Frage von Melkow am 02.04.09

Businessplan - ja, aber wie viel?

Ich habe mit mehreren Personen gesprochen die Selbstständig sind, auch seit mehreren Jahren. Und praktisch alle haben gesagt, dass sie keinen richtigen Business Plan gemahct haben als sie angefangen haben. D.h. sie haben einen gemacht, aber nicht so Detailreich wie man es in den Büchern über Business Pläne sieht. Wie detailreich sollte der Plan also sein?

Antwort von

Gute Frage Sums,

der Plan sollte so umfangreich sein wie nötig und so kurz wie möglich.

Eigentlich dient er mehr dazu, um sich selbst ein Bild von der Idee und dem Umfeld zu machen., Die Arbeitsagentur benötigt in der Regel nur eine sehr abgespeckte Version. Außer die Banken brauchen mehr, da sollte man schon 10 bis 20 Seiten abgeben, wenn man einen Kredit benötigt.
Arbeitsamt machen wir nicht mehr wie 5 Seiten.

Für dich privat reicht manchmal schon eine oder zwei Seiten.

Antwort von

Hallo sums,

ich möchte mich hier Torsten anschließen, dass der Plan so umfangreich wie notwendig sein soll. Aber was heißt denn "notwendig"?

Tatsache ist, dass über 80% der Unternehmensgründungen binnen kürzerster Zeit wieder vom Markt verschwinden. Selten verblieb den Jungunternehmern Zeit überhaupt schwarze Zahlen zu schreiben.

Aber nicht nur Jungunternehmenr sind davon betroffen, sondern sogar gestande Unternehmen, die neue Produkte in den Markt, einen neuen Standort beziehen oder sogar ihr Unternehmesportfolio umgestalten wollen. Sie verzichten nicht selten auf umfassende Businesspläne.

Was da oft Banken vorgestellt werden, sind wenige Seite umfassende Fragmente, die ein Minimum der in den Köpfen entstandenen Ideen vermitteln können.

Gründer oder Jungunternehmer haben sich sicherlich viel "Gedanken" gemacht. Doch das genügt nicht. Einzig und alleine zählen visualisierte auf Papier gebrachte Fakten, um einen Dritten eine Einschätzung zu ermöglichen.

Insofern ist der Businessplan, das Unternehmenskonzept oder auch der Projektablaufplan das Papier, welches nicht nur im voraus zu einer Struktur zwingt, sondern auch Notwendigkeiten und Ziele fixiert, die in einer vorgesehenen Zeit zu erreichen sind. Das gilt für zeitlich als auch monetär (geldlich) vorgesehene Planansätze.

Um den Umfang noch einmal anzusprechen. Hier sollte sich der Verfasser darüber im Klaren sein, dass natürlich die Arbeitsagentur, die IHK, der Banker oder auch andere fokussierte Zielgruppen sind. Vielmehr sollte der Plan für den Unternehmer selbst (also sich selber) erstellt werden.

Und wenn hier Bequemlichkeit, Oberflächlichkeit, übertriebene Sparsamkeit oder gar Faulheit dominieren, ist die Frage grundsätzlich zu stellen: Geht es dem Unternehmer um das ernste Ziel eine tragfähige Vollexistenz zu plazieren oder nur um " Unternehmer" zu spielen.

Im Klartext, - ein Businessplan ist "nie" zu umfangreich, wenn der Gründer ihn als Controllinginstrument zur Umsetzung der Geschäftsidee versteht.

Antwort von

Ein Business-Plan ist immer gut....hat gleich zwei wichtige Aufgaben zu erfüllen, zum einen muss er Finanziers und wichtige Geschäftspartner vom Erfolg der Unternehmensidee überzeugen. Und zum anderen dient er den Gründern als regelmäßiges Kontrollinstrument. Glaub mir, es ist unheimlich wichtig. Es gibt genug Hilfe/infos im Internet darüber.

Antwort von

Ist es aber zum Beispiel "erlaubt" den Businessplan immer wieder zu ändern?

Antwort von

Ja, es ist Ihr Businessplan, Ihr Konzept und wenn Sie der Meinung sind, dass sich was geändert hat und dies dem Gläubiger mitgeteilt werden muss, dann müssen Sie den Businssplan ändern. Fraglich nur, ob es noch Glaubwürdig erscheint, wenn Sie das Ding mehrfach überarbeiten und verschiedene Versionen auf dem Markt sind. Sicher nicht, man unterstellt Ihnen dann eher Unwissenheit und Wankelmütigkeit als Konsequenz und Entschlossenheit durch Fachwissen.

Antwort von

Mja, ich überarbeite meinen Businessplan immer wieder. Große Änderungen entstehen da nicht, aber ich habe immer das Gefühl dass er besser sein könnte. Man kann ja nicht alles wissen, besonders bei einem kleineren Startup, man muss sich immer wieder an die Situationen und an die neuen Informationen anpassen.

Ich finde besonders heute sollten die Unternehmen so flexibel wie möglich sein. Dazu habe ich auch diesen Artikel gelesen: entwicklung und dynamik des unternehmens.

Antwort von

Wie gesagt, sie können es machen wie Sie wollen, wichtig ist nur, dass der Businessplan irgendwann fertig ist und sie damit bei ihren Gläubigern (Kreditinstitute, Banken oder die Arbeitsagentur) etwas anfangen können und ein positives Ergebnis erzielen. Ich habe schon mit Leuten zusammengearbeitet, die mehrere Monate an IhremGeschäftskonzept rumgedoktort, Zeit vertrödelt haben und das wesentliche einfach vergessen wurde.

Wurden Ihrer Fragen beantwortet?

Wenn ja, werde ich diesen Thread nun schließen. Sollten Sie noch andere Fragen haben, bitte eröffnen sie einen neuen Diskussionsstrang in der richtigen Kategorie.

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