Am von Torsten in kurz notiert geschrieben
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Elektroautos

Subventionen für e-Autos werden nicht abgerufen

Elektroautos sind bereits seit vielen Jahren auf dem Markt. Einige haben große Hoffnungen in sie gesteckt, was die Zukunft der Automobilbranche anbelangt. Nahezu emissionsfreies und leiseres Fahren, mehr Sicherheit auf den Straßen und geringere Betriebskosten. Doch bis heute kommt der Markt der e-Autos einfach nicht in Schwung. Daran haben Subventionen vom Staat auch nichts geändert.

e-auto subventionen
© uveX / pixabay.com

Berlin, 18. Januar 2017 - Stattliche 600 Millionen Euro hat der Bund an Förderungen für den Kauf von e-Autos zur Verfügung gestellt. Nützen tut es wenig. Das Programm kommt einfach nicht richtig in Fahrt. Kaum jemand nimmt die Prämie in Anspruch. Und das, obwohl die Bundesregierung mit großem Aufwand Mitte 2016 den Weg für den Kaufanreiz ebnete. Weitere 600 Millionen Euro Förderung, also insgesamt 1,2 Milliarden Euro, kommen von der Autoindustrie. Dieses Geld soll helfen, den Markt für e-Autos bis Ende 2019 zu beflügeln. 300.000 neue Elektroautos sollen dank der Prämie gekauft werden. Das Ziel der Bundesregierung: Bis 2020 sollen 1 Million e-Autos auf deutschen Straßen fahren, berichtet auto-motor-und-sport.de. Doch das Förderprogramm wurde mehr schlecht als recht angenommen. In den ersten Monaten nach Einführung, wurden im Schnitt gerade mal 1.500 Anträge pro Monat gestellt. Ginge es nach den Plänen der Bundesregierung, müssten aber mehr als 7.000 Fahrzeuge pro Monat die Prämie in Anspruch nehmen. Obwohl der Automarkt in Deutschland boomt und die Zulassungen an neuen Fahrzeugen ständig steigt, spielen e-Autos und Plug-in-Hybride so gut wie gar keine Rolle.

Elektroautos für Unternehmer - Lohnt sich das?

Ob sich ein Unternehmer für oder gegen ein Elektroauto entscheiden soll, kann natürlich nur im Einzelfall abgeklärt werden. Grundsätzlich ist die Idee dahinter sicherlich nicht schlecht. Viele Selbstständige würden bestimmt auch den Kauf von e-Autos begrüßen. Welche Vorteile bieten Elektroautos unter anderem?

  • Geringere Verbrauchskosten (Strom ist wesentlich günstiger wie Benzin oder Diesel
  • Sofort volle Motorleistung
  • Fördermittel und Subventionen beim Kauf
  • Geringere Kfz-Steuer und Kfz-Versicherungsbeiträge
  • Perfekter Motorstart auch im Winter
  • Leisere Motoren
  • Elektromotoren sind nahezu unverwüstlich
  • Einfaches Aufladen an der Steckdose zu Hause
  • Mit Photovoltaik-Anlage “autark tanken”

Bewusst wird hier der Grund der geringeren Emissionen nicht erwähnt. Sicher, während der Fahrt entstehen zu 100 Prozent keine Emissionen. Doch die Erzeugung des Stroms, mit der das Auto “betankt” wird, verursacht wiederum Emissionen und das nicht zu knapp (Von einer eigenen Photovoltaik-Anlage abgesehen). Da der Redaktion keine belastbaren Vergleichswerte vorliegen (und wir uns damit nicht sicher sind), wurde dieser Vorteil bewusst nicht angeführt. Welche Nachteile gibt es?

  • Geringe Reichweite (nur einige hundert Kilometer, teilweise gerade um die 100 km)
  • Tanken dauert sehr lange (zu Hause bis zu 10 Stunden)
  • Keine Flächendeckende Elektro-Tankstellen
  • Große Reichweiten-Einbußen bei Nutzung der Klimaanlage und Heizung
  • Höhere Anschaffungskosten

Diese Aufzählungen sind natürlich nicht abschließend. Was viele Unternehmer vom Kauf eines Elektroautos abschreckt, sind die geringen Reichweiten. Ein Handwerker oder Vertreter, der viel mit seinem Auto unterwegs ist, kann es sich einfach nicht leisten, alle 150 Kilometer eine Stunde tanken zu müssen. Für Unternehmer lohnt sich ein Elektroauto nur dann, wenn es relativ wenig genutzt wird. Nur dann stellt sich die Frage: Rechtfertigt das die höheren Anschaffungskosten? Ebenfalls einkalkuliert werden müssen die Kosten für die Akkus bzw. der Batterie. Werden diese gemietet, ist der Unternehmer auf der sicheren Seite, wenn die Batterie kaputt geht. Allerdings sinkt das den Wiederverkaufswert und der Autofahrer ist an den Hersteller gebunden. Kauft er die Akkus selbst, so muss er in regelmäßigen Abstände neue teure Akkus kaufen. Natürlich können die Kosten dafür, als Betriebsausgaben angesetzt werden.

Geringe Nachfrage nach Elektroautos wird wohl vorerst bleiben

In der ersten Jahreshälfte 2016 waren unter den Neuzulassungen lediglich 0,7 Prozent reine Elektroautos und Plug-in-Hybrid Fahrzeuge. Die Akzeptanz ist in der Bevölkerung und auch bei Unternehmern nach wie vor noch nicht da. Da ändert auch eine Kaufprämie nichts daran. So gut die Idee des Elektroautos auch ist, solange sich vor allem an der geringen Reichweite und der Problematik der relativ häufigen Betankung nichts ändert, wird auch die Nachfrage nach e-Autos nicht steigen.

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