Die 1%-Regelung bei Dienstwagen

Die 1%-Regelung bei Dienstwagen findet sich zunehmend häufiger. Gerade Gesellschafter-Geschäftsführer sparen sich so das Schreiben eines Fahrtenbuchs. Jedoch sollte genau kalkuliert werden, ob sich beim Dienstwagen diese 1%-Regelung tatsächlich rechnet. In vielen Fällen lohnt es sich nämlich, ein Fahrtenbuch zu schreiben. Je nach persönlichem Steuersatz und Wert des Fahrzeugs lassen sich auf diese Weise einige Hundert Euro im Jahr einsparen.

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Zudem sollten insbesondere Existenzgründer bedenken, dass die Entscheidung für oder gegen die 1%-Regelung beim Dienstwagen vor dem 01.01. eines Jahres erfolgen muss. Eine unterjährige Optierung zur Einzelabrechnung und damit gegen die 1%-Regelung ist nicht möglich. Umgekehrt kann jedoch der Wechsel erfolgen.

Berechnung der 1%-Regelung bei Dienstwagen

Um die Regelung zu verstehen, muss natürlich klar sein, wie sich diese berechnet. Grundlage für jede Berechnung ist der Listenpreis des betreffenden Fahrzeugs inklusive aller Sonderausstattungen, Extras und der Umsatzsteuer. Von diesem Preis wird dann ein Prozent errechnet, welches vom Nutzer des Dienstwagens versteuert werden muss.

Wer dagegen die Einzelabrechnung beim Dienstwagen wählt, ist verpflichtet, ein Fahrtenbuch zu führen. Dieses muss lückenlos geführt werden und ganz klar definierte Inhalte aufweisen. Darunter fallen das Datum, sowie der Kilometerstand zu Beginn und Ende der jeweiligen Fahrt. Außerdem muss der Zweck einer Reise angegeben werden, also welcher Geschäftspartner besucht wurde und aus welchem Grund. Des Weiteren sind Ankunfts- und Abfahrtszeit zu erfassen, um evtl. Anrechte auf Verpflegungsmehraufwand zu belegen.

Ebenfalls müssen die Privatfahrten aufgezeichnet werden. Hier erfolgt jedoch lediglich die Angabe der Kilometerstände. Eine Angabe zum Reiseziel ist nicht erforderlich, die Fahrt muss jedoch als privat markiert sein. Gleichermaßen müssen im Fahrtenbuch die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit erfasst werden. Wer ein elektronisches Fahrtenbuch nutzt, sollte auf eines mit der europäischen Zulassung E zurückgreifen. Nachträgliche Änderungen dürfen hierbei nicht möglich sein oder zumindest entsprechend gekennzeichnet werden.

Für Existenzgründer ist die Einzelabrechnung sinnvoller 

In fast allen Fällen ist die Einzelabrechnung sinnvoller als die 1%-Regelung beim Dienstwagen. Dies gilt insbesondere für Existenzgründer. Denn der zu versteuernde Anteil der privaten Fahrten liegt bei hochpreisigen Fahrzeugen sehr häufig unter der 1%-Regelung. Zudem bietet das Fahrtenbuch für den Dienstwagen einen guten Überblick über die tatsächlich angefallenen Kosten für selbigen. So können alle entstandenen Kosten nachvollzogen werden, ebenso wie die anfallenden Wege zu Kundenterminen überprüft werden. Im Rahmen des betrieblichen Zeitmanagements kann dies einige Vorteile mit sich bringen, um künftig Fahrten einsparen oder bündeln zu können.



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