Immer mehr weibliche Führungskräfte in deutschen Unternehmen

Die Ergebnisse des Mikrozensus 2010 sind inzwischen aufbereitet und auch die Informationen bezüglich des beruflichen Status der Bevölkerung wurden ausgewertet. Das Ergebnis ist überraschend und erfreulich zugleich: 2010 erreichten die Frauen in Führungspositionen einen neuen Höchststand. Immerhin 27,7 Prozent der deutschen Führungskräfte in privaten Unternehmen sind inzwischen Frauen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) kürzlich mitteilte. Die wichtigsten Ergebnisse der Auswertung finden Sie in der Grafik von statista.de auf einen Blick.

Bild: Statistisches Bundesamt

Die Führungsebene

Leider macht die Studie eines wieder einmal allzu deutlich: In die erste Führungsebene schaffen es zwar heute wesentlich mehr Frauen als noch vor 14 Jahren – es gab immerhin eine Steigerung von 17,6 auf 24,2 Prozent im Vergleich zu 1996. Allerdings ist hier immer noch nur etwa jede vierte Führungsposition mit einer Frau besetzt. Auf der zweiten Führungsebene sind es mit 28,8 Prozent deutlich mehr weibliche Führungskräfte. Hier gab es zwar im Vergleich zu 1996 nur eine Steigerung um 5 Prozent, allerdings war hier der Frauenanteil bereits 1996 wesentlich höher. In großen Betrieben mit über 50 Mitarbeitern sind sogar nur 16,9 Prozent der Führungskräfte der ersten Ebene weiblich.

Das Alter

Die Ergebnisse des Mikrozensus zeigen, dass besonders jüngere Frauen gute Chancen auf eine Führungsposition haben. Wenn man die Führungskräfte im Alter von unter 40 Jahren betrachtet, sind überdurchschnittlich viele Frauen vertreten – beinahe 38 Prozent. In der Altersgruppe 40+ sinkt dieser Anteil allerdings rapide auf 22,4 Prozent ab. In dieser Altersgruppe sind also offensichtlich die Männer stärker vertreten.

Die Betriebsgröße

Auch die Betriebsgröße spiegelt ein interessantes Bild wieder. Es zeigt, dass Frauen bevorzugt in kleineren Betrieben als Führungskraft eingesetzt werden. 35 Prozent der Führungskräfte in Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten sind weiblich. In größeren Betrieben hingegen liegt der Anteil gerade einmal bei 23,4 Prozent. 



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