Welches Onlineshop-System für Sie am besten geeignet ist

In Deutschland gibt es weit mehr als 100.000 Onlineshops, die natürlich alle ein mehr oder weniger professionelles Shop-System benötigen. Wenn auch Sie einen Onlineshop betreiben möchten, können Sie grundsätzlich auf drei mögliche Lösungen zurückgreifen.

Bild: ClkerFreeVectorImages / pixabay.com

Die drei grundsätzlichen Möglichkeiten

Sie können Ihren Onlineshop auf folgenden technischen Basen laufen lassen:

  • Open Source-Lösungen: Bei Open Source-Lösungen darf der Quellcode von jedermann verändert werden. Dies hat den Vorteil, dass Software individuell an die eigenen Bedürfnisse angepasst und entsprechend erweitert werden darf. Beispiele hierfür sind OSCommerce, XTCommerce und Magento.
  • Miet-Onlineshop: Statt eine Software zu kaufen oder auf ein kostenloses Shop-System zurückzugreifen, können Sie einen Onlineshop auch mieten. Sie zahlen dann jeden Monat einen festen Betrag für die Nutzung der Software. Entsprechende Lösungen gibt es beispielsweise bei 1&1, Strato, Hosteurope oder 1blu.
  • Softwarekauf: Sie können natürlich auch eine Software für einen festen Preis kaufen. Dabei kann es sich ebenso um eine günstige Standardlösung wie um eine individuelle Programmierung handeln. 

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Für welches System und welchen Anbieter Sie sich letzten Endes entscheiden, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Sie sollten sich beispielsweise über die folgenden Kriterien Gedanken machen:

  • Anzahl der anlegbaren Artikel
  • Funktionen
  • Flexibilität des Systems
  • individuelles Shopdesign
  • Integration des Shops in eine vorhandene Website
  • Wartungsbedarf
  • Bereitstellung von Schnittstellen
  • mögliches Zugriffsvolumen

Welche Lösung für Sie richtig ist

Miet-Onlineshops sind besonders bei Projekten mit einem Budget im niedrigen Bereich sehr beliebt. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie mit einem eher kleinen Produktsortiment einsteigen. Im Bereich der Miet-Onlineshops sind bereits ab 10 Euro Monatsgebühr zu haben. Allerdings ist hierbei die Anzahl der Artikel beschränkt, beispielsweise auf 100 Stück. Für Onlineshops im größeren Stil ist diese Onlineshop-Variante daher nicht geeignet. Immerhin sparen Sie viel Zeit und auch Geld bei der Einrichtung des Shops.

Es gibt in der Regel drei Pakete, die sich vor allem durch die Anzahl der Artikel unterscheiden. Aber auch verschiedene Zusatzfunktionen kommen mit der Paketgröße hinzu. Bei allen Paketen sind in der Regel auch gleich Webhosting, Emailadressen und eine Internetadresse inklusive. Allerdings müssen Sie sich damit abfinden, dass sich nicht immer alle technischen Raffinessen umsetzen lassen, die Sie sich vielleicht wünschen. Und auch das Design können Sie gewöhnlich nur beschränkt beeinflussen.

Open Source-Lösungen sind entgegen der landläufigen Annahme nicht nur etwas für kleine Unternehmen. Tatsächlich werden sie wesentlich öfter für mittelgroße Projekte eingesetzt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass für die Nutzung und Anpassung von Open Source-Lösungen Spezialisten erforderlich sind, die in kleinen Unternehmen oft gar nicht vorhanden sind. Sobald das System verändert oder erweitert werden soll, entstehen Kosten, die meist erst in größeren Budgets berücksichtigt sind.

Für Projekte größeren Ausmaßes macht es Sinn, individuelle Lösungen einzusetzen. Diese müssen nämlich in der Regel nicht nur den reinen Onlineshopping-Prozess abbilden, sondern auch Anbindungen an CRM- und ERP-Lösungen sowie Warenwirtschaftssysteme realisieren, die im Unternehmen eingesetzt werden. Auch eine bestehende Website muss eingebunden werden. Für solche umfangreichen Projekte gibt es meist keine passenden Standardlösungen.
 



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