Lawrence Ellison außerordentliche Karriere mit Datenbanktechnologie

Im vierten Teil unserer Serie haben wir über den viertreichste Unternehmer der Welt, den auf Luxuswarenverkauf spezialisierten Franzosen Bernard Arnault, berichtet. Er hat ein Vermögen von 41 Milliarden Dollar. Im letzten Teil beschäftigen wir uns mit dem US-Amerikaner Lawrence Ellison. Er gilt als der fünftreichste Unternehmer der Welt. Sein Vermögen beläuft sich auf 39,5 Miliarden Dollar. Im Vorjahr belegte Ellison Platz 6 der reichsten Menschen der Welt.

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Die Person

Lawrence Ellison wurde am 17. August 1944 in New York als uneheliches Kind geboren. Nachdem er die High School 1962 verlassen hatte, begann er mit dem Studium der Mathematik. Aufgrund des Todes seiner Stiefmutter beendete Ellison sein Studium ohne Abschluss. In den Folgejahren ging er verschiedenen Tätigkeiten bei unterschiedlichen Computerfirmen nach. Da ihn diese “Beschäftigungstherapie“ nicht sonderlich forderte, las er sich nebenbei im Selbststudium umfangreiches Fachwissen zum Thema Informatik an. Lawrence Ellison war viermal verheiratet und hat aus seiner dritten Ehe zwei Kinder.

Die Geschäftsidee

Bei einer Multimediafirma lernte Ellison 1974 seine späteren Mitbegründer Bob Miner und Ed Oates kennen. Fortan beschäftigten sich die drei hauptsächlich mit dem damals ungelösten programmiertechnischen Problem der eingeschränkten Massenspeichergeräte. Das Problem blieb jedoch ungelöst. Für eine andere Firma entwickelte Lawrence Ellison noch im selben Jahr ein leistungsfähiges Speicherverwaltungssystem. Die nächsten Jahre wurde das Datenbanksystem kontinuierlich weiterentwickelt, es war für damalige Computer jedoch zu speicheraufwändig.

Das Unternehmen

Dann kam der große Durchbruch. In einem Gespräch mit Ellisons Nachbarn, der sehr schnell das Potential dieser Software erkannte, riet dieser ihm zur Weiterentwicklung. Diesen Rat beherzigte Ellison. 1977 gründete er zusammen mit Oates und Miner sowie einem Startkapital von nur zweitausend Dollar, die heute unter dem Namen Oracle bekannte Softwarefirma. Trotz Startschwierigkeiten kauften die drei ein damals führendes, technisch-wissenschaftliches Rechnersystem zur Implementierung des in der Entwicklung befindlichen Datenbanksystems. Im Jahre 1979 war das Datenbanksystem auf verschiedenen Computer-Architekturen aufgrund weiterer Entwicklungen, einsatzfähig. Die Datenbanktechnologie wurde von Oracle in den kommenden Jahren verfeinert und weiter forciert. Die Firma hatte Wachstumsraten von durchschnittlich zweihundert Prozent. Mitlerweile ist Oracle der größte Datenbanksoftwareanbieter der Welt. Oracle beschäftigt mehr als 100.000 Mitarbeiter in 145 Ländern. Allein in Deutschland gibt es zehn Geschäftsstellen. Durch den Zukauf des Großrechnerspezialisten Sun konnte der Umsatz im ersten Quartal 2010 um neununddreißig Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar gesteigert werden. Die deutsche Softwareschmiede SAP ist der größte Konkurrent für Oracle. Mit der Datenbank-Software von Oracle erledigen Unternehmen zum Beispiel ihre Buchhaltung oder verwalten ihre Kundendaten.

Das Problem

Ein Problem im eigentlichen Sinn gab es für Oracle nicht. Selbst im Zuge der Finanzkrise 2009 war das Unternehmen gut aufgestellt. Lawrence Ellison macht sogar aus der Not eine Tugend. Er nutzte die Gelegenheit, um weitere Firmen aufzukaufen. Diese waren aufgrund der geschwächten Finanzkraft zum damaligen Zeitpunkt günstig zu haben. Kleinere Talfahrten meisterte Ellison souverän.

Fazit

Die in dieser Serie vorgestellten fünf reichsten Unternehmer der Welt, namentlich Carlos Slim Helú (Telmex), Bill Gates (Microsoft), Warren Buffett (Investor), Bernard Arnault (Luxusartikel) und Lawrence Ellison (Oracle) haben Ihre Milliarden mit einer Außnahme (zweimal Software) in den unterschiedlichsten Branchen gemacht. Eines ist ihnen jedoch allen gemeinsam. Der unbedingte Wille zum Erfolg, eine gute Ausbildung, Risiko- und Einstzbereitschaft, Mut, Durchsetzungskraft, Glück aber vor allen Dingen, ein tragfähiges und gut durchdachtes Konzept. Nur unter diesen Voraussetzungen haben es diese Männer mit Recht, zu den fünf reichsten Unternehmern der Welt geschafft.

Wenn jeder Existenzgründer diese einfachen Regeln beherzigt, würden nicht so viele an den ersten Hürden scheitern und auch nach dem ersten Jahr der Existenzgründung noch erfolgreich und selbstbewußt am Markt bestehen.

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