Frage von Ebee am 21.04.09

Nebentätigkeit als Kleingewerbe für 2 Monate - lohnt das?

Hallo,

habe hier wohl ein super Forum gefunden und hoffe, Ihr könnt mir auch helfen.

Ich bin zum 30.6. gekündigt (20h/wo Job) undfreigestellt und habe die Erlaubnis nebenbei zu arbeiten.

Habe zum Glück gleich einen neuen Job (Bauleitung Landschaftsartchitektur) gefunden.

Nun brauchen die ganz dringend jemand und möchten mich gleich ab Mai haben. Jetzt kam der Vorschlag, für die beiden Monate, wo ich ja noch in der alten Firma offiziell angestellt bin und auch versichert etc., könnte ich doch auf Stundenbasis dort tätig werden und wenn der alte Verrag ausgelaufen ist, dann können wir eine Festanstellung draus machen.

Ist das rechtlich ok?

Was muss ich beachten (Kleinunternehmen beim Finanzamt anmelden weiß ich schon)?

Lohnt der ganze fomale Aufwand für die kurze Zeit oder sollte man nicht lieber einen Minijob draus machen (verdiene netto eh nur so 600 Euro, könnte man ja 2 Monate auf 400 Euro gehen).

Vielen lieben Dank für eure Hilfe - ich hab so was noch nie gemacht und nicht mal drüber nachgedacht - möchte dem neuen AG aber auch entgegenkommen.

ebee

Antwort von

mm, ich würde auf minijob tippen, aber das hat eher mit meiner persönlichen Erfahrung zu tun. Denn ich kenne jemadnen der sich den ganzen Aufwand gegönnt hat, und nach dem alles fertig war, hat man ihm gesagt, wir haben uns umentschieden...

Antwort von

hallo ebee, ....

... nein lohnt nicht. Wenn das eine einmalige und absehbare Tätigkeit ist und Du anschließend ohnehin ins Angestelltenverhältnis übernommen wirst, kannst Du mit der neuen Stelle abstimmen, Deine Stunden abzurechnen.

Das heißt, Du sammelst die Stunden und schreibst auf den Monat oder die Woche gesehen eine Rechnung ohne Mehrwertsteuer.

Bei Deiner Einkommensteuererklärung gibst du rückwirkend aufs Jahr gesehen an, dass Du Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit gehabt hast, nennst die Höhe, den Zeitraum der Leistungserbringung, vielleicht die Rechnungsnnummer und daten und fertig ist.

Wie gesagt, aber nur als einmalige Ausnahme, weil die Zeit kurz und überschaubar ist. Es steht nämlich keine Absicht von dir dahinter auf Zeit selbständig zu werden und daraus dauerhaft Einkünfte zu beziehen.

In so einem Fall wäre es anders, - dann müsstest Du die ganze Gewerbeanmeldeschiene durchlaufen etc.

Antwort von

Hallo,

also tut mir leid, aber die Aussage von ubis-beratung ist schlichtweg falsch und evtl. am Rande des Betrugs. Ausnahmen gibts beim Finanzamt nur wenn sie auch im Gesetz selbst stehen - ein Blick in das Gesetz erleichtert also die Rechtsfindung.

Handelt es sich um eine Arbeitnehmertätigkeit, dann ist diese auch so abzurechnen, und zwar sowohl steuerlich ( Lohnsteuer), als auch sozialversicherungsrechtlich (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken-, Pflegeversicherung)!

Wo ist das Problem?

Man kann zwei steuer- und sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen nebeneinander haben. Es mag zwar abrechnungstechnisch evtl. etwas aufwendiger sein, als bei nur einer, aber nichts ungewöhnliches.

Dem Finanzamt mag man noch nachträglich Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit melden können, ohne das evtl. ein Steuerstrafverfahren eingeleitet wird, aber wie und wann erfolgrt die Meldung bei der Sozialversicherung? Erst bei der nächsten Arbeitgeberprüfung in evtl. erst vier Jahren? Nachzahlung + Zinsen! Zwischenzeitlich zweimal Arbeitgeber gewechselt - viel viel Ärger im nachhinein - nicht zu empfehlen.

Antwort von

Hallo und vielen Dank für die Infos!

Leider bin ich jetzt noch unsicherer als vorher, deshalb nochmal kurz nachgefragt:

Der neue AG will Freie Mitarbeit für die 2 Monate, ich soll Rechnung über die erbrachten Stunden schreiben und als Kleinunternehmer etc. hätte ich ja keine MWST etc.

So eine Anmeldeschein vom Finanzamt habe ich mir schon geholt und bin am ausfüllen.

Als Landschaftsarchitektin kann ich ja freiberuflich arbeiten.

Mein alter 20 h/Wo-Job zahlt alle Sozialabgaben etc.

Muss ich jetzt auf die Einnahmen vom neuen Job auf Stundenbasis auch Krankenkasse, rente etc. zahlen??? und wie mache ich das als "Selbständiger"??? Das Büro wird das ja nocht machen, so wie bei meiner alten, "richtigen" Anstellung.

Sorry, fürs nochmalige ggf. dumme Nachfragen - aber ich habe rein gar keine Ahnung - und mache das ganze nur, weil ich den neuen AG nicht verärgern will - wegen der versprochenen Festanstellung hinterher.

Danke für Eure Hilfe!!!!

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