Wann verkauft Facebook unsere Profile an Big Brother?

Das Socialnetwork Facebook hat nun ein neues Konzept herausgebracht. Chef Mark Zuckerberg stellte auf der Entwicklungskonferenz ein neues Redesign der Profilseiten vor. Zur Zeit gibt es die Pinnwand, auf der die neuesten Aktivitäten der User mitgeteilt werden, jedoch können sich die User auch gegenseitig Einträge auf ihre Pinnwand machen. Somit können sie sich auszutauschen und etwas mitteilen. Diese Pinnwand soll nun durch eine sogenannte Timeline ersetzt werden, in der Informationen und Inhalte zweiseitig angezeigt werden. Über dieser Zeitleiste soll zukünftig ein großes, breitformatiges Bild eingeblendet werden. Darüber ist das eigentliche Profilfoto gelegt. Dieses eben genannte Bild, wird Coverfoto genannt und wird die Vorschaugalerie bald ersetzten. Das soll laut Zuckerberg- „ein toller Weg sein, um eine Person kennenzulernen, ohne irgendetwas von ihr gelesen zu haben“.

Bild: Torsten Montag / Gründerlexikon

Letztendlich wird das ganze Leben der User in chronologischer, bildlicher Reihenfolge dargestellt. Die Nutzer können selbst wichtige Ereignisse vor Anmeldedatum (Fotos, Texte, Videos) rückdatiert online stellen. Die Inhalte auf der Timeline können nach Wichtigkeit priorisiert werden. Das alles wirkt dann im großen und ganzen wie eine Internetautobiografie, nach der Divise: „Wir sammeln sowieso alle eure Daten, Mails, Fotos und Lebensäußerungen, lasst uns das doch einfach als eine tolle Idee ansehen!“ Kritische Zungen, die sowieso Bedenken bei diesem ganzen "Facebookkult“ haben, entdecken wieder ihre Zweifel an der ganzen Sache. Das Socialnetwork sei ja sowieso nur eine riesige Datenkrake.

Timeline als Sprachrohr für Unternehmer

So schlecht für Privatpersonen, doch so praktisch für Unternehmer?! Wenn man diese Sache aus der Sicht eines Unternehmers betrachtet, ist die Timeline von Vorteil. Der ganze Alltag, wichtige Ereignisse und Events rund um das Unternehmen werden in chronologischer Reihenfolge archiviert. Ein Besucher der eigenen Facebookseite kann nun gut erkennen, durch Texte, Bilder und Audios, dass es sich dort nicht um eine reale Firma handelt. Sie kann sich mit Fotos und Texten ausweisen, die ihre eigene Existenz beweist. Je nach dem was die einzelnen Betriebe fürEinblicke in ihre Arbeit geben wollen, könnte man sich beispielsweise Bilder von Produkten, Mitarbeiter, Büros, Produktionshallen und Maschinen anschauen. Die Unternehmen könnten eine Bilderreihe der Produktion von ihren Produkten hochladen. Zum Beispiel die Herstellung eines Autos, vom ersten bis zum letzten Schritt dokumentieren. Das wirkt auf die Besucher der Seite sehr informativ und anschaulich. Ob die Timeline letztendlich wirklich so umgesetzt werden wird ist nur Spekulation.

Fazit:

Meiner Meinung nach ist der Zeitstrahl für Privatpersonen nicht von Vorteil. Denn so kann sich jeder Mensch aus diesem sozialen Netzwerk, alle Details und jeden noch so winzigen Augenblick der Facebook gruenderlexikon gefaellt das nichtmit einem Foto oder Video, vom User festgehalten wurden ist, anschauen. So haben sogenannte „ Stalker“ ein leichteres Spiel und kommen einfach und schnell an alle Daten die sie brauchen. Es ist eben eine Sache der Geschmäcker. Manche Menschen wollen ihr Leben mit Bildern etc. und jedes Ereignis mit der ganzen Welt teilen und andere wollen das wiederum nicht. Jeder Nutzer kann selber entscheiden, wie viel er mitteilen will und was besser privat bleibt. Doch für Unternehmer ist das eine sehr gute Möglichkeit sich vorzustellen. Gleichzeitig hinterlässt man einen guten und seriösen Eindruck bei Besuchern des Profils.
Unternehmen sollten sich auf die neuen Möglichkeiten der Timeline freuen und ihrer Marketingabteilung zur Vorbereitung bereits heute grünes Licht geben.

Gedanken zum Datenschutz und der DDR Vergangenheit

Wir haben an anderer Stelle bereits über unsere Spekulation in Sachen DDR Vergangenheit und die Vermutung geschrieben, dass die Stasi Google lieben könnte. In Anbetracht obiger Ergebnisse liegt die Vermutung auch sehr nahe, dass das DDR-Staatssicherheitsorgan (die Stasi) auch Facebook und dessen Dienste unheimlich gut einsetzen könnte, um die DDR Bürger auszuspionieren. Sehr viel anders ist es heute auch nicht, nur können sich die Menschen heute aussuchen, ob sie bespitzelt werden wollen oder nicht, damals gab es für die DDR Bürger keine Alternativen.Kurz nach der Wende regte man sich über derartige Machenschaften der ehemaligen Staatssicherheit des gerade kapitulierten Regims auf, Jahre später stellt man genau die brisanten Daten von Personen ohne Hemmungen bei Facebook ein. Ja noch besser, man liefert  Bildern und Videos gleich dazu. Das ist schon absurd.



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