Weg frei für das neue SEPA-Lastschriftverfahren

Im Januar 2013 sorgte eine Meldung erneut für Furore: Ab Februar 2014 fällt das bisherige innerdeutsche Lastschriftverfahren weg und wird durch das SEPA-Lastschriftverfahren ersetzt.

Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Darüber berichteten wir bereits hier und in diesem Artikel. Was vielen noch sehr weit weg erscheint, bereitet vielen anderen bereits Kopfzerbrechen aufgrund des unter Umständen langwierigen Umstellungsprozesses. 

Was ist SEPA?

SEPA (Single European Payments Area) bezeichnet ein Verfahren, mit dem nicht nur innerhalb eines Landes für Überweisungen und Lastschriften durchgeführt werden können, sondern europaweit. Statt wie bisher Bankleitzahl und Kontonummer zu verwenden, benötigen Sie zukünftig folgende Angaben:

  • IBAN (International Bank Account Number)
  • BIC (Bank Identifier Code) – auch Swift-Code

Die IBAN setzt sich aus einem Länderkürzel, einer Prüfziffer, der bisherigen Bankleitzahl und Kontonummer zusammen. Die BIC kann man als internationale Bankleitzahl verstehen. Beide Nummern können mithilfe von speziellen Rechnern generiert werden. Sie sind aktuell im Internet zu finden und werden über kurz oder lang sicherlich auch in Banking-Programme integriert werden. Wie SEPA-Lastschriften und -Überweisungen genau funktionieren, können Sie in diesem Artikel nachlesen.

Spätestens ab dem Februar 2016 sollen sowohl Überweisungen als auch Lastschriften komplett über das SEPA-Verfahren abgewickelt werden. Dadurch soll der europaweite Zahlungsverkehr vereinheitlicht werden.

Umfangreichere Pflichten der einziehenden Stelle

Bisher konnte eine Einzugsermächtigung problemlos telefonisch oder per E-Mail erteilt werden. Dies ist zukünftig nicht mehr möglich. Das SEPA-Verfahren setzt ein schriftlich erteiltes „Mandat“ des Kontoinhabers voraus, mit dem er sein Einverständnis gibt, dass Geld eingezogen werden darf. Dies dürfte insbesondere Onlinehändlern in der Praxis Probleme bereiten. Schwieriger wird die Abbuchung auch dadurch, dass der Kontoinhaber zukünftig schon 14 Tage vor der Abbuchung darüber informiert werden muss. Dies bedeutet also für die Praxis, dass Händler ab 2014 zwei weitere Wochen der Unsicherheit in Kauf nehmen müssen.

Auch die Frist für Rücklastschrift, die auch bei Einzugsermächtigung schon ein Thema war, kommt wieder auf den Tisch. Sie wird von sechs auf acht Wochen verlängert. Sollte einer Abbuchung kein schriftliches Mandat vorausgegangen sein, ist die Rücklastschrift sogar innerhalb von 13 Monaten möglich.



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