4. Weg: Existenzgründung mit einem Blog oder einem Forum

Eine weitere Möglichkeit für die zumeist vorerst nebenberufliche Existenzgründung ist die Erstellung eines Weblogs oder eines Forums. Ursprünglich war das Weblog oder auch Blog eine Art Online-Tagebuch. In diesem berichteten die Blogbetreiber von ihren täglichen Erlebnissen. Heute werden Blogs ebenfalls mit persönlichen Erlebnissen gefüllt, können aber genauso über die unterschiedlichsten Dinge informieren.

Dazu zählen Informationen rund um das eigene Hobby, um berufliche Dinge oder vieles mehr. Allerdings lässt sich alleine mit dem Füllen eines Blogs oder eines Forums, das zum Gedankenaustausch zwischen den Usern geeignet ist, noch kein Geld verdienen. Dieses wird erst dann möglich, wenn beispielsweise Werbung auf dem Blog geschaltet wird.

Banner Werbeformen als Vorlage von Adsense, hier: Mit Blog oder Forum im Internet Geld verdienen
Bild: JuralMin / pixabay

Werbemöglichkeiten auf Blogs und Foren

In Frage kommen dabei verschiedene Werbemöglichkeiten, als bekannteste Varianten zählen wohl die AdSense-Anzeigen von Google. Sie können vergleichsweise einfach eingebunden werden. Mit jedem Klick auf die Anzeigen, die optimal auf den vorhandenen Content abgestimmt werden, verdient der Blogbetreiber Geld. Alternativen zu AdSense sind beispielsweise die Programme von Contaxe und ähnlichen Anbietern. Auch hierbei werden Werbeanzeigen geschaltet, die sich auf den beinhalteten Content beziehen.

Mit Google Adsense Geld verdienen

Alle Welt spricht von Google & Co. – Aber kann man mit der weltbekannten Suchmaschine wirklich Geld verdienen? Ja, man kann und das sogar nicht schlecht, wenn man es geschickt anstellt.

Voraussetzungen, um mit Google Adsense Geld zu verdienen

Um am Google Adsense Programm teilnehmen zu können, muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Eine der wohl wichtigsten Dinge die man haben sollte, ist eine eigenen Homepage.

Inhaltliche Voraussetzungen der Website

Um mit Google Adsense zu verdienen, sollte die eigene Website einige Bedingungen erfüllen. So werden bspw. sogenannte Dailerseiten nicht aufgenommen. Dailerseiten sind Webseiten, wo eine Software vertrieben oder eingesetzt wird, mit welcher über die Onlineverbindung tarifmäßig abgerechnet wird und dadurch der Websitebesucher getäuscht werden kann.

Websites mit folgenden Inhalten werden nicht akzeptiert

  • Vermehrt vulgäre Sprache, Gewalt, Rassismus, Illegale Drogen
  • Pornografische und nicht jugendfreie Seiten
  • Seiten zum Thema Glücksspiele
  • Übermäßige Werbung auf der Seite
  • Waffen, Tabak und die Urheberrechte anderer Personen verletzende Seiten

Wie eine Website im Sinne von Google richtig erstellt wird, erfährt der Webmaster in den Webmasterrichtlinien von Google unter http://www.google.de/webmasters/guidelines.html, dort sind auch technische Richtlinien veröffentlicht.

Welche Schritte muss man gehen, um mit dem Geldverdienen zu beginnen?

Folgende Schritte müssen in jedem Fall eingehalten werden, um mit der eigenen Homepage Geld zu verdienen.

1. Anmeldung

Der Websitebetreiber muss sich zunächst ein Google Adsense Konto einrichten. Dies kann auf der Seite https://www.google.com/adsense erledigt werden. Bei der Anmeldung ist der Titel, die URL sowie die Adressdaten des Seitenbetreibers anzugeben. Außerdem muss zwischen Privat- und Unternehmerkonto gewählt werden. Der Unterschied ist lediglich in der Größe des eigenen Unternehmens zu sehen. Rein inhaltlich sowie von der zukünftigen Abwicklung der Zahlungen existieren laut Google kein Unterschied. Ab einer Mitarbeiterzahl von mehr als 20 sollte das Unternehmerkonto gewählt werden.

2. Anzeigencode erstellen

Nachdem das Adsensekonto freigeschalten wurde, kann der Webmaster mit der Erstellung und Gestaltung seiner eigenen Werbeanzeigen beginnen. Dazu stehen ihm eine ganze Reihe an Hilfsmitteln zur Verfügung. Unter dem Menüpunkt „Anzeigen-Einstellungen“ und „Anzeigen-Layout“ kann er alle notwendigen Schritte in seinem Benutzerkonto vornehmen. Zunächst muss er ein Anzeigenformat wählen. Dies wird in Pixel angegeben und beschreibt, welche Größe oder Form die Anzeige später auf der Website hat. Google stellt eine hervorragende Hilfe zu jedem Punkt bereit, so dass auch hier die fertigen Anzeigenformate vorab betrachtet werden können.

Die Anzeigen können auf jeder beliebigen Seite eingeblendet werden, so dass eine individuelle Einteilung für den Webmaster und eine spätere Auswertung der Einnahmen ein sehr nützlicher Dienst sein kann. Diese Einteilung wird bei Google Adsense als „Channel“ bezeichnet. Mit den einzurichtenden Channels kann der Benutzer bestimmte Themengruppen mit Lesezeichen vergleichbare Untergliederungen einrichten, die ihm später helfen, die Einnahmen einzelner Seiten oder Themengebiete zu unterscheiden. Dies kann auch websiteabhängig passieren.

