oder Maklergebühr stellt eine besondere Form der Provision für die Vermittlung des Vermietungsobjektes dar. Die Provision kann vom zahlenden Unternehmer als Betriebsausgabe verstanden werden, sofern sich die Provisionsvergütung im betrieblichen Rahmen des Unternehmens bewegt.

In welchen Branchen bieten sich Partnerprogramme an?

Das Internet gilt zwar als das Medium schlechthin, aber nur die Wenigsten wissen auch wie sie es in der eigenen Branche nutzen können. Die Partnerprogramme sind im Grunde mit keinerlei Einschränkungen verbunden und so können sowohl Handwerksunternehmen wie Dachdecker als auch Online Shops diese Option nutzen.

Allerdings bieten sich die Partnerprogramme insbesondere für Existenzgründer an, die sich auf das Internet konzentrieren. Somit gelten sie schon nahezu als Pflichtveranstaltung für die zahlreichen Betreiber der Online Shops. Für Gründer, die sich auf das World Wide Web konzentrieren, sind eigene Partnerprogramme die einfachste Möglichkeit, Kunden zu gewinnen.

Die Kosten der eigenen Partnerprogramme?

Viele Gründer distanzieren sich von dem eigenen Aufbau nicht nur wegen dem zu Beginn vorhandenen Arbeitsaufwand, sondern vor allem wegen der Kosten. Allerdings wird oftmals vergessen, dass die Kosten der Partnerprogramme eigenständig festgelegt werden können. Somit können Gründer selbstständig bestimmen, wie hoch diese sein sollen. Hierbei handelt es sich um einen entscheidenden Vorteil, der keinesfalls außer Acht gelassen werden sollte.

Zudem kann man die eigenen Partnerprogramme vom eigenen Umsatz abhängig machen. Somit geht man kein erhebliches finanzielles Risiko ein. Die Provision für die Partner kann hierbei eigenständig festgelegt werden. Um jedoch das Interesse am eigenen Partnerprogramm zu verstärken, sollten sich Gründer an den gängigen Marktentwicklungen konzentrieren. Nur wenn ein solches auch attraktiv ist, wird es auch in Anspruch genommen.

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