Roomba 564 ein kleiner Saugroboter mit großer Leistung für Tierbesitzer

Katzen sind niedlich, kuschelig und verschmust aber, sie verlieren Haare. In einem sind sich wohl alle Tierbesitzer einig, man muss beinahe täglich mit dem Staubsauger durch das Haus. Nur dann hat die perfekte Hausfrau das Gefühl, es ist sauber. Das gilt insbesondere dann, wenn Kinder mit im Haushalt wohnen. Beim Staub saugen ist immer wieder im Hinterkopf der Gedanke: das Geschirr wird automatisch in der Spülmaschine gereinigt, die Waschmaschine wäscht auf Knopfdruck ebenfalls selbständig, da muss doch auch das Staub saugen automatisch gehen.

Bild: pikabum / pixabay.com

Staubsaugen auf Knopfdruck?

Nach kurzer Recherche fanden wir mit dem Roomba 564 einen automatischen Staubsauger, der auch Tierhaare gut bewältigen soll. Der Roomba sieht aus wie eine aufgepustete Diskusscheibe mit einem Durchmesser von ca. 30 Zentimetern und einer so geringen SaugroboterHöhe, dass er unter den meisten Möbelstücken problemlos reinigen kann.

Werden die Böden richtig gesäubert?

Ein runder Staubsauger soll Ecken säubern? Wie das funktionieren soll, war unser erster Testpunkt. Der kleine Sauger besitzt seitlich eine rotierende Kantenreinigungsbürste. Diese Bürste hat drei vorstehende Arme, die ohne Schwierigkeiten alle Ecken reinigen. Der Test führte uns weiter über die verschiedenen Oberflächen. Fliesen mit unterschiedlichen Strukturen, Laminat und der Wechsel auf kleinere Teppiche und Brücken gelingt dem Roomba ausgezeichnet.

Abgrund - freistehende Treppe

Kann der kleine Roboter der freistehenden Treppe ausweichen oder stürzt er in den Abgrund? Der Roomba besitzt in seinem vorderen, unteren Teil vier Sensoren, die ihn bei Abgründen automatisch zurückfahren lassen sollen. Mehrmalige Tests haben bewiesen, es funktioniert. Aber, wenn die Sensoren sehr verstaubt sind, klappt es dann auch noch? Nein. In diesem Fall bleibt der Sauger an der Treppenstufe stehen und der Roomba spricht mit Ihnen. Er meldet sich mit „Fehler Nr. 6 – stellen Sie den Roomba an einen anderen Ort...“. Wenn Sie ihn nicht umstellen, bleibt der Sauger auf der Treppenstufe hocken und schaltet sich aus. Er saugt nicht weiter, fällt aber auch nicht die Treppe herunter.

Der Saugroboter wird zum Familienmitglied

Jedes liebgewonnene Teil, vom Kuscheltier bis zum Auto, wird mit einem Namen in die Familie aufgenommen. Unser Roomba „hört“ jetzt auf den Namen Robby. Endlich mal ein Mann, der was von Hausarbeit versteht und den man einfach zu selbiger verdonnern kann.

Haustier und Roomba – ein vorprogrammierter Konflikt?

Unserer Katze ist der Robby völlig egal. Wenn er anfängt zu saugen, macht sie ganz langsam ein Auge auf und beobachtet das Treiben. Katze auf dem BodenDer Roboter ist für den Spieltrieb der Katze zu langsam und vollführt keine ruckartigen Bewegungen. Nachdem sie ein Auge riskiert hat, rollt sie sich gemütlich zusammen und schläft weiter, während der Roomba fleißig seinen Job erledigt. Der normale Staubsauger war ihr im Gegensatz dazu immer zu laut und sie hat freiwillig das Feld geräumt.

Sauggeräusche

Der Roomba 564 ist wesentlich leiser als unser alter Markenstaubsauger. Saugt er in einer anderen Etage, ist das Geräusch kaum zu hören und stört überhaupt nicht. Die Saugarbeit im Nachbarzimmer wird auf Dauer störend. Ein Buch lesen oder konzentriert arbeiten geht nicht, weil der ständig gleiche Saugton auf Dauer nervt. Nach den ersten ausgiebigen Tests durfte Robby seine Arbeit verrichten, wenn wir selbst auf Arbeit sind. Dann sind die Räume beim Heimkommen frisch gesaugt und wir haben unsere Ruhe.

