Am von Torsten in Buchführung und Steuererklärung geschrieben und am 02.09.2019 um 12:03 aktualisiert
Betriebsausgaben

Unternehmer werden entlastet: Keine Arbeitslosenversicherung mehr für Rentner

Zum ersten Juli 2016 erhalten Rentner mehr Geld und damit steigt auch die Hinzuverdienstgrenze. Doch auch für Unternehmer, die Rentner beschäftigen, soll sich nächstes Jahr einiges ändern. Vor allem bei den Sozialabgaben, die einen beträchtlichen Anteil an den Lohnausgaben ausmachen, soll es Entlastungen für Unternehmer geben.

arbeitender Rentner
© jp26jp / pixabay.com

Berlin, 13. Juni 2016 - Nicht wenige Rentner müssen trotz ihrer Rente noch nebenher arbeiten. Das kann für diejenigen, die ihren Ruhestand genießen wollen aber aus finanziellen Gründen nicht können, eine große Belastung sein. Auf der anderen Seite bevorzugen einige Unternehmer eher ältere Personen bei der Personalwahl. Häufig ist es so, dass Unternehmer sich auf diese Generation “noch verlassen können”. Außerdem können sie mit Erfahrungen punkten, die jungen Leuten einfach fehlt. Bisher ist es jedoch so, dass Unternehmer, die Rentner beschäftigen, auch für diese Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung entrichten müssen. Und das, obwohl sich für den Rentner dadurch weder der Anspruch seiner Rente erhöht, noch dass er jemals noch Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung erhalten könnte. Der Bund der Steuerzahler hatte diese Vorgehensweise schon lange kritisiert. Zum 01. Juli diesen Jahres gibt es nicht nur die stärkste Rentenerhöhung seit 23 Jahren, sondern auch einen Anstieg der Hinzuverdienstgrenzen für Rentner. Nächstes Jahr soll es auch hier Verbesserungen für Rentner, die nebenher arbeiten, geben. Doch auch für Unternehmer stehen Entlastungen bzw. Verbesserungen an.

Ab 2017 keine Beiträge mehr zur Arbeitslosenversicherung

Ab nächstes Jahr, sollen dann die Beiträge des Unternehmers bzw. Arbeitgebers zur Arbeitslosenversicherung bei beschäftigten Rentnern wegfallen. Grob gesagt, spart der Unternehmer dadurch 1,5 Prozent der derzeitigen Lohnkosten. Der Beitrag zur Rentenversicherung muss jedoch auch weiterhin durch den Unternehmer gezahlt werden. Allerdings kann sich dieser rentenerhöhend für den Arbeitnehmer auswirken, sofern er ebenfalls einen Beitrag zur Rentenversicherung zahlt. Noch ist keine endgültige Entscheidung getroffen worden. Auch die Details müssen noch abgeklärt werden. Die Redaktion des Gründerlexikons wird alle Leser auf dem Laufenden halten.

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