Wer muss Bücher führen?

Ein Gewerbetreibender ist nicht automatisch auch buchführungspflichtig. Die Buchführungspflicht ist für Gewerbetreibende erst ab einem Gewinn von über 60.000,- EUR oder einem Umsatz von mehr als 600.000,- EUR bindend. Erreicht der gewerbliche Unternehmer diese Grenzen im Geschäftsjahr nicht, so kann er seinen Gewinn durch die Einnahmen – Überschuss - Rechnung (EÜR) ermitteln. Diese Gewinnermittlungsmethode ist kostengünstiger und einfacher zu erstellen.

Freiberuflich tätige Unternehmer, wie beispielsweise Architekten, Unternehmensberater, Heilpraktiker, Ingenieure o.a. werden mit ihrem Gewinn bzw. ihren Umsätzen nicht diesen Grenzen unterworfen. Sie sind also nicht buchführungspflichtig und können demzufolge immer ihren Gewinn durch die Ermittlung des Überschusses der Einnahmen über die Ausgaben ableiten. Die Aufforderung zur Buchführungspflicht wird durch das zuständige Finanzamt automatisch erteilt. Es braucht also kein Gewerbetreibender ständig seinen Gewinn oder seine Umsätze überwachen und selbstständig die Gewinnermittlungsmethode wechseln.

Beginn und Ende der Buchführungspflicht

Die Buchführungspflicht beginnt mit der Aufnahme der gewerblichen Tätigkeit. Dies kann unter Umständen bereits vor der Entstehung der Firma sein. Das Ende der Buchführungspflicht kennzeichnet die Aufgabe der gewerblichen Tätigkeit bzw. die Beendigung der Verteilung des Vermögens nach Abschluss der Liquidation, also nach der Insolvenz.

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E-Book Tipp: Kleine Buchungstypologie

Zeigt wichtige Belegarten, und wie sie verbucht werden.

Der folgende Beleggeschäftsgang ist eine Übung für die buchhalterische Grundausbildung in kaufmännischen Aus- und Fortbildungen. Er enthält daher eine Zahl von Vereinfachungen, die aus Gründen der Übersichtlichkeit und zur Herausarbeitung der wesentlichen Lehrinhalte sinnvoll erscheinen.

Belege wurden originalen Dokumenten nachgestaltet, können aber von ihrem Vorbild abweichen. Nicht alle Veränderungen des Originaldokumenten werden hier nachvollzogen, denn nicht alle Details des Originals sind zum Verständnis der zugrunde liegenden Buchung bedeutsam. Zahlen und Daten der Lohnabrechnung (insbesondere Steuern und Beitragssätze) werden gerundet und vereinfacht. Sie entsprechen daher nicht den wirklichen Abgabensätzen, was aber für das Erlernen der zugrunde liegenden Buchungstechniken irrelevant ist. Zinssätze sind für Zwecke der Übung eingeführte Pauschalsätze und entsprechen nicht den wirklichen Verzinsungen.

Namen und Marken werden ausschließlich für Zwecke der Aus- und Fortbildung verwendet. Eine Übereinstimmung mit wirklichen Markenzeichen ist weder beabsichtigt noch wird hierdurch ein Anspruch auf diese Markenzeichen zum Ausdruck gebracht. Die Belege dürfen nicht in realen Betrieben oder Buchhaltungen verwendet werden. Alle genannten Unternehmungen, Geschäftsfälle und Sachverhalte sind fiktiv. Bei Missbrauch keine Haftung!

Aus dem Inhalt

1. Einkaufsbuchung mit Rechnung ......................................................................................................... 2
2. Einkaufsbuchung mit Quittung ........................................................................................................... 3
3. Kostenbuchung mit Barzahlung .......................................................................................................... 3
4. Kostenbuchung mit Barzahlung .......................................................................................................... 4
5. Kostenbuchung mit Kartenzahlung ..................................................................................................... 4
6. Kostenbuchung mit Bankbeleg ........................................................................................................... 5
7. Kostenbuchung mit Eigenbeleg ........................................................................................................... 5
8. Erlösbuchungen mit Bankbeleg oder Barzahlung ............................................................................... 6
9. Erlösbuchung mit Rechnung ............................................................................................................... 7
10. Eröffnungsbuchung............................................................................................................................ 8
11. Abschlußbuchung der GuV-Konten .................................................................................................... 8
12. Abschlußbuchung der Bilanzkonten ................................................................................................... 9

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GoB - Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

In der GoB sind alle Grundsätze derBuchführung und Bilanzierung verankert, welche im Handelsgesetz niedergeschrieben stehen. Zu den wichtigsten Grundsätzen der Buchführung zählt zum Beispiel die Tatsache, dass ein sachverständiger Dritter innerhalb einer angemessenen Zeit sich einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens verschaffen können muss. Die einzelnen Buchungen müssen in der Entstehung und Abwicklung verfolgbar sein. Das verschleiern oder übermalen von Informationen oder Zahlen ist nicht gestattet und würde obigem Grundsatz zuwiderlaufen. Der ursprüngliche Inhalt muss immer nachvollziehbar sein.

Die Verwendung von Abkürzungen oder Symbolen ist nur dann gestattet, wenn die Bedeutung eindeutig feststeht. Es ist die deutsche Sprache und als Währung der € zu verwenden. Wird die Buchführung oder die Gewinnermittlung von einemSteuerberater durchgeführt, so braucht man sich in der Regel keine Gedanken darüber machen, ob die Vorschriften eingehalten werden. Auch mit der auf dem Markt erhältlichen Software, steht man in der Regel auf der sicheren Seite und erstellt die Buchführung im Sinne des Gesetzes.

Aufbewahrungspflichten und Aufbewahrungszeiträume

Der Abschluss eines Geschäftes heißt für den Gewerbetreibenden nicht gleichzeitig, dass auch sämtliche Unterlagen vernichtet werden können. Aufzeichnungen wie Inventare, Jahresabschlüsse, Lageberichte, Bilanzen und Buchungsbelege müssen 10 Jahre aufbewahrt werden. Dokumente wie empfangen oder gesendete Handels- oder Geschäftsbriefe müssen sechs Jahre aufbewahrt werden. Diese Pflicht ist notwendig, um dem Finanzamt im Fall einer Betriebsprüfung Beweise zu erbringen. Die Aufbewahrungsfrist beginnt am Schluss des Kalenderjahres, in welchem die letzten Eintragungen vorgenommen worden oder in welchem die Inventare oder Bilanzen entstanden sind. Werden die auf zu bewahrenden Unterlagen maschinell gespeichert (auf CD oder anderen Bildträgern), dann müssen die entsprechenden Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden, welche zum Lesen dieser EDV – Medien notwendig sind.

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E-Book Tipp: Übungsaufgaben zur Bilanz - Grundlagen der Buchführung

In dieser Übung trainieren Sie die grundlegende Orientierung in der Bilanz. Alle weiteren Übungen
bauen auf dieser grundlegenden Aufgabe auf. Hauptziel ist es, Vermögen vom Kapital unterscheiden
zu lernen, denn das ist die sachliche Grundlage für die spätere Bildung von Buchungssätzen.

Aus dem Inhalt

Grundschema der Bilanz, 1. Übungsausgabe .................................................... 1

Doppelte Buchführung – Bilanzkonten ............................................................... 3

Buchungssätze, Bestandsbuchungen ................................................................. 5

Doppelte Buchführung – Bilanz- und Erfolgskonten ............................................ 7

Buchungssätze, Bestands- und Erfolgsbuchungen .............................................. 9

Grundschema der Bilanz, 2. Übungsausgabe .................................................... 11

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