Katzenhaare und Katzenstreu

Wir haben einen automatischen Sauger extra für Tierhalter gewählt. Der Roomba 564 besitzt einen zusätzlichen Kehrbehälter für Tierhaare. Wenn er um den Schlafplatz der Katze gesaugt hat, ist der Erfolg besonders deutlich im Kehrbehälter sichtbar. Damit ist der Sinn und Zweck der Anschaffung bereits erfüllt. Das gleiche gilt für die Katzenstreu. Mit dem Einstreusand hat der kleine Sauger keine Probleme. Nach dem Saugen ist der Platz um die Katzenkiste völlig staubfrei.

Saugzeit und Ladezeit

Der Roomba 564 schafft voll aufgeladen einen Bereich von ca. 60m² in zwei Stunden. Je nachdem, ob alle Gegenstände aus dem Weg geräumt sind oder der Sauger um Stühle und Bodenpflanzen einen Bogen machen muss, weicht die Zeit ab. Unsere Empfehlung: für eine gründliche Reinigung alle Stühle und andere Gegenstände hochstellen. Dann ist der Sauger am effizientesten. Für mal eben durchsaugen, ist ein Wegräumen der Stühle u.ä. nicht notwendig. Der Roomba tanzt praktisch um alles herum und saugt so weit, wie er kommt. Nach ungefähr 60m² macht der Sauger schlapp, was er durch ein rotes Licht anzeigt. Steht seine Basisstation in der Nähe, fährt er selbständig in die Station zum Aufladen. Die Ladezeit liegt bei gut zwei Stunden, dann ist der Roomba wieder einsatzfähig.

Kostenfaktor

ein Strom-Messgerät

Ist ein automatischer Staubsauger ein großer Kostenfaktor oder spart er neben Zeit auch noch Geld? Gut, die Anschaffungskosten sind nicht als günstig zu bezeichnen. Wie steht es aber mit den laufenden Kosten? Wir haben ein Strom-Messgerät angeschlossen und waren über das Ergebnis völlig erstaunt. Für eine volle Ladung, bei gut zwei Stunden Ladezeit, verbraucht der Roomba gerade mal 0,07 KWh. Unser alter Staubsauger hat die 0,07 KWh innerhalb von 6 Minuten verbraucht. In der Zeit schaffe ich gerade mal ein Zimmer von gut 15m². Mit der gleichen Strommenge putzt unser Robby also eine vier Mal so große Fläche und das ganz allein.

Stromkosten

Eine KWh Strom kostet den Endverbraucher rund 25 Cent. Für diesen Preis lädt sich der Roomba ca. 14 Mal (1 KWh durch 0,07 KWh pro Ladung) voll auf. Mit diesen Ladungen saugt er 840m² (60m² mal 14 Aufladungen). Also im VerbrauchStromverbrauch vom Roomba ist der kleine Sauger absolut genügsam und kostensparend.

Reinigung des Saugers

Der Roomba hat keinen Beutel sondern eine Schmutzkassette mit Filter und einen separaten Kehrbehälter für Tierhaare. Die Kassette und der Behälter müssen regelmäßig entleert werden. Das ist eine Arbeit von 20 – 30 Sekunden. Nach dem „Wochenendputz“ ist eine gründlichere Reinigung empfehlenswert. Dann sollten alle Haare aus den Bürsten und den Lagern sorgfältig entfernt werden. Die gründliche Reinigung nimmt ca. 5 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch. Am wichtigsten sind die Sensoren. Stauben Sie die Sensorbereiche bei jedem Umsetzen kurz ab. Um so effizienter reinigt der Sauger.

Unser Fazit

Der Roomba 564 ist uns ans Herz gewachsen. Er erledigt seine Aufgabe ohne zu mucken ganz und gar perfekt. Neben der Zeitersparnis können wir uns sogar noch über eine Kostenersparnis beim Stromverbrauch freuen.

Sie haben kein Haustier? Dann interessiert Sie bestimmt der Roomba 581.



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