Schließen Sie private Versicherungen ab!

Der Weg in die Selbstständigkeit bringt viele Veränderungen mit sich, viele Dinge müssen bedacht werden, dazu gehören auch die Versicherungen. Bleibe ich als Existenzgründer freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse oder steht ein Wechsel in die Private Krankenversicherung an? Welche Zusatzversicherungen sind unbedingt notwendig und welche nur Luxus, der nicht zwangsläufig erforderlich ist?

Unbedingt notwendig für Selbstständige sind folgende Versicherungen:

  • eine Krankenversicherung (Pflicht),
  • eine Berufsunfähigkeitsversicherung (dringend empfohlen) und
  • eine Betriebshaftpflichtversicherung (dringend empfohlen, teilweise Pflicht).
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E-Book Tipp: Gründung mit 45 - Welche Versicherungen brauche ich?

Immer mehr Existenzgründer haben bereits eine Reihe von Arbeitsjahren hinter sich und wollen nun, wenn die Kinder aus dem Haus sind, noch einmal etwas Neues beginnen. Oder sie sehen einen guten Weg aus der Arbeitslosigkeit und gelangen über Freunde oder ein Hobby zu ihrer Geschäftsidee.

Aber wie dem auch sei - mit einer Portion Lebenserfahrung und gewissenhafter Planung besitzen sie oft sogar Vorteile gegenüber jungen Gründern. Dafür haben sie aber auch spezielle Probleme. Darüber informiert das E-Book "Gründung mit 45" auf elf Seiten. Hier erhalten Sie geeignete Tipps, welche Versicherungen gerade für Existenzgründer im fortgeschrittenen Alter sinnvoll sind.

Krankenversicherung für Selbstständige

Die wohl wichtigste Versicherung, die jeder Deutsche gesetzlich verpflichtend haben muss,ist die Krankenversicherung. Dabei kann sich ein Existenzgründer privat (PKV) oder gesetzlich (GKV) versichern. Es kann jedoch keine allseits geltende Regel erstellt werden, welche Versicherungsart besser geeignet ist. Jeder sollte sich individuell im Klaren sein, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Arten bieten und was er persönlich von seiner Versicherung erwartet. Dabei sind folgende Fragen eine Hilfe:

  • Sollen Angehörige ohne Eigeneinkommen beitragsfrei mitversichert werden? –Wenn ja, ist somit nur die GKV möglich, da es in der PKV keine Familienversicherung gibt.
  • Sollen die Beiträge in der Höhe bis zur Beitragsbemessungsgrenze prozentual abhängig vom Arbeitsentgelt (GKV) oder abhängig vom persönlichen Krankheitsrisiko (PKV) sein?
  • Können Leistungen wie Seehilfen zum Teil privat gezahlt werden (GKV) oder sollen diese Leistungen vertraglich mit aufgenommen werden (PKV)?
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eBook: Versicherungen für Existenzgründer

Versicherungen sind oft ein heikles Thema. Aber als Unternehmer übernimmt man mit der Existenzgründung ein ganzes Stück weit Verantwortung. Und diese sollte man auch angemessen absichern.

Dazu gibt es einige gesetzliche Pflichtversicherungen, denen man nachkommen muss. Aber auch, wenn keine gesetzliche Verpflichtung besteht, erwartet oft der Auftraggeber oder Kooperationspartner ein entsprechendes Versicherungsportfolio. Bekannt ist diese Situation vor allem bei niedergelassenen Ärzten und anderen Freien Berufen. Und auch Subunternehmer können sicher ein Lied davon singen.

Das E-Book "Versicherungen für Existenzgründer" behandelt auf acht Seiten dieses nicht immer angenehme Thema, mit dem sich Selbständige auseinander setzen müssen. Hier gilt zumeist, einen akzeptablen Kompromiss zu finden zwischen einer Anzahl von sinnvollen Versicherungen und den finanziellen Möglichkeiten eines Existenzgründers. Deshalb macht Sie das E-Book erst einmal mit den Versicherungspflichten vertraut, zu denen natürlich die Krankenversicherung gehört. Danach beschäftigt sich der Autor mit einer Reihe von Kann-Versicherungen, die zwar sinnvoll und oftmals notwendig sind, aber auf der Freiwilligkeit des Unternehmers beruhen.

Rentenversicherung für Existenzgründer freiwillig möglich

Ist die Entscheidung beispielsweise für die private Krankenversicherung gefallen, so besteht für die Existenzgründer auch keine Pflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung. Es gibt jedoch noch die Möglichkeit, freiwillig Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung Bund zu zahlen, da Ansprüche, die vor der Selbstständigkeit erworben wurden, auch erhalten bleiben. Dies gilt auch für die gesetzliche Pflegeversicherung, in die weiterhin freiwillig eingezahlt werden kann.

Was noch zu beachten ist!

Als selbstständige Person gibt es eine riesige Auswahl an Versicherungen, die zur Debatte stehen, aber nicht alle sind zwingend notwendig. Jeder Existenzgründer sollte sich jedoch im Klaren sein, welche Risiken man überhaupt versichern will und muss und welche man im Schadensfall vielleicht sogar selbst tragen kann. Denn auch Versicherungen kosten Geld, das manchmal auch unnötig gezahlt wird.

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Faustregel:

Kleine Risiken können oft selbst getragen werden, große Risiken sollten jedoch unbedingt versichert werden.

Zu diesen großen Risiken zählen beispielsweise die Berufsunfähigkeit und die Haftung, somit sind die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Betriebshaftpflichtversicherung unbedingt notwendig. In Verbindung mit der Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch eine Unfallversicherung sehr sinnvoll, weil ein Unfall in den meisten Fällen Ursache für eine Berufsunfähigkeit ist. Im Ernstfall, wenn er Versicherte seinen Beruf etwa durch einen Unfall nicht mehr ausführen kann, erhält er dann eine monatliche Rente von der Versicherung ausgezahlt.

Weitere sinnvolle - aber nicht zwingend - notwendige private Versicherungen sind:

  • die freiwillige Arbeitslosenversicherung,
  • Zusatzversicherungen, wie das Krankentagegeld oder das Krankenhaustagegeld,
  • die Unfallversicherung,
  • die Berufsunfähigkeitsversicherung,
  • die Erwerbsunfähigkeitsversicherung,
  • die Pflegeversicherung.

Folgen Fragen haben sich in diesem Abschnitt bisher ergeben:

Auf die Verträge, fertig und los?

Grundsätzlich gilt bei allen Versicherungssparten, dass ein Vertrag nicht voreilig abgeschlossen werden sollte. Es ist wichtig, verschiedene Anbieter und Tarife zu vergleichen, dazu können zum Beispiel unabhängige Tests sehr hilfreich sein.

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr Torsten vom

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