Am von Torsten in Studien geschrieben und am 09.03.2020 um 09:52 aktualisiert
Paradox

Zufriedenheit im Online-Handel sinkt trotz Rekordumsätze

Die Jahresstudie 2019 des Händlerbunds zeigt deutlich steigende Umsätze. Dennoch sind Online-Händler immer weniger zufrieden. Die Auslöser dafür sind verschieden. Was bedrückt Händler und wie geht es 2020 weiter?

Bein Bewertungsbogen mit einem neutralen, einem zufriedenen und einem unzufriedenem Smiley
Wie zufrieden sind Online-Händler mit 2019?
© mohamed_hassan / pixabay.com

Leipzig, 16. März 2020 – Es ist das sechste Mal, dass der Händlerbund seine Jahresstudie zur Zufriedenheit im Online-Handel veröffentlicht. Darin zeigt sich, wie zufrieden die Händler im Jahr 2019 mit ihrem Geschäft waren. Das Ergebnis ernüchtert: Trotz steigender Umsätze nimmt die Zufriedenheit der Händler ab.

Sinkende Zufriedenheit für 2019

252 Händler wurden zu ihrer Zufriedenheit in den Bereichen Umsatzentwicklung, Weihnachtsgeschäft, Retourenquote, Prognose, und Gesamtzufriedenheit befragt. Die Zahlen sprechen dabei für sich. Obwohl zwei Drittel der Befragten zufrieden oder gar sehr zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr blickt, sinkt die Gesamtzufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr. Statt 25% gaben für 2019 35% an, dass sie unzufrieden oder gar sehr unzufrieden seien.

Dabei erreichen die Umsätze einen neuen Rekord. 61% der Händler konnte eine Umsatzsteigerung verzeichnen. Dabei ist insbesondere der Erfolg mit dem Onlineshop nicht so einfach, wie manche Existenzgründer meinen. Die Umsätze in der wichtigsten Zeit des Jahres – dem Weihnachtsgeschäft – bleiben dabei im Vergleich zum Vorjahr unverändert und tangieren auch die Zufriedenheit nicht.

Retourenquote senkt Zufriedenheit

Laut Händlerbund-Studie steht die steigende Retourenquote im Zusammenhang mit der schwindenden Zufriedenheit. Während 2018 rund 20% mit sehr vielen oder vielen Retouren zu kämpfen hatten, sind es für 2019 36% der Befragten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen steigt der Online-Handel insgesamt. Zum anderen nehmen aber auch die unnötigen Bestellungen und Auswahlbestellungen aus Kauflust heraus immer weiter zu.

Für Online-Händler ergeben sich daraus Probleme. Es kommt zu einem Mehraufwand und zur zusätzlichen Belastung der Logistik, ganz zu schweigen von den Gutschriften.

Der Blick auf 2020

Was erwartet die Händler nun für dieses Jahr? Insgesamt blicken die Online-Händler weniger zuversichtlich in das Jahr 2020. Besonders der steigende Konkurrenzdruck, aber auch die Rechtssicherheit werden als Herausforderungen betrachtet.

Rund 41% der Befragten nennen Online-Marketing als eine der Top-Herausforderungen für das aktuelle Geschäftsjahr. Hier sind Händler beim Gründerlexikon genau richtig. Bewerben Sie sich jetzt für eine Beratung, um den Herausforderungen für 2020 gewachsen zu sein.

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