Beispiel für Channels

Der Webmaster unterhält insgesamt 2 Seiten. Eine Seite hat das Thema Wanduhren die andere Seite beschäftigt sich mit Armbanduhren. Der Benutzer richtet nun zwei Channels ein und benennt diese entsprechend mit „Wanduhr“ und „Armbanduhr“ – so kann er später aus seinen Gesamteinnahmen die beiden Websites unterscheiden und ermitteln, wie viel er mit der einen oder anderen Seite verdient hat. Diese Einteilung kann auch innerhalb der einzelnen Seiten für bestimmte Unterthemen vorgenommen werden. So zum Beispiel einen Channel für „braune Armbanduhren“ oder „digitale Wanduhren“.

Letztlich kann der Websitebetreiber noch die farbliche Gestaltung der Anzeigen festlegen und zwar so, dass die eingeblendeten Anzeigen optimal zu seinem Seitendesign (Look and Feel) passen.

Zu den einzelnen Layouts können Vorlagen erstellt werden, so dass eine schnelle Wiederverwendung der Einstellungen gewährleistet ist.

3. HTML Code einbauen

Die bis dahin getätigten Einstellungen werden in einem HTML Code gespeichert. Dieser Code muss nun nur noch auf der bevorzugten Website integriert werden. Dazu sollte der Webmaster die von ihm verwendete Software zur Seitenerstellung und –gestaltung nutzen. Sobald der HTML Code eingebunden ist, muss die so veränderte Seite auf den Server gespeichert werden.

Fertig, die Google Anzeige ist im Internet veröffentlicht.

Welche Werbung wird angezeigt?

Der Inhalt der Google Adsense Anzeigen bestimmt sich nach dem Inhalt der Trägerseite. Beschreibt der Seitenbetreiber bspw. Wanduhren oder allgemein Uhren, so wird auch eine Google Anzeige zum Thema Uhren erscheinen. Anfangs werden jedoch immer erst Anzeigen für gemeinnützige Organisationen ausgeliefert, da die Werbefläche erst gescannt werden muss. Sobald der Inhalt erfasst wurde, werden themenrelevante Anzeigen ausgeliefert.

Was muss sonst noch beachtet werden?

Es ist untersagt mit Ausdrücken wie "Hier klicken", "Unterstützt uns", "Besucht folgende Links" oder ähnliches auf einen Klick hinzuweisen bzw. diesen zu erzwingen. Die Google Anzeigen dürfen nur mit den Hinweisen " Werbung" oder "Anzeigen" veröffentlicht werden. Der Seitenbetreiber sollte keinesfalls selbst auf ihre eigene Google Anzeigen klicken. Dies kann im schlimmsten Fall zum Ausschluss vom Google Adsense Programm führen.

Abgerechnet wird in EUR. Der Seitenbetreiber erhält für jeden Klick auf seine Google Anzeigen seiner Seiten einen bestimmten Betrag in EUR. Dieser richtet sich nach dem Inhalt und der Branche des werbenden Unternehmens. Je attraktiver und begehrter das umworbene Produkt ist, um so mehr wird für einen Klick bezahlt. Für den Seitenbetreiber heißt das, je mehr für eine Werbung geboten wird, um so mehr bekommt er pro Klick auf eine Werbung.

Wie viel pro Klick von den werbenden Unternehmen gezahlt wird, kann auf folgender Seite nachgelesen und innerhalb einer Zeitspanne verglichen werden.

Ausgezahlt wird per Banküberweisung oder Scheck. Viel Erfolg beim Geldverdienen mit Google-Adsense.

Zur Website des Dienstleisters: https://www.google.de/adsense/start

In Frage kommen auch Partnerprogramme, bekannter als Affiliate-Programme. Hierbei werden Links bestimmter Partner auf den eigenen Seiten eingebunden. Je nach Programm kann die Bezahlung nach Klicks, nach Sales, also Verkäufen, nach Leads oder nach Views erfolgen. Mit Views ist dabei die Häufigkeit der Anzeige der Werbung gemeint. Bezahlt wird meist per 1.000 Views.

Das Besondere ist, dass auf einer Seite, die über bestimmte Modestile berichtet, dann auch Anzeigen zu Mode geschaltet werden, um so die Klickrate zu erhöhen. Die Vergütung per Klick oder View ist recht niedrig angesiedelt, allerdings sind diese Klicks und Views auch leichter zu erreichen. Richtig interessant wird es bei Leads oder Sales, die recht hoch vergütet werden.

Keine zu aufdringliche Werbung schalten

Damit die Existenzgründung mittels Blog oder Forum erfolgreich wird, sollte aber die Werbung nicht zu sehr in den Vordergrund treten. Dadurch fühlen sich die Besucher bedrängt und meiden die Seite. Die Werbung sollte stets unauffällig platziert werden, aber dennoch so, dass sie die User zum Klicken bewegt.

Ebenfalls müssen Blog oder Forum im Web bekannt gemacht werden. Hierbei ist es wichtig, für eine gute Verlinkung zu sorgen, etwa durch die Hinterlassung von Kommentaren in anderen Blogs oder durch freiwillige Links, die von anderen Bloggern gesetzt werden. So kann man die Besucherzahl auf dem eigenen Blog erhöhen und demzufolge auch die Chancen auf mehr Klicks und bessere Verdienstmöglichkeiten.

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