Die Stasi würde Google lieben

Sicher muss ich erst einmal klären was die Stasi überhaupt ist. Die Stasi ist die Abkürzung für Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Dieses Ministerium wurde vom Volksmund kurz Stasi genannt, die offizielle Abkürzung war allerdings MfS (Ministerium für Staatssicherheit).

Bild: HebiFot / pixabay.com

Es hat vorwiegend die Bürger und Menschen der ehemaligen DDR ausspioniert, bespitzelt und Daten zusammengetragen. Dabei hat man für damalige Verhältnisse sehr gute Technik verwendet, die den gewöhnlichen Bürgern der DDR nicht bekannt oder verwehrt wurde. Dieses Ministerium hatte einfach alles zur Verfügung, was es brauchte, um seine Bürger nach den besten Regeln der Kunst zu überwachen. Selbstverständlich wurde das alles penibel genau dokumentiert, erfasst und archiviert. Das sind die heutigen Stasi Akten, nach denen so viele Menschen suchen, um ihre damalige Vergangenheit aus Sicht der DDR nachvollziehen zu können. Sicher auch deswegen, weil sie einfach lesen und erfahren möchten, wer aus ihren Verwandten und Bekanntenkreis oder auch aus dem Freundeskreis mit gespitzelt, gelauscht und gehorcht hat. Die Tätigkeit eines Stasioffiziers oder Stasimitarbeiters (IM - inoffizieller Mitarbeiter) wurde selbstverständlich geheim gehalten, so dass derjenige auch einen Decknamen beziehungsweise ein Pseudonym hatte. Das alles steht in den Stasiakten, die heute von der Gauck-Behörde bzw. Birthler-Behörde verwaltet werden.

Was hatte die Staatssicherheit für Möglichkeiten und Instrumente?

Aus heutiger Sicht selbstverständlich lächerlich, für die Zeit der Stasi und der DDR einer hoch innovative Ausrüstung. Da es sehr wenig telefonieren zu DDR Zeiten gab, gehört auch das Telefon zur Ausrüstung, die nicht selbstverständlich und alltäglich für die Menschen der DDR war. man hatte ihr selbstverständlich auch Telefonabhöranlagen, Spielreflexkameras mit entsprechenden Objektiven, um aus sehr weiter Entfernung gestochen scharfe Bilder zu machen. Außerdem Wanzen, um ganze Wohnungen und Häuser abzuhören. Wer einen tieferen Einblick in die Welt der Stasi und der abhören Methoden von damals bekommen möchte, sollte sich folgenden Filmen ansehen.

Wer mehr zum Thema Stasi erfahren möchte, kann dazu den sehr gut geschriebenen Artikel bei Wikipedia lesen.

Was hat das aber nun mit Tante Google zu tun?

Google ist schon sehr häufig in das Kreuzfeuer von Datenschützern genommen worden. Erst kürzlich das Problem Google zu Produkt Street View, wo Google ein Kompromiss mit dem Hamburgischen Datenschutzbeauftragten eingegangen ist, wie datensicherheit.de berichtet.

Auch Produkte wie Google AdWords und Google AdSense sind Datenschutz technisch umstritten, von Google Analytics ganz zu schweigen.

Google sammelt überall und ständig Daten von Benutzern und deren Verhalten im Internet, um diese Daten lukrativ weiterverarbeiten zu können. So zum Beispiel oben den Menschen im Internet interessen orientierte, Ziel gerichtete Werbung ihren Verhalten im Netz entsprechend fortzusetzen. Somit sieht jeder genau die Werbung, für die er sich auch interessiert. Wenn ich also viel zum Themagarten, Pflanzen und Gartenpflege im Internet suche, kann diese Daten Google dazu verwenden, mir zukünftig Werbung von Bauwerken oder Gärtner reihen in meiner Nähe fortzusetzen. Dieses Profil kann Google von mir aber nur dann erstellen, wenn ich im eingeloggt Zustand mich im Internet bewege. Selbstverständlich speichert Google und seine Medienpartner regelmäßig so genannte Cookies auf meinem Rechner ab, um diese später auswerten zu können. Diese kleinen Textdateien kann man recht einfach löschen, schwieriger wird es allerdings bei den neuen Opens external link in current windowFlashcookies.

Stasiakte heißt heute Google-Benutzerprofil 

Wenn man das Verhalten und die Tätigkeit der Suchmaschine Google mit der Stasi vergleicht, ergeben sich sehr viele Parallelen. Der Unterschied liegt lediglich in der Technologie und damit in der Menge der gesammelten Daten. Ich möchte nicht gegen Google hetzen und die Datenschützer unterstützen. Sicher muss man beide Seiten verstehen, meine Meinung ist, wenn wir uns versuchen Daten technisch abzuschirmen, keiner darf mehr was lesen oder wissen vom anderen, brauchen wir kein Internet mehr. auf dieser Art der Kommunikation. Man muss ja auch nicht immer alles sagen und preisgeben, man darf auch mal lügen, so wie es das Magazin Internet Business News in seiner letzten Ausgabe Schummeln gehört dazu Surfer haben Angst vor Eingriffen in ihre Privatsphäre – und begegnen diesem Problem auf ihre Weise sehr treffend dokumentiert hat.